Virtuelle Englandreise nach Durham

Am Sonntag den 24.01.2021 haben sich einige Zeichner unserer Gruppe zusammen daran gemacht und im Rahmen eines „Virtual Sketchings“ Bilder aus Durham nachgezeichnet.

Im Vorwege war ich total neugierig auf dieses Durham, das im Nordosten von Englang liegt und welches mir erstmal rein garnichts gesagt hat. Nachdem mir Hella die Bilder geschickt hat, habe ich beim vorbereiten des Beitrags recherchiert, wo es denn liegt und was es mit dieser Stadt auf sich hat. Wie die meisten Städte hat sie eine interessante Gründungsgeschichte und scheint mir wirklich einmal das lohnende Ziel einer Reise zu sein.

Kleine Anekdote am Rande: Beim Zeichnen der vielen Backsteinschornsteine auf einem der Bilder, kam ich irgendwie auf das folgende Lied aus dem Film: Mary Poppins – Chim Chim Cher-ee, welches ich dann direkt einmal bei Youtube suchte und mir anhören musste. Ja Schornsteinfeger in englischen Städten müsste man sein … 😀

Hier findet ihr die Vorlagebilder wenn ihr euch auch nochmal versuchen wollt: Link

Hier sind die gesammelten Werke unseres „online Treffens“:

Danke an alle Teilnehmer und vor allem Danke an Hella für die Bilder!

Oomram – Strand und sprechende Steine

Am Sonntag den 17.01.2021 haben sich einige Zeichner unserer Gruppe zusammen daran gemacht und im Rahmen eines „Virtual Sketchings“ Bilder zum Thema Amrum nachgezeichnet.

Hier findet ihr die Bilder wenn ihr euch auch nochmal versuchen wollt: Link

Hier sind die gesammelten Werke unseres „online Treffens“:

Danke an alle Teilnehmer und vor allem Danke an Michaela für die Bilder!

Kieler Baustellen erzeichnet

Am Sonntag den 10.01.2021 haben sich einige Zeichner unserer Gruppe zusammen daran gemacht und im Rahmen eines „Virtual Sketchings“ Bilder zum Thema Baustellen in Kiel nachgezeichnet.

Hier findet ihr die Bilder wenn ihr euch auch nochmal versuchen wollt: Link

Hier sind die gesammelten Werke unseres „online Treffens“:

Danke an alle Teilnehmer und vor allem Danke an Monika für die Bilder!

Kieler Architektur und Perspektiven

Am Sonntag den 13.12.2020 haben sich einige Zeichner unserer Gruppe zusammen daran gemacht und im Rahmen eines „Virtual Sketchings“ Bilder von Gebäuden aus Kiel zwischen Belvedere und Schrevenpark nachgezeichnet.

Hier findet ihr die Bilder wenn ihr euch auch nochmal versuchen wollt: Link

Hier sind die gesammelten Werke unseres „online Treffens“:

Danke an alle Teilnehmer. Ich finde es sind trotz herrausfordernder Motive, viele schöne Bilder zustand gekommen.

Mediterranes Flair bei Regenwetter

Liebe Leserinnen und Leser, in diesem Beitrag möchte ich euch von unserem Treffen am 25.10.2020 berichten. Für den Tag hatten wir geplant uns noch einmal zum „goldenen Herbst“ im Botanischen Garten der CAU Kiel zu treffen.

Leider wurde uns schon auf dem Weg zu unserem Treffpunkt klar, dass es wohl schwer werden würde, bei diesem Wetter im Freien zu zeichnen. Allerdings war unser Treffpunkt wohlweislich so gewählt, dass wir einen trockenen Unterschlupf für das typische Herbstwetter hätten. Blöderweise war das damit verbunden, dass wir mit Mund- und Nasenschutzmaske in die zugangsbeschränkten Schau-Gewächshäuser mussten, wo an diesem Tag eine maximale Anzahl von 30 Personen zugelassen war. Da mir das im Vorwege klar war, kam also bei der Auswahl des Zeichenplatzes eigentlich nur das Mediterran-Haus infrage. Die Gänge in den anderen Gewächshäusern, sind leider zu eng, um unter Coronabedingungen keinem anderen Besucher im Wege zu sein.

