An der Hörnbrücke zur Kieler Woche

Als wir die Terminplanung machten, hatten wir völlig vergessen, dass in diesem Jahr die Kieler Woche wieder im September stattfindet. Ich selbst bin zwar sehr an die Kieler Woche interessiert und hatte auch ein Kinderbuch darüber geschrieben (ANNA), aber da die KiWo bisher immer im Juni stattfand (außer letztes Jahr), hatte ich das einfach nicht mehr im Blick. So wählten wir eher zufällig den Platz an der Hörnbrücke für den Dienstag, den 07.09. zum Zeichnen.

Wie immer zur Kieler Woche, war ziemlich viel los. Dieses Mal natürlich mehr auf dem Wasser, denn die ganzen Stände, die sonst hier zwischen der Hörn und dem Germaniahafen standen, gab es zu dieser Kieler Woche nicht. Umso mehr hatte man den Blick auf die Schiffe, die hier ein- und ausliefen. So sah man auch die Freya, die von einer Tour zurückkam, um an ihren Liegeplatz an der Hörn anzulegen.

Nach etwa einer Stunde stand die Sonne so tief, dass ich Schwierigkeiten hatte, mein Motiv im Gegenlicht zu erkennen. Warum musste ich heute aber auch unbedingt mit Gouache malen? So wurde mein Bild nicht fertig und das demotivierte mich etwas. Erst als ich das Bild von weiter weg betrachtete, beim Zusammenlegen, fand ich es doch gar nicht so schlecht. Hier bestätigt sich wieder die Aussage „Man sollte Abstand zur Zeichnung haben und nicht die ganze Zeit am Papier kleben“.

Hier seht ihr also unsere diesjährigen „Kieler Woche – Impressionen“ an der Hörnbrücke:

Spätsommer in Sigrids Garten

Nachdem wir im vergangenen Monat bei Susanne im Garten gemalt haben, hat uns dieses Mal, am Sonntag den 05.09., unsere Mitzeichnerin Sigrid, in ihren Garten, eingeladen.

Als Martin und ich ankamen, wurden wir bereits freudig erwartet und Sigrid zeigte uns ihren Garten. Dabei wies sie auch auf einige Plätze hin, die sie als mögliche Malplätze vorschlug. Hinter dem Haus versteckte sich noch eine überdachte Terrasse, auf der sie Stühle und Tisch platziert hatte, falls es zu kalt oder zu nass werden sollte. Doch wir hatten Glück, denn die Sonne kam so langsam durch die Wolken hindurch. Der Hochnebel löste sich sehr langsam aber sicher auf. Während wir plauderten und uns nebenbei Motive suchten, kamen schon die nächsten in den Garten.

Bei der Fülle an Motiven fiel es mir gar nicht leicht ein Motiv davon auszuwählen. Nach einer Tasse Tee und einem Bissen von dem Stück Kuchen, den uns Sigrid gebacken hatte, nahm ich dann einfach das, was vor mir lag: Der Blick um die Ecke des Hauses hin zur Terrasse. Martin füllte gleich ganze zwei Seiten seines Skizzenbuches, weil er einfach alles erfassen musste. Überall saßen die Zeichner im Garten verteilt und doch irgendwie zusammen. Wie witzig wäre es gewesen, wenn die Hühner sich noch dazwischen gesetzt hätten, aber die waren leider ganz schüchtern und blieben im Gehege.

Auch an diesem Tag kamen soviele Zeichner zusammen wie im ganzen Sommer noch nicht an einem Tag. Wir waren ca 15 Sketcher! Es gab wieder tolle Gespräche. Ein paar neue Gesichter waren unter uns, die natürlich auch noch einige Fragen zum Material usw. hatten. So verging die Zeit wie im Flug und nach einer Weile legten wir dann unsere Bilder zusammen. Ob wir hier nun 2 Stunden oder mehr am Zeichnen waren, habe ich gar nicht mehr mitbekommen. Denn im Garten, beim Malen mit Freunden, kann man schon mal die Zeit vergessen.

An dieser Stelle möchte ich mich daher im Namen aller noch einmal bei Sigrid und ihrem Mann für die nette Einladung bedanken, für den leckeren Kuchen, Tee und Kaffee und natürlich für eure Fürsorge. Ihr seid so liebe und tolle Gastgeber! Noch einmal herzlichen Dank für diesen tollen Tag bei euch im Garten!

