Kiel im Dämmerlicht

Hallo liebe Leserinnen und Leser. Heute möchte ich euch über unser Zeichnertreffen am Dienstag, den 19.11.2019 im Längengrad berichten.

Wie üblich kam ich nach der Arbeit etwas verspätet an unserem Treffpunkt an. Auf dem Weg fragte ich, per Whatsapp, schon einmal bange in die Runde, ob denn schon jemand da wäre. Ich hatte schonmal erlebt, dass ich alleine zu einem Treffen im Schwedenkai kam. Vor dem Schwedenkai konnte ich noch den farbenfrohen Sonnenuntergang über Kiel genießen, der in Rot- und Rosatönen die Wolken färbte.

Als ich dann mit dem Fahrstuhl oben im Längengrad ankam, entdeckte ich aber zum Glück 4 Zeichner in der hinterletzten Ecke versteckt. Mir fiel ein Stein vom Herzen. Diese waren einfach zu sehr ins Zeichnen vertieft, um mir auf Whatsapp zu antworten.

Nachdem ich mich zu ihnen gesetzt hatte, schaute ich mich erst einmal um. Den Blick aus dem Fenster auf die Wallstraße hatte ich zuletzt schon eingefangen. Außerdem wurde es draußen gerade langsam so richtig dunkel und es war absehbar, dass dort bald nichts mehr zu erkennen wäre. So entschied ich mich dafür die Bar von dieser Position aus zu Zeichnen.

Bald schon mussten jene, welche den Blick aus dem Fenster auf Kiel geworfen hatten, die Stifte und Pinsel weglegen. Es wurde zu duster. Generell herrschte im Längengrad ein ziemliches Dämmerlicht, was das Zeichnen der Bar und der Personen nicht einfacher machte. Besonders schwer finde ich es die Farben richtig einzuschätzen und nicht zu bunt zu werden, wenn ich in einem schlecht beleuchteten Raum sitze.

Die gesammelten Werke mussten heute einmal mit Blitz abgelichtet werden. Danach unterhielt ich mich noch eine ganze Weile, bevor ich mich auf den Heimweg machte.

Die Vermessung der Welt – Zeichnen im „Längengrad“

Moin, heute möchte ich euch von unserem kleinen aber feinen Treffen bei Kaiserwetter im Längengrad, im vierten Stock des Ostseekai’s berichten.

Diesen Dienstag herrschte sehr schönes Wetter, mit blauem Himmel und ohne ein einziges Wölkchen. Jedoch hatte es der beißend kalte Nordwind richtig in sich. Bei einem bloßen Blick aus dem Fenster meiner Arbeitsstelle lockte mich schon die Aussichtsterasse. Auf dem Weg zum Bootshafen jedoch verwarf ich diese Idee ganz schnell wieder und zog mir Mütze und Schal fester an, um dem Wind keine Angriffsfläche zu bieten.

Mit Melanie kam ich gemeinsam etwas später als 16 Uhr zum geplanten Treffepunkt. Als wir durchgefrohren oben ankamen, freute es uns, dort im beheizten und recht leeren „Längengrad“ unterschlupf suchen zu können. Im laufe des Spätnachmittags / Abends waren wir zwischenzeitig vier Zeichner/innen.

Viele lockte die Ansicht der schick eingerichteten Bar mit einem großen Budda – Kopf. Mich lockte mehr die Aussicht aus dem Fenster nach Norden auf das Schiffahrtsmuseum, den Satori & Berger Speicher und die Straße am Wall. Was mich besonders freute, war das schöne blaue Wasser und dass sich einige Schiffe mal kurz in Pose „warfen“, um sich von mir aufs Bild bannen zu lassen.

Plätze waren zu Beginn noch recht viele frei und ich bekam sogar meinen Kaffee direkt bis an das Fenster geliefert, an dem ich mich zum Zeichnen niedergelassen hatte. Später setzte ich mich zu den Anderen an einen Tisch nahe des Ausgangs zur Dachterasse, um mich auch der Bar zu widmen. Gegen 19 Uhr hin schien das Längengrad allerdings recht ausgebucht zu sein und wurde sehr voll, sodass auch wir den Tisch räumen mussten, um den Gästen zum Abendessen Platz zu machen. Nicht ohne zuvor noch unsere Ergebnisse zusammen zu legen.

Alles in Allem ist das Längengrad zur Dienstagszeit ab 16 Uhr ein toller Treffpunkt mit vielfältigen Aussichten, Ansichten und Motiven für vielerlei Geschmäcker. Ich freue mich nun auf den Sommer, um einmal die Aussichtsterasse in Richtung Hörn nutzen zu können.

Hoernblick