So machten wir uns nach dem Sammeln vor dem Eingang auf den Weg zum Mediteran-Haus wo wir auch schnell Plätze fanden um zu zeichnen. Über WhatsApp immer in Kontakt mit vielen anderen Gruppenteilnehmern, bekamen wir mit, dass Einige zunächst draußen warten mussten, um eingelassen zu werden oder sich entschlossen gleich draußen unter den Bäumen zu zeichnen.

Die Zeit verging heute beim Zeichnen wie im Fluge und zwischenzeitig konnten wir an diesem Platz auch das Interesse einer weiteren Zeichnerin für unsere Gruppe gewinnen. In etwa gegen 13 Uhr kamen alle, die sich im Mediteranhaus gesammelt hatten, einmal zusammen, um die ihre Werke zu zeigen und sich darüber, mit gebotenem Abstand, auszutauschen.

Nachgereicht wurden noch Werke jener die früher gingen oder direkt im Regen draußen den Herbst eingefangen hatten. Das Herbstlaub ist zu dieser Zeit auch einfach ein verlockendes Motiv und Monika ist eben nicht aus Zucker. 😉

Nach einer kleinen Tour zurück durch die Gewächshäuser, nutzten Melanie und ich noch die Gelegenheit und machten einen wundervoll herbstlichen Spaziergang durch den Außenbereich des Botanischen Gartens. Schade, dass das Wetter heute so unbeständig gewesen ist. Hier trotzdem noch ein paar Herbstimpressionen davon:

Wie Motten um das Licht

Hallo liebe Leserinnen und Leser, heute möchte ich über unser Zeichnertreffen in der Schleusenausstellung des Maritimen Viertels von Kiel am Sonntag den 18.10.2020 berichten.

Wir trafen uns bei Sonnenschein aber leicht kalten Temperaturen am Eingang zum Hinterhof an der ehemaligen Technischen Marineschule, Arkonastraße 1 in der Wik. Dort ist das Museum untergebracht, in dem wir uns heute treffen wollten. Der Wind war an diesem Tag eisig und wir waren schon langsam auf Kieler-Winter-Schmuddelwetter eingestellt. Melanie und ich kamen mit dem Fahrrad und waren gespannt, wieviele Mitzeichner heute wohl kämen. Nach und nach trudelten immer mehr, mit Maske bewaffnet, ein und mir wurde schon Bange, ob wir denn darin auch genug Platz finden würden. Es ist ja derzeit nicht ganz einfach mit einer größeren Gruppe, mit ausreichend Abstand und ohne andere Museumsbesucher zu stören, einen Platz zu finden. Da ich selbst das Museum in diesen Räumlichkeiten noch nicht besucht hatte, hoffte ich also darauf, dass es irgendwo ein paar ruhige Ecken für uns geben würde.

Ich kannte die Schleusenausstellung noch von dem Museum des Wasser und Schifffahrtsamtes auf der Schleuseninsel. Da dieses Museum wegen Sichereheitsbedenken aber schließen musste („Restricted Area“), hat die Schleusenausstellung eine neue Heimat in der Maschinenhalle der Technischen Marineschule gefunden.

Allein der Zugang zum Hinterhof durch einen Dreifach-Torbogen ist schon zeichnenswert mit den Bögen und in Stein gehauenen Symbolen. Meine Überlegung sich dazu in eine windstille Ecke zu setzen, hat später auch eine unserer Mitzeichnerinnen verwirklicht. Ich jedoch ging mit den Anderen ersteinmal eine Runde in die Ausstellung hinein. Dabei durchquert man nach einem kleinen Flur zunächst die Vorlesungs- und Maschinenhalle mit einem festinstallierten Motor sowie ein Schwerlastkran, die einen großen Zugang zum Innenhof hat. Dort wurde auch der Matrosenaufstand 1918 aufgeführt, ein großes Kapitel Kieler Geschichte, welches zum Sturz der Monarchie in Deutschland führte.