Dem Wetter trotzen an der Düppelwache

Hallo liebe Leserinnen und Leser. Heute schreib ich mal wieder einen Beitrag für Euch. Diesmal über unseren Blitzbesuch, am Sonntag den 29.08.2021, bei dem 1. Polizeirevier von Kiel, auch bekannt als Düppelwache.

An diesem recht grauen Tag zwang ich mich diesmal allein dazu zu unserem Zeichentreffen zu fahren obwohl es am Morgen noch kräftig geregnet hatte. In den vorangegangenen Wochen hatten sich Melanie und ich, wegen des vermeintlich schlechten Wetters, etwas rar gemacht und so hatte ich an diesem Morgen ein schlechtes Gewissen, wieder nicht zu erscheinen. Ich setzte mich nach dem Frühstück auf mein Fahrrad und fuhr los. Die grobe Richtung wusste ich, jedoch war ich lange nicht in Düsternbrook unterwegs und habe unseren Zeichenort erstmal großräumig eingekreist, bis ich endlich dahin fand. Zur Überraschung der schon anwesenden Mitzeichner aus einer seltsamen Richtung.

Die 1. Polizeistation Kiel im Stadtteil Düsternbrook

Jutta hatte es sich schon bequem gemacht, Gundula und Michaela trafen kurz nach ihr ein. Ein Glück gibt es einen großen Fahrradabstellbereich direkt an der Kreuzung vor der Düppelwache, denn jeder traf heute mit dem Rad ein.

Ich suchte mir nach einer kurzen Einführungsrunde dann einen Platz mit interessanter Ansicht des 1. Polizeireviers. Leider direkt unter einem regennassen Baum! Was tut man nicht alles für die perfekte Perspektive. 😉 Jedenfalls tropfte es unaufhörlich, von den vom Wind bewegten Ästen, herunter. Meine Mitzeichner verteilten sich in Rufweite rund um die Kreuzung. Die Meisten von ihnen nicht unter den vielen Bäumen. Ich fand es während dem Zeichnen erstaunlich, was hier an einem Sonntagmittag so los war. Zumal das Wetter nicht dazu einlud, vor die Tür zu gehen. Es war hinter der Regenfront kühl und zugig geworden. Etwa eine halbe Stunde nachdem ich mit meiner Bleistiftskizze begonnen hatte, traf auch noch Benita ein und machte die mutige, vermeintlich wetterfeste Gruppe für diesen Tag komplett.

Die Perspektiven und die verspielten Elemente an dem Gebäude der Düppelwache sowie die davor stehenden obligatorischen Polizeiautos machten die Vorskizze für mich schon so komplex, dass ich danach gerade noch so zum ersten Farbauftrag mit meinen Aquarellfarben gekommen bin. Der Baum malte in derzeit mit, indem er immer mal wieder ein paar Tropfen auf mein Skizzenbuch fallen ließ. Ich konnte es jedoch so begrenzen, dass zu erkennen war, was es werden sollte. Die sketchigen Linien mit meinen Finelinern von Pigmamicron fehlten zu diesem Zeitpunkt noch. Meinen Mitzeichnerinnen jedoch wurde es nach etwas über einer Stunde zu ungemütlich. Recht hatten sie! Es war nass, kalt und zugig. Ich hatte das zwar eine Weile verdrängt, merkte es jedoch auch in den Gliedern, nachdem ich mich aus meinem „Flow“, von meinem Stuhl, gelöst hatte. Ich ging zu ihnen, um unsere Bilder zusammen zu legen, bevor sich alle in die Wärme und Trockenheit unserer Wohnungen zurückzogen. Kurz zuvor kamen noch Bekannte von Michaela zufällig vorbei, welche uns beim Zeichnen über die Schulter geschaut hatten. So kamen wir noch zu einem der wenigen kompletten Gruppenfotos der letzten Zeit und ich hab nebenbei noch einen interessanten Fakt über die Kreuzung aufgeschnappt, die von den Ansässigen als „Murmelbahn“ bezeichnet wird. Hier laufen Sternförmig alle Abwasserkanäle der umliegenden Straßen zusammen. Es gibt hier viele Kanaldeckel und man kann ein leises „murmeln“ vom Wasser hören.

