[Nachtrag] Forschungsreisende…

Nachdem Martin und ich etwas zu spät zum Besprechen der Bilder kamen, waren leider unsere Bilder nicht auf dem Gemeinschafts-Foto mit drauf. Macht aber nix, wir haben selbst auch Fotos gemacht.

Der Pinguin hat mir fabelhaft Modell gestanden 🙂

Beim Seehund war ich dann doch etwas ungeduldig (zumal ich mit meiner Zeichnung nicht zufrieden bin) und bin dann zu den Schildkröten gegangen…

Martin folgte mir, nachdem er seine Papageientaucher und das Walskelett fertig gezeichnet hatte.

Und zeichnete dann dieses Meisterwerk:

Im Gegensatz zu meinen Skizzen sieht die toll aus, finde ich. Aber gut, ich hab auch ein bisschen mit dem grauen Papier herumexperimentiert. Das war nämlich das erste mal, dass ich auf grauem Papier gezeichnet habe und nur schwarz und weiß verwendete.

Nach der Bilderbesprechung zeichnete ich noch zwei Möwen im Flug, während Martin weiter an seiner Schildkröte feilte.

Gegen 15 Uhr verließen dann auch wir das Museum.

Forschungsreisende unterwegs

In einem der schönsten Museumsbauten Deutschlands, dem Zoologischen Museum in Kiel, sind wir diesmal auf Entdeckungsreise gegangen. Kaum hatten wir das Gebäude betreten, strömten alle auch schon als Forschungsreisende in die verschiedenen Ausstellungsräume und hielten ihre Beobachtungen in Zeichnungen und kleinen Texten fest. Genauso hat es schon Alexander von Humboldt gemacht, der auf mehreren tausend Tagebuchseiten hunderte von gezeichneten Studien von seinen Reisen mit nach Hause brachte.

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Besonders beliebt war die Abteilung mit den europäischen Vögeln. Etwa 300 Exponate in allen erdenklichen Größen hat das Museum zu bieten. Vor Begeisterung über die Motive hielt es nicht jeden auf seinem Hocker. Hoch konzentriert werden die Kraniche gleich im Stehen zu Papier gebracht.

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Vor den Vitrinen saß man Auge in Auge mit seinem Lieblingsmodell.
Wer hier jedoch wen beobachtet war nie so ganz klar.

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Spannend wurde es auch auf den Galerien rund um die große Ausstellungshalle. Obwohl es fast wie eine moderne Deckenleuchte wirkt, ist dies das Skelett eines riesigen Pottwals von hinten gesehen. Zusammen mit der Architektur im Hintergrund wanderte diese Ansicht mehrfach in die Skizzenbücher.

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Und was hier für den Außenstehenden wie das dramatische Ende einer Beziehung wirken mag, ist für den Urban Sketcher manchmal schlicht und ergreifend durch die Motivwahl zwischen Alpenstrandläufer und Sandregenpfeifer bedingt, die sich in unterschiedlichen Vitrinen befinden.

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Zum Schluss haben wir unsere Ergebnisse wieder zusammengetragen und an der Kasse mit dem Museumsstempel abstempeln lassen. Da ein Museum natürlich seine Ausstellungs-stücke schützen möchte, ist die Verwendung von Wasser zum Vermalen von Farbe nicht erlaubt. Da wir mit unserem Material dadurch eingeschränkt waren, brachte das einige von uns auf die schöne Idee, gleich farbiges Papier zu verwenden.

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Vielen Dank an das Zoologische Museum für die freundliche Aufnahme und das geduldige Stempeln. Wenn die Buntstifte wieder gespitzt sind werden wir bald erneut zu einer Forschungsreise durch dieses besondere Haus aufbrechen.