Dahinter gibt es zwei Durchgänge zu weiteren Hallen. In einer davon ist die Schleusenausstellung untergebracht, welche histotisches Wissen rund um den Nord-Ostsee-Kanal vermittelt. Dort kann man viele Modelle von Abschnitten des Kanals und maritime Gegenstände bestaunen. Hinter diesem Raum gibt es noch einen Weiteren, wo viele Modelle von Gebäuden aus dem „alten“ Kiel in mühevoller Kleinarbeit gebaut und ausgestellt werden. Kiel galt seit dem Kaiserreich als wichtiger Standort der Kriegsmarine und wurde daher im zweiten Weltkrieg in großen Teilen in Schutt und Asche gelegt. Dabei verlor die Stadt etwa 90% seiner alten Architektur. Hier in dieser Ausstellung kann man in alten Filmaufnahmen und eben angesprochenen Modellen erahnen, welcher architektonische Schatz dabei verloren ging. In einer Unterhaltung mit einem Mitarbeiter des Museums bekam ich so einiges zu dem alten Kiel und den Modellen erzählt und lauschte lange Zeit fasziniert, bis ich mich darauf besann wozu wir heute eigentlich hier waren.

Ich suchte also meine Mitzeichner und mir danach auch ein Plätzchen „am Feuer“. Die meisten von ihnen hatten es sich nämlich an einem „elektronischen Leuchtfeuer“, der Laterne, welche einmal auf einer Boje angebracht war, in großem Halbkreis gemütlich gemacht. So zeichnete ich die Schaar von Zeichnern die alle mit dem derzeit üblichen Corona-Abstand von 1,50m herum saßen mitsamt dem Leuchtfeuer in der mir verbliebenen Stunde.

Im Anschluss, als wir es geschafft hatten, alle zusammen zu rufen, trafen wir uns dann in dem Vorlesungssaal, nur um festzustellen, dass die dezentrale Beleuchtung dort absolut schlecht zum fotografieren ist. Denn es warf Schatten aus allen Richtungen auf unsere Sketchbooks. Also zogen wir wieder um in die Schleusenausstellung. Wir können von Glück sagen, dass zu der Zeit im Museum nicht soviel los war. Schließlich bekam ich dann doch noch ein einigermaßen gelungenes Bild unserer Werke hin.

Nach dem Zusammenlegen ging langsam wieder jeder seiner Wege und ich bekam von den Museumsmitarbeitern noch auf den Weg, dass wir gerne wieder kommen dürfen, sofern es die Lage zulässt. Es wäre sogar möglich, einzelne Modelle vom Alten Kiel auf den großen Tisch im Vorlesungssaal zu stellen, wo wir sie dann von allen Seiten zeichnen könnten. Ich fand dies einen gelungenen Zeichentag mit vielen neuen Impressionen und einem neuen Geheimtipp für die kalte Jahreszeit.

Architektur am Lessingplatz

Am Dienstag, den 01.09.2020, trafen wir uns auf dem Lessingplatz beim Café Freistil. Hier auf der Wiese hatten wir ausreichend Platz und konnten uns gut verteilen.

Viele bekannte Gesichter waren wieder dabei, aber es gab auch ein paar neue Interessierte, die zunächst ersteinmal zuschauten.

In der Sonne war es noch schön angenehm warm, doch als der Schatten der Häuser auf die Wiese wanderte, wurde es auch hier so langsam frisch und es fühlte sich schon etwas herbstlich an. Der Sommer ist wohl nun vorbei…

Hier seht ihr wieder ein paar Bilder von unserem Treffen sowie all unsere Zeichnungen auf einem Blick. Viel Spaß beim Anschauen!

Ein idyllisches Plätzchen in der Stadt

Am Dienstag, den 4. August trafen wir uns im Ratsdienergarten. Auch an diesem Tag reisten so ziemlich alle mit dem Rad an.