Danke an alle mutigen Mitzeichner, die sich zumindest für eine Weile dem Ekelwetter an diesem Tag gestellt haben. Norddeutsche Sketcher sind halt doch härter. Zumindest für eine Stunde. :-p

Der Wasserturm im Abendlicht

Am vergangenen Dienstag, den 31.08. haben wir uns am Ravensberger Wasserturm zum Zeichnen getroffen. Während Martin und ich im Schatten auf weitere Zeichner warteten, gesellte sich auch eine Neue zu uns. Wir plauderten und nach einer Weile suchten wir uns den passenden Malplatz.

Während wir schon die ersten Linien zu Papier brachten, kamen noch weitere Sketcher. Sie begrüßten uns, schauten uns dabei über die Schulter und begannen dann auch zu Zeichnen.

Zwischendurch besuchte uns ein junges Mädel, die unbedingt wissen wollte, was wir denn malen.

Nach einer Weile hatten wir alle das Gefühl, einen Sonnenbrand zu bekommen, da es wieder so warm geworden ist. Dennoch versteckten wir uns nicht in den Schatten, sondern nutzten die Sonne für unser abschließendes Zusammenlegen.

Zwischen Alten Botanischen Garten und Kunsthalle

Zum Zeichnen trafen wir uns an diesem Dienstag, den 24.08., im Park nördlich der Kunsthalle. Dieser Park ist so unscheinbar, das so mancher gar nicht wusste, dass es dort einen gibt. Nachdem dann aber alle zu uns gefunden hatten, suchten wir uns wie immer ein Motiv. Doch das war irgendwie gar nicht so einfach.

Ich überlegte schon seitdem ich angekommen war, was ich malen sollte (und ich war mehr als überpünktlich am Treffpunkt), aber so recht sprach mich kein Motiv an. Außerdem stellte ich mir die Frage: Aquarell oder Gouache? Da ich beides sehr liebe, fiel mir auch diese Entscheidung nicht leicht. Um dann überhaupt anzufangen, nahm ich mir den Weg durch den Park vor und malte dann mit Aquarell. Nach etwa einer Stunde empfand ich mein Bild für fertig und widmete mich einem weiterem Motiv. Hier nahm ich dann die Aussicht aufs Wasser und den Kran. Auf Architektur hatte ich heute irgendwie keine Lust. Aber das war auch gut so, denn so haben wir beim Zusammenlegen wieder unterschiedliche Motive von einem Platz entdeckt.

Einblicke in den Düvelsbeker Weg

Am Dienstag, den 10.08. haben wir, Benita, Jutta, Julia, Martin und ich, uns auf der Grünfläche vor dem Juwelier am Belvedere getroffen. Zum Mittag befürchteten wir schon, es würde ins Wasser fallen, da es so heftig schüttete. Aber zum Glück verzog sich die Regenwolke und wir hatten einen schönen sonnigen Nachmittag/Abend.

Wie bei jedem Treffen, warteten wir auch dieses Mal noch einen Moment, ehe wir uns verteilten. Martin blieb jedoch an unserem Treffpunkt, um mögliche verspätete Zeichner „abzufangen“. Jutta und Benita nahmen sich den nahegelegenen Spielplatz vor, ich hingegen setzte mich auf den Grünstreifen in der Mitte der Straße (Düvelsbeker Weg) und Julia saß ebenfalls in der Straße, jedoch ein Stück weiter unten.

Tief versunken in meine Arbeit verging die Zeit wie im Fluge. Das einzige, was mich auf dieser „Insel“ störte, war der Lärm der Autos auf der gepflasterten Straße. Ich dachte, hier wäre weniger los. Das traf wohl aber nicht für diese Uhrzeit zu.

Doch auf einer „Insel“ zu sitzen, fällt auch auf. So wurde ich von einem netten Mann angesprochen, der mich dort sitzen sah. Als er dann sah, dass ich zeichne, wunderte er sich und fragte mich, warum ich ausgerechnet dieses Haus wählte, es zu zeichnen. Mir gefällt das Haus, vor allem der turmartige Teil. Der Mann erzählte, dass er dort wohne und war begeistert von meinem Bild. Er erzählte mir auch, dass man die bunten Verzierungen unter den Fenstern erst viel später anbrachte, als es renoviert wurde. Nur, was es genau darstellen sollte, das konnten wir nur vermuten. Vielleicht Radieschen?

