Zeichnertreffen bis auf weiteres abgesagt

!!!ACHTUNG!!!ACHTUNG!!!ACHTUNG!!!

Aus gegebenem Anlass, hinsichtlich des Ausbruchs der COVID-19 Pandemie in SH, werden bis auf weiteres keine offiziellen Treffen der Urban Sketcher Kiel stattfinden