In der Nähe des Denkmals Klaus Groth (ein bedeutsamer niederdeutscher Lyriker und Schriftsteller) verteilten wir uns, allerdings nicht zu weit auseinander, da recht viele die Sonne nutzen wollten. Im Schatten war es recht kühl und zudem wehte der Wind…

Ich saß am Ufer des kleinen Kiels und bemerkte vom Wind nicht viel. Darum war es für mich dort auch angenehm zu sitzen (viele beklagten, es sei zu kalt… ich schätze mal, dass diejenigen einfach an einem ungünstigen Ort saßen).

Auch heute packte ich wieder meine Gouachefarben aus und machte mich zunächst an ein kleines Motiv, da ich mich nicht so recht entscheiden konnte, was ich denn eigentlich malen soll. So verlockend es auch war, die anderen Zeichner am Ufer des kleinen Kiels zu zeichnen, oder die Blässhühner, so entschied ich mich doch dagegen. Allein die Blässhühner waen viel zu agil, als dass man sie zeichnen könnte (wobei es einige unter uns gibt, die das können! Hut ab!).

Mein erstes Motiv war also die Blume direkt am Ufer (kennt jemand den Namen des Gewächses?) und die umher schwirrende Hummel, die allerdings auch viel zu schnell unterwegs war, um sie wirklich zeichnen zu können.

Danach wagte ich mich noch an ein „größeres“ Motiv, da ich noch bis zum Zusammenlegen mehr als 1 Stunde Zeit hatte. So ist es dann doch noch der Kleine Kiel und der Blick aufs andere Ufer geworden. Und ja, ich habe gegen die Sonne gemalt, aber ganz viele Sonnen habe ich dennoch nicht gesehen (ich hab schließlich nicht direkt in die Sonne geschaut!).

Nachdem ich für das 2. Motiv auch nur recht wenig Zeit brauchte, wollte ich dann aber kein neues (3.) mehr anfangen. Das war auch gut so, denn nachdem ich noch eine Runde bei den anderen schauen war, legten wir auch schon zusammen.

Auch heute sind wieder viele tolle Zeichnungen entstanden, seht selbst:

PS. Interessanterweise hat aber keiner das Denkmal gemalt… (woran das wohl gelegen haben mag?)

Steife Brise an der Hörn

Hallo liebe Leserinnen und Leser. Ich möchte euch noch von unserem Treffen am Dienstag den 21.07.2020 berichten, als wir an der Kieler Hörn zeichneten.

Bevor ich aber nach meiner Arbeit zur Hörn aufbrach, traute ich mich noch, mit der gegebenen Vorsicht, im Sophienhof einzukaufen. Ich befürchtete dadurch, nicht rechtzeitig einzutreffen, als ich schon vorsichtige Fragen dazu hörte, wer denn kommen wolle. Ich schrieb, dass ich mich wohl verspäten würde. Tatsächlich schaffte ich es gerade noch rechtzeitig vor dem vereinbarten Zeitpunkt dort einzutreffen.

Blick von der Hörn

Kurze Zeit später gesellten sich dann noch Hella und Susanne dazu. Gemeinsam guckten wir uns um, was man denn hier eigentlich zeichnen kann. Zunächst dachte ich an den „Hörn Campus“ selbst. Das große Gebäude, welches direkt zwischen Gablenzbrücke und Hörn steht. Sicherlich ein interessantes Motiv, doch ich hätte gegen die Sonne zeichnen müssen. Außerdem lockte mich doch wieder das Panorama der Hörn. Bloß schade, dass derzeit die Klappbrücke, wegen eines technischen Defekts, außer Betrieb ist.

Erste Skizze von Martin

Zunächst waren Wind und Wolken beim Zeichnen noch ganz angenehm, später wurden sie dann doch etwas störend. Spätestens als eine Windböe mir erst eine Seite meines Sketchbooks umklappe und dann noch mein Wassergefäß, einen zweckentfremdeten, wiederverschließbaren Kaugummitopf aus Plastik, von der Bank wehte. Hella wollte, wie gewohnt, etwas früher aufbrechen, weswegen wir unsere Bilder schon einmal zusammen legten. Susanne und ich blieben danach noch etwas. Wir colorierten unsere angefangenen Bilder zuende, bevor wir auch Feierabend machten.