Nach etwa 1 1/2 Stunden fand ich, dass mein Bild fertig war und suchte ich die anderen auf. So legten wir dann gegen 19 Uhr unsere Bücher zusammen und freuten uns über die Ergebnisse. Selbst der nette Herr schaute sich die tollen und verschiedenen Ergebnisse an. Aber von meinem Bild war er so begeistert, dass ich es für ihn noch einmal hielt, damit er ein Foto machen konnte.

Nachdem wir uns von allen verabschiedet hatten, liefen wir zur Forstbaumschule. Dort hatten wir einen Tisch reserviert, denn wir hatten etwas besonderes zu feiern: Unseren Hochzeitstag. Denn vor genau 1 Jahr haben wir geheiratet. Dabei haben wir festgestellt, dass wir letztes Jahr viel besseres (und wärmeres) Wetter hatten.

Bootsfragmente

Bis zu unserem Treffen am Dienstag, den 20.07. hatte ich mein Rad nicht reparieren können, daher kam ich dieses Mal mit dem Bus in die Stadt zum Germaniahafen. Da ich etwas früh dran war, machte ich noch eine Runde um die Hörn (anstatt über die Klappbrücke zu laufen).

Trotz des schlechten Wetters (grau und nicht so warm), war hier reger Betrieb. Martin schlich sich „von hinten“ heran, denn er hatte mich gesehen, als er von der Arbeit kam und fuhr mit dem Rad hinterher. Gemeinsam nahmen wir auf einer Bank am Germaniahafen Platz und warteten sehnsüchtig auf die anderen. Bald kam auch schon Christof und Monika entdeckte ich auch. Doch sie sah uns nicht. Nach einiger Zeit fand sie uns aber und gesellte sich zu uns.

Anschließend suchten wir uns einen schönen Malplatz und verteilten uns in Bootsnähe. Denn, wenn man am Germaniahafen zeichnet, gehört ein Boot/Schiff einfach immer ins Bild, oder?

Am Anfang total unentschlossen (und laut denkend „Was male ich bloß?“), nahm ich Monikas Idee: Male doch ein Detail. Das habe ich dann gemacht. Bei dieser „Detailarbeit“ nutzte ich wieder Aquarellfarben. Irgendwie dachte ich, das sei schicker. Für die weißen Stellen („Highlights“) nutzte ich Gouache, da ich deckend auf die Aquarellfarben malen wollte.

Nach etwa 1 1/2 Stunden wurde uns frisch und so legten wir unsere Bücher zusammen.

Bunte Farben im saftigen Grün

Am Sonntag, denn 11.07. waren wir zum Zeichnen wieder im Botanischen Garten. Unsere Gruppe hatte sich dieses Mal dort getroffen, um wieder ein paar Blumen zu malen (und natürlich auch anderes). Schon zu Beginn verteilten wir uns alle recht gut, sodass ich am Ende gar nicht wusste, wer denn alles da war.

Bei dem heißen Wetter suchte ich mir ein schattiges Plätzchen, sodass ich die anderen gar nicht sah. Nur ein paar wenige liefen mir über den Weg. Also konzentrierte ich mich voll und ganz auf die bunten Blüten.

Zuhause hatte ich einige Tage zuvor schon ein paar Blumen gemalt, sodass ich schon etwas in Übung war, Pflanzen zu malen. Daher konnte ich recht zügig die beiden Blüten und ihr Blattwerk zu Papier bringen. Dennoch hatte ich am Ende nur noch etwa 30 Minuten für ein weites Bild. Doch das musste ich erst noch finden.

Nachdem ich also noch ein bisschen auf der Suche war, fand ich bald eine schöne leuchtend gelbe Lilie. Doch ich sah auf die Uhr und wusste, viel Zeit bleibt mir nicht, sie zu malen. Also „huschte“ ich die Blume schnell hin. Zufrieden war ich damit aber nicht und überlegte, ob es eine gute Wahl war, die Blume mit Aquarellfarben zu malen.

Gegen 13 Uhr versammelten wir uns wieder am Haupteingang des botanischen Gartens und legten unsere Bilder zusammen und plauderten noch eine Weile, auch wenn uns die Sonne ziemlich heftig auf der Haut brannte.

Strahlendschöner Anschartag

Hallo liebe Leserinnen und Leser, in diesem Beitrag möchte ich euch über unser Treffen am Sonntag den 04.07.2021 auf dem Anschargelände rund um das Atelierhaus berichten.

Auch wenn an diesem Tag, wie so oft in diesem Jahr, schlechtes Wetter angekündigt wurde, machten sich Melanie und ich an diesem Morgen nach einem Blick aus dem Fenster auf den Weg zu unserem Treffpunkt im Anscharpark. Ohne mich einzucremen traue ich mich in diesem Sommer nicht aus dem Haus und kann mich an solch sonnigen Tagen auch nur im Schatten aufhalten. Schnell stellte sich heraus, dass es wirklich bestes Wetter war, um diesen Malplatz zu genießen.

Das Anschargelände ist ein ehemaliges Marinelazarett und um den gleichnahmigen Park stehen auch noch ein paar der Häuser aus dieser Zeit. Ich finde die Architektur dieser Zeit total schön. Zweckmäßig und doch mit vielen tollen Details, welche es manchmal schwer machen, die Gebäude beim Sketchen zu erfassen. Es macht mir aber irrsinnig Spaß, die zu vereinfachen und trotzdem einen Wiedererkennungswert des Gebäudes zu erhalten.

Als wir mit dem Fahrrad eintrafen, hatten sich schon ein paar Zeichner eingefunden und sogar schon ihre Claims abgesteckt. Da ich bei vergangenen Treffen an diesem Ort schon einige der Häuser gezeichnet hatte, musste heute mal etwas anderes her, dass ich noch nicht ins Skizzenbuch gebannt hatte. So zog ich mit Melanie im Schlepptau um das Atelierhaus, bis ich auf der Straßenseite im Schatten einen Platz mit einer interessanten Perspektive auf das noch nicht renovierte Lazarettgebäude fand. Melanie zog es an diesem Tag dann doch zurück zum Kesselhaus wo sie sich einen Platz zum zeichnen suchte.

Die Zeit vergeht beim Zeichnen wie im Flug, auch wenn ich mir diesmal eine so verflixt schwere Perspektive ausgesucht hatte, die mich dazu brachte, die Bleistiftskizze mehrfach zu überarbeiten. Nachdem ich mit der Vorskizze halbwegs zufrieden war, habe ich mit meinen Aquarellfarben etwas coloriert, aber in diesem Fall auch einiges einmal weiß gelassen. Ich habe mir mittlerweile angewöhnt, im Anschluss noch mit meinen Pigmamicron knackig schwarze Linien zur Detailausarbeitung einzufügen. Während der Arbeit kamen immer wieder neugierige Touristen sowie Ortsansässige vorbei, um bei mir und den anderen über die Schulter zu schauen. Außerdem hatte ich nach einiger Zeit Gesellschaft von Jutta, die ein paar Meter entfernt auch dieses Gebäude zeichnete. Renate und der Mann von Jutta schauten zwischendurch auch vorbei. So vegingen unsere 2 Stunden an diesem tollen Malplatz wie im Fluge. Allerdings ärgere ich mich ein wenig, dass mir erst später beim Vergleich auffiel, dass ich die Perspektive des nächsten Gebäudeflügels nicht gut eingefangen habe. So hat mein Bild ein wenig von einer Fischaugenoptik des Gebäudes bekommen.

Martins Bild vor dem Motiv

Nachdem ich also mit meinem Bild mehr oder weniger zufrieden für heute war, ging ich eine Runde um das Atelierhaus herum, um nach meinen Mitzeichnern zu schauen und sie alle zu einem gemeinsamen Zusammenlegen zu rufen. Es war gar nicht so leicht, diesmal alle zu finden, denn wir waren heute richtig viele und wirklich rund um das Atelierhaus verteilt.

Als ich sie alle gefunden hatte, haben wir, wie üblich, unsere Bilder zusammengelegt, um ein Bild gesammelter Werke machen zu können. Danach folgte noch ein kleiner Plausch über unsere Bilder, verwendete Materialien und den Einsatz von ihnen. Es sind wieder viele verschiedene schöne Werke zusammen gekommen und sie können sich alle sehen lassen. Schaut selbst:

Für Melanie und mich war der Tag damit aber nicht zuende. Wir sind danach noch mit dem Fahrrad an den Strand zwischen Falkenstein und Schilksee gefahren, um endlich einmal in diesem Jahr, im Meer baden zu gehen.