Farbkleckse und Friedhofsgrün

Am vergangenen Sonntagmorgen, den 12.07.2020, blickten wir zunächst in einen recht blauen Himmel und erhofften uns gutes Wetter für unser Zeichentreffen. Doch leider zog es sich immer weiter zu. Da es aber nicht regnete, machten wir uns wie geplant auf den Weg zum Südfriedhof.

Kaum waren wir dort, sahen wir schon einige Zeichner, die warteten und weitere kamen nach und nach hinzu. Als wir bereits eine recht große Gruppe waren, begann es nun doch etwas zu regnen. Doch es war nur eine einzige „schwarze“ Wolke, sodass wir nach dem kurzen Regenschauer uns auf den Weg zu den „schönen“ Motiven machten.

Diese fanden wir in der Nähe des Haupteingangs. Schöne verzierte Grabsteine, schicke kleine und große Mausoleen und natürlich auch die schön gestalteten Gräber.

Ich musste zunächst eine kleine Runde machen, damit ich mich überhaupt für irgendein Motiv entscheiden konnte. Das war gar nicht so einfach. Und dann kam auch noch die Sonne hervor und brachte alles zum Leuchten. Für was also sollte ich mich entscheiden?

Da sich viele auf die eine Seite des Hügels setzten und zeichneten, zog es ich mich auf die andere Seite. Martin war gleicher Meinung, genauso wie Julia und Renate.

Als es nach etwa mehr als 1 Stunde schon wieder vom Himmel tröpfelte, hatte ich gerade meine Farbe aufs Papier gebracht und Martin setzte sich vor die Tür eines Mausoleums, um sein Bild trocken zu halten.

Auf der Suche nach einem 2. Motiv lief ich noch eine Runde durch den Friedhof und fand jede Menge weitere Motive. Doch diese würde ich nicht in 10-15 Minuten zu Papier bekommen, also lief ich weiter und entdeckte dabei ein kleines Eichhörnchen (siehe Video).

Dann war es auch schon 13 Uhr und wir versammelten uns so langsam wieder am Eingang, um unsere Bilder zusammen zu legen.

Eingenordete Kirche bei steifer Brise

Hallo liebe Leserinnen und Leser, mit kleiner Verspätung möchte ich euch noch von unserem Treffen am 07.06.2020 im Anscharpark berichten.

Der Tag begann mit blauem Himmel und sah (zumindest vom heimischen Erdgeschossbalkon in Richtung Hinterhof) aus, als wolle er recht schön werden. Angereist bin ich mit Melanie erneut mit dem Fahrrad. Für uns ist es einfach zum Anscharpark zu gelangen. Wir müssen das Rad nur den Hügel in Richtung zentrale Wik herunter rollen lassen. Dort angekommen, entdeckten wir auch schnell das erste bekannte Gesicht aus Vor-Corona-Zeiten.Wie immer trudelten dann auch mehr und mehr weitere Zeichner unserer Gruppe ein.

Den Anscharpark wollten wir ursprünglich erst eine Woche später besuchen, doch am Freitag vor dem Termin hat uns dankenswerterweise Sonja darauf hingewiesen, dass ausgerechnet an dem Sonntag eine Bombenräumung am Holsteinstadion stattfinden sollte, wodurch unser eigentlich designierter Zeichentreffpunt, der Nordfriedhof, direkt im Sperrbereich lag. So kamen wir also in den Genuss, uns eine Woche früher in dem ruhigen Anscharpark zu treffen. Dieser Park bietet viel freie Fläche um ausreichenden Abstand zu wahren und ist außerdem nicht so stark besucht, wie etwa der Schrevenpark im Zentrum von Kiel. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass es hier sehr viele alte Gebäude aus der Kaiserzeit gibt, als das ganze Gelände noch ein Marinelazarett war.