Steine, Steine und noch mehr Steine

Am Sonntag, den 27.06.2021, trafen wir uns an der Kapelle auf dem Nordfriedhof. Als wir letztes Jahr hier waren, hatte ich nicht mitgezeichnet, da ich für unsere Gruppe ein Video gemacht habe, welches ihr hier noch einmal anschauen könnt:

Filmreif sketchen auf dem Nordfriedhof

So freute ich mich, dass ich heute hier zeichnen und malen konnte. Genau wie letztes Jahr, hatten wir auch an diesem Tag bestes Wetter, nicht zu warm, aber angenehm. Zumindest bis sich die letzten Wolken verzogen.

Zunächst sammelten wir uns an der Kapelle und warteten, bis auch der/die Letzte eingetroffen war. Danach verteilten wir uns, wobei einige von uns direkt vorn am Eingang blieben. Zusammen mit Martin ging ich zur Kiel War Cemetery. Dort sahen die Gräber durch die vielen Rosen so wunderschön und gepflegt aus. Einen Moment lang überlegte ich, ob ich zuerst das Kreuz oder die Ehrenhalle malen sollte.

Die Ehrenhalle: In ihr wird ein Kriegstagebuch und das Totenregister aufbewahrt.

Wikipedia Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Kiel_War_Cemetery

Nachdem ich mehrmals hin und her gelaufen bin, entschied ich mich dann doch „erstmal“ für ein einzelnes Grab. Ich dachte, ich mache einen schnellen Sketch davon und anschließend könnte ich ja noch ein zweites Motiv malen. Vielleicht wäre ich ja auch motiviert genug, noch eine Stunde länger zu bleiben.

Doch zuerst wollte ich das Grab, welches ich so schön fand, weil es halb in der Sonne stand und von einer Rose „eingerahmt“ wurde, malen. Außerdem warf der nahestende Baum einen interessanten Schatten auf das Grab. Genau das wollte ich eigentlich einfangen. Leider hat es nicht geklappt, denn ich brauchte doch länger als erwartet und die Sonne war inzischen weitergezogen. So lag der Baumschatten nun schon auf dem Grab daneben und ich entschied mich dann, das „Licht“ einfach wegzulassen. Jetzt denke ich allerdings, dass ich doch ein bisschen Licht „drauffallen“ lassen hätte sollen, dann würde der Grabstein ein bisschen mehr leuchten und man würde sehen, dass es ein sonniger Tag war (Erkenntnis ist da, beim nächsten Mal versuche ich es einmal umzusetzen).

Nachdem ich mein Bild nach etwa 1 Stunde vollendet hatte, bzw. die Skizze für mich fertig war, machte ich mich auf dem Weg zu meinem zweiten Motiv. Nur leider war es dann schon so spät, dass ich in 30 Minuten ein Bild hätte malen müssen und das motivierte mich nicht so recht. Denn das Bild, egal ob es das Kreuz oder die Halle war, schien mir zu detailreich, dass ich hier jeweils auch mind. 1 Stunde (pro Motiv) dran sitzen würde. Also entschied ich mich dagegen und machte lieber noch ein paar Fotos.

Kurze Zeit später war Martin mit seinem ersten Motiv auch fertig. Auch er wollte noch ein zweites Bild malen. Doch auch ihm fehlte die Zeit und so beschlossen wir gemeinsam zur Gruppe zurück zu laufen und zu schauen, was und wo die anderen malten. Dabei begegneten wir zwei Eichhörnchen, die hier wohl zuhause sind.

Die meisten unserer Gruppe hatten sich um den Brunnen versammelt (warum nur? 😀 ) und gemalt. Als wir uns dazu gesellten, schienen die anderen auch schon mit ihren Bildern fertig zu sein und so versammelten wir uns anschließend wieder bei der Kapelle, um dort unser Foto mit all unseren Werken zu machen und noch eine Menge zu schnacken.

PS. Den Titel wählte ich, weil ich mich beim Schreiben dieses Beitrags an einen Satz von Monika aus unserem Video erinnerte und sie heute am Brunnen sitzen sah:

… weil da auch viele alte Steine sind, die mag ich ganz gerne. Alte Brunnen, alte Steine…

Zitat von Monika aus unserem Video

Buntes Chaos an der Förde

Hallo liebe Leserinnen und Leser. Heute schreib ich ein wenig über unser Treffen am 20.06.2021 auf dem ehemaligen MFG5 Gelände bei Holtenau, dem Stadteil von Kiel, welcher direkt nördlich des Nord-Ostsee-Kanals liegt.

An diesem Sonntag war das Wetter durchwachsen und bewölkt aber geregnet hat es zum Glück nicht. Melanie und ich fuhren mit dem Fahrrad zunächst zum Fähranleger, um mit der kostenlos benutzbaren Fähre, dem Holtenauer Schuhkarton, direkt von der Wik nach Holtenau überzusetzen. Für mich war das die erste Fährfahrt seit Corona. Denn bisher haben wir vermieden, so gut wir es konnten, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Mit Maske und Abstand klappte es allerdings an diesem Morgen recht gut.

Blick über den Zaun vom Tonnenhof

Auf der anderen Seite angekommen, fuhren wir direkt die Kanalstraße und dann die Strandstraße entlang bis zum Tonnenhof. Dort war von der Straßenseite her noch keiner zu sehen und so machte ich ein paar erste Bilder über den Zaun. Ich war etwas besorgt, ich hätte die Ortsangabe nicht präzise genug formuliert. Doch noch während ich Fotos machte, rief mir Melanie schon zu, sie hätte die Anderen gefunden. Als ich dazu stieß, fand ich alle an der Kaikante nördlich des Tonnenhofs, in Gespräche vertieft. Kurze Zeit später suchten wir uns dann fast alle einen Platz direkt am Zaun des Tonnenhofes der WSA Kiel.

Ich versuchte etwas von dem ganzen bunten Chaos einzufangen, welches man auf der anderen Seite des Zaunes sehen kann, indem ich mich mit meinem Stuhl auf einem Kieshaufen platzierte. So hatte ich eine etwas bessere Übersicht, wenn auch mein Stuhl während des Zeichnens leicht versackt ist. Im Laufe der Zeit schien ein paar mal die Sonne zwischen den Wolken heraus und brannte unbarmherzig auf der Haut. Fast keiner von uns hat an diesem Platz wirklich Schutz vor ihr finden können. Abgesehen davon war es schön ruhig und ungestört an dieser abgeschiedenen Ecke.

Nachdem die Zeit wie im Fluge vergangen war, hatte ich mein Bild vollendet und schaute neugierig auch bei den Anderen vorbei. Die Meisten haben sich an diesem Tag an den Tonnen versucht, einige, wie ich, am ganzen Panorama. Ein paar wenige haben einen Blick aufs Wasser und die weitere Gegend gewagt. Hier könnt ihr nun sehen was dabei herausgekommen ist:

Gestörte Idylle an der Uni

Am Sonntag, den 13.06.2021 waren wir auf dem Gelände der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zum Zeichnen und Sketchen. Wir trafen uns bei der Mensa II und warteten bis etwa 11:15 Uhr, ob vielleicht noch der ein oder andere verspätet eintrudelt. Danach liefen wir alle zu den Teichen. Fast alle machten es sich in der Nähe der Teiche gemütlich, während wir, Martin und ich, noch ein paar Fotos für die daheimgebliebenen und natürlich auch für den Blog machten.

Nachdem auch wir dann unseren jeweiligen Malplatz gefunden hatten, widmeten wir uns voll und ganz dem Motiv. Ich hatte einen besonderen Bildausschnitt gesucht (und gefunden), aber dazu musste ich auf der halben Höhe eines Hügels sitzen. Da konnte ich natürlich nicht meinen Hocker verwenden und benutze daher mein Sitzkissen. Doch mit diesem rutschte ich bald den Hügel hinunter. Also musste ich ein Stück tiefer sitzen, als geplant.

Als ich in den letzten Zügen meines Bildes war, gab es ein paar Störenfriede: Denn ein paar Leute fuhren mit ihren (ich schätze) Motorrädern auf dem Gelände ein paar Runden. Gesehen habe ich sie nicht, aber reichlich oft gehört. Leise sind die Dinger ja nicht. Da dies eine lange Zeit hinter mir stattfand, wollte ich auch schon bald den Standort wechseln. So packte ich meine Sachen und verließ meinen (1.) Malplatz.

Noch einmal umschauend überlegte ich, welches Motiv in etwa 1 Stunde gemalt sein könnte und suchte mir einen neuen und vielleicht ruhigeren Platz. Noch während ich den 1. Platz verließ, schallte von irgendwoher Musik. Jemand übte Saxophon.

Nach einem kurzen Schulterblick über die ersten Skizzen der anderen, lief ich weiter in Richtung des Biologiezentrum’s. Als ich zwei kleine Möwenküken am Teich entdeckte, ließ ich mich hier nieder. Doch die Möweneltern beschwerten sich lautstark. Von Ruhe war hier nichts zu hören. Dennoch blieb ich sitzen und hoffte, die würden sich nach einer Weile beruhigen und so malte ich den Teich von der anderen Seite. Doch mit dem Bild war ich überhaupt nicht zufrieden, sodass ich mich bald einem 3. Bild widmete. Nun malte ich die kleinen Möwen, die sich im Gras versteckten und ein Elternteil von ihnen. Die andere Möwe flog lieber herum und machte kräftig Krach. Nur wenn mal niemand hier vorbei lief, war es einen Moment lang still.

Als dann Monika und Martin zu mir kamen, vergaß ich ein Foto meines Bildes mitsamt der Möwen zu machen. Aber die waren dann ja ohnehin weg, weil einfach zuviel los war.

So langsam versammelten wir uns, um unsere Bilder zusammen zu legen. Nachdem wir (Martin und ich) und ein paar andere bereits weg waren, malte Monika noch fleißig weiter.

Endlich wieder draußen zusammen malen!

Sonntag, der 06.06.2021 war ein besonderer Sonntag, denn endlich konnten wir uns wieder draußen zum Zeichnen und Malen treffen! Nachdem wir Monate nur über Whatsapp/Email/Blog etc. Kontakt hatten, sahen wir uns endlich mal wieder in der Realität. Endlich gibt es wieder echte Motive vor die Nase. Nach Fotos zu malen ist doch etwas anderes, als direkt vor dem Motiv zu sitzen, Gerüche und Geräusche wahrzunehmen und sich natürlich auch während des Malens unterhalten zu können.

Damit uns auch alle finden, trafen wir uns zunächst am Haupteingang des Friedhofes vor der Kapelle. Als ich mit Martin ankam, warteten bereits die ersten und bald kamen auch weitere dazu. Nach einer kurzen Besprechung, suchte sich jeder sein Motiv.

Ich habe mich für eines der verzierten Grabsteine direkt bei den Mausoleen entschieden. Da ich mein Cappuchinobook mithatte, war schnell klar, dass ich auch wieder mit Gouache malen würde. Dabei verlor ich mich ganz in den Details.

Nach 2 Stunden Malen legten wir unsere Bilder wieder zusammen. Leider gingen ein paar schon etwas früher, sodass sie uns ihre Bilder per Whatsapp geschickt haben. Alle anderen Skizzen, Zeichnungen und Malereien findet ihr auf dem „Gesammelte Werke“-Bild.

Sehnsuchtsorte in Norwegen

Am Sonntag den 25.04.2021 haben sich einige Zeichner unserer Gruppe zusammen daran gemacht und im Rahmen eines „Virtual Sketchings“ Bilder aus Norwegen nachgezeichnet. Unteranderem Häuser bei Svelle und eine Hütte irgendwo in Fjordnorwegen.

Hier findet ihr die Bilder wenn ihr euch auch nochmal versuchen wollt: Link

Hier sind die gesammelten Werke unseres „online Treffens“:

Danke an alle Teilnehmer und vor allem Danke an Monika B. für die Bilder!

Engel der Lebenshauptstadt

Am Sonntag den 04.04.2021 haben sich einige Zeichner unserer Gruppe zusammen daran gemacht und im Rahmen eines „Virtual Sketchings“ Bilder aus der mecklenburg-vorpommerschen Landeshauptstadt Schwerin nachgezeichnet.

Überwiegend wurde sich von unserer Gruppe dabei für zwei Motvie Entschieden. Der Blick über den Schlossgarten von Schwerin auf das Schloss und eine Engelsstatue mit Lorbeerkranz. Bei Recherchen über Schwerin stolperte ich über einen Slogan der Touristeninformation von Schwerin welche den Titel „Landeshauptstadt“ zu „Lebenshauptstadt“ umdichtet. Persöhnlich war ich leider noch nicht richtig vor Ort dort, konnte jedoch das sehr grüne Herz von Schwerin auf einer Zugreise aus dem Fenster bewundern. Den Bildern und Karten nach ist Schwerin mit seinen Parks und dem Schloss sehr sehenswert und scheint mir in naher Zukunft mal einen Besucht wert!

Hier findet ihr die Bilder wenn ihr euch auch nochmal versuchen wollt: Link

Hier sind die gesammelten Werke unseres „online Treffens“:

Danke an alle Teilnehmer und vor allem Danke an Sonja für die Bilder!