Ich habe viele der Gebäude inzwischen schon bei vorherigen Treffen oder erst kürzlich bei einem Virtualsketching zu Lockdownzeiten gezeichnet, so suchte ich mir an diesem Tag mal eine andere spannende Perspektive. Schnell stellte ich fest, dass sie echt kniffelig war. Ich neige dazu, gern alles zu zeichnen, was in meinem Blickfeld ist. Leider verschätze ich mich dann und wann auch mal bei der Größe von Gebäuden und müsste manchmal „anbauen“, um alles auf die Seite in meinem Sketchbook zu bekommen. Aus der Not habe ich in den letzten Monaten eine Tugend gemacht und nutze nun gern dieses Stilelement, indem ich einen Rahmen ziehe, den ich mit Teilen meines Motives überschreite. Ich finde, das lockert das Bild auf und hält mich davon ab, die komplette Fläche zu colorieren. Woran ich jetzt noch arbeiten muss, ist, das Bild mit all seinen schwierigen Perspektiven auch in der Zeit unserer Treffen fertig zu bekommen. Bei dem Treffen im Anscharpark hat es bei mir nur für das Linieren und das typisch norddeutsche Ziegelrot gereicht.

Martins Zeichnung in Linien

Im Laufe unseres Treffens trudelten noch mehr Zeichner ein. Trotz Corona verirrten sich auch einige interessierte Anwohner und Touristen in meine Nähe, um mir neugierig über die Schulter zu schauen. Normal neige ich ja gerne dazu, diesen Leuten zu zeigen, was ich hier so treibe, doch mich beschleicht in der momentanen Zeit schon ein mulmiges Gefühl, wenn mir manch einer zu nah auf die Pelle rückt. Mir ist da leider die Schnauze nicht so gewachsen, wie anderen Mitzeichnern, die letztens sehr nähebedürftige Leute lautstark auf Abstand brachten.

Was ich allerdings ganz gern mag, sind Leute, die auf Abstand bleiben und immer mal ein bisschen über die Geschichte ihres Viertels, das Motiv oder Gebäude zu erzählen haben. Auch an diesem Tag hatte ich einen netten älteren Herren, der nebenbei im Gespräch ein Detail erwähnte, welches mir nie so recht aufgefallen ist. Auf meinem Motiv an diesem Tag ist im Hintergrund die Petruskirche zu sehen. Besagter Herr erzählte mir, dass es die einzige Kirche sei, welche nicht wie üblich geostet wurde. *Der Bauherr Großadmiral Tirpitz ordnete auf Anregung des Garnison-Bauinspektors Adalbert Kelm an, die Kirche zur Verbesserung der städtebaulichen Wirkung entgegen den sonst üblichen Regeln, nicht zu osten, sondern zu norden. Dem preußischen Militär sind halt die christlichen Normen schnurz gewesen, wenn es um die Optik gehen sollte.

Melanie und Sonja vor ihrem Motiv

Leider zog der Himmel im Verlauf des Treffens immer mehr zu. Teils bekam ich ein paar Tropfen ab, welche mich allerdings nicht aus der Ruhe brachten. Jedoch kam eine steife kalte Brise auf, wodurch es immer kälter an den Fingern wurde. Als ich hörte, dass ein Teil der Zeichner schon gepackt hatte und aufbrechen wollte, trommelte ich schnell noch Melanie und Sonja zusammen, die verbissen ihre Zeichnungen vollenden wollten. Zusammen gingen wir zu unserem Treffpunkt auf der Wiese vor dem Atelierhaus, um dort unsere Bücher zusammen zu legen. Auch wenn es zuletzt etwas ungemütlich war, fand ich es wieder ein gelungenes Treffen und einen tollen Platz in Kiel, wenn man schwierige Architektur mag.

Quellenangabe: *Texpassage aus dem Wikipediaeintrag zur Petruskirche 2020-06-17: https://de.wikipedia.org/wiki/Petruskirche_(Kiel)

Beim Alten Mann aufs Meer schauen

Ich möchte euch noch von unserem Treffen am Dienstag den 25.02.2020 im „Der Alte Mann“ berichten. Dies ist ein kleines Café / Restaurant, welches sich in der alten Fischhalle beim Schifffahrtsmuseum befindet.

An diesem Dienstag hetzte ich bei strömendem Regen von meiner Arbeit durch die halbe Innenstadt zu unserem Treffpunkt. Dort erwartete mich ein warmer, trockener Platz und, so hoffte ich, Kaffee und Kuchen. Von der Brücke zwischen NDR und Museum aus konnte ich schon ein paar Zeichner am Fenster sitzen sehen, allerdings war der Tisch schon voll besetzt und alle waren eifrig am Zeichnen.

Als ich mich umguckte, merkte ich erst, dass die umliegenden Tische auch schon von unserer Gruppe in Beschlag genommen wurden, worauf ich mich direkt zu den Zeichnern setzte. Was mich direkt beim Betreten angelacht hatte, war ein lecker Käsekuchen, wozu natürlich ein Cappucino nicht fehlen durfte. Beides war schnell bestellt und geliefert. 🙂

Mein Motiv war für mich schnell klar. Es musste ein Bild mit Blickrichtung Ostufer und den Kränen der German Naval Yards werden (ehemals HDW). Nun fehlte mir nur noch etwas/jemand für den Vordergrund. Da kam es mir recht gelegen, dass sich jemand von unserer Gruppe erbarmte, um vor mir (Rücken-) Modell zu sitzen. Nachdem ich nur den Hintergrund mit dem Blick aus dem Fenster auf die Kräne coloriert hatte, stellte ich allerdings fest, dass der Vordergrund weiß in weiß gar nicht zur Geltung kam. So entschied ich mich dazu, während es draußen grau in grau war und in Strömen regnete, auch im Vordergrund noch ein paar Farbakzente zu setzen.

Diesmal wurde es nur ein kurzes Zeichnen für mich, denn die Anderen waren alle schon eine halbe Stunde vor mir da und wollten dementsprechend auch schon früher wieder aufbrechen.

Im Anschluss an das Zusammenlegen colorierte ich noch etwas nach. Einzig Julia, welche nach mir zu uns gestoßen war, blieb noch etwas länger, um ihr Bild ebenfalls auszuarbeiten.

Zwischen Filmrolle und Bar

Vergangenen Dienstag, den 18.02.2020, trafen wir uns wieder einmal im Studio Kino zum Zeichnen.

Als ich zum Kino abbog, sah ich auch schon Monika und gemeinsam gingen wir in den Café- bzw. Barbereich des Kinos. Dort suchten wir uns einen gemütlichen Platz und packten unsere Zeichensachen aus. Einige Minuten später gesellte sich auch noch Martin zu uns, während wir schon unsere Motive im Blick hatten und zeichneten.

Bei Kaffee und Kakao genossen wir den Blick auf das Treiben unten auf dem Dreiecksplatz und die Gespräche der Leute rings um uns.

Gegen Ende kamen auch weitere Gäste, denn bald begannen die Vorstellungen. Sie füllten die leeren Plätze und brachten mit ihren Gesprächen Schwung in die Bude. Doch wir brachen auf, denn wir hatten unsere Zeichnungen schon fertig.

Kaffeekränzchen im Möbelhaus

Wiedereinmal trafen wir uns im Ikea Restaurant an einem Dienstag (den 04.02.2020 um genau zu sein).

Als wir ankamen, entdeckten wir Julia, die sich an einen Tisch in der Mitte platziert hatte. Wir gesellten uns zu ihr, organisierten Getränke und Kuchen und schwatzten während wir zeichneten und unseren Kuchen sowie Getränke genossen. So verging die Zeit wie im Fluge und wir legten unsere Zeichnungen zusammen für ein Gruppenbild.

Im Anschluss hatten Martin und ich geplant noch auf eine kleine Shoppingtour durchs Ikea zu gehen. Diese zog sich dann so lange hin, dass wir viertel vor Acht freundlich gebeten wurden uns auf den Weg zur Kasse zu machen. Wir haben zwar einiges finden können, was wir gesucht hatten (und sogar auch was wir nicht gesucht sondern einfach gefunden haben), doch leider bei weitem nicht alles.

Jazzige Musik – gesketcht

Heute möchte ich euch, liebe Leserinnen und Leser, darüber berichten wie wir Musik gezeichnet haben. Nun eigentlich die Musiker des Statt-Quartett`s aus dem Statt-Café, welche dort am 03.02.2020, mit dem Gast „Kisha“ aus dem Libanon, aufgetreten sind.

Unserem Sondertreffen an einem Montag Abend ging die Idee von Susanne B. voraus, welche eine langjährige Besucherin dieser Abende ist. Sie regte an, man könnte ja auch einmal versuchen dort bei einem Auftritt des Statt-Quartetts zu zeichnen. Vielen herzlichen Dank noch einmal für diese Idee.

Melanie und ich kamen, nachdem wir in der Nähe gegessen hatten, recht pünktlich zu unserem Treffen am Statt-Café an. Alle anderen Anwesenden waren pünktlicher als wir, doch es war noch Platz an dem Tisch, den Susanne schon seit 19 Uhr besetzt hielt.

Direkt zu Beginn kam Susanne dann darauf, dass man nun ja endlich einmal Musik zeichnen könne. Woraufhin ich schelmisch entgegnete: „Du, Musik zeichnen sie schon seit Jahrhunderten. Sie haben es Noten genannt und ganze Stücke damit aufs Papier gebannt.“

Heute allerdings versuchten wir uns weniger an abstrakten Zeichnungen der Töne, sondern vom Einstimmen an, an den Musikern mit ihren Instrumenten sowie der Inneneinrichtung und dem Publikum des Statt-Cafés. Dabei bestellte jeder das ein oder andere Getränk, während immer mehr Publikum eintrudelte. Besonders fasziniert war ich von dem großen Kontrabass, solch einen hatte ich bis dato noch nicht in Aktion gesehn.

Gegen 20 Uhr startete dann das Statt-Quartett richtig. Vorgestellt wurde dabei der Gast des Abends, der blinde Musiker Kisha (wenn ich es richtig verstanden habe) mit seinem arabischen Instrument der Oud. Diesem Vorläufer der europäischen Laute entlockte er typisch arabische Töne, welche die Musik des ganzen Abends interessant gestaltete.

Wärend die Musiker ihr Bestes gaben, waren wir Zeichner vollauf damit beschäftigt, soviel von ihnen einzufangen, wie uns möglich war. Zwischendurch konnte man dann den Fokus mal ganz auf die Musik legen und zusehen und lauschen. Es ist schon etwas ganz spezielles, Livemusik zuzusehen und zu lauschen. Besonders das nicht exakt durchgeplante, sich gegenseitig aufeinander einstellen der verschiedenen Musiker dieses Jazz Quartetts hat mich echt berührt. Es ist weniger ein Nachspielen bekannter Stücke sondern viel mehr auch ein Miteinander verschiedener Instrumente und oft auch adhoc Interpretation gewesen. Neben dem Kontrabass und der Oud war es auch faszinierend, dem Saxophonisten und Blechbläser Jens Torsdorf zuzusehen. Dieser spielte über den gesamten Abend, je nach Stimmung der Lieder, verschiedene Instrumente.

Mich hat der Abend schon sehr inspieriert und ich trauere noch dem Umstand nach, dass ich in meiner Kindheit nicht lernen konnte, ein Instrument zu spielen und nun nicht mehr die Zeit dazu habe. Nunja dafür verstehen wir uns jetzt aufs Zeichnen und Malen.

Nachdem das Statt-Quartett seinen Auftritt beendet hatte, legten auch wir unsere Bilder zusammen. Alle Zeichner sind bis zum Ende geblieben und auch heute konnten sich die Ergebnisse wieder sehen lassen. Inzwischen habe ich das Gefühl, dass es auch bei mir langsam etwas wird, mit dem „Personen wiedererkennbar“ zeichnen.

Die einhellige Meinung der Zeichner an diesem Abend war jedenfalls, dass wir solch ein Treffen bei einem Konzert des Statt-Quartetts gerne wiederholen können. Susanne fragte unlängst bei WhatsApp, wer denn alles am nächsten ersten Montag im Monat wieder Lust hätte, sich zum Zeichnen erneut dort zu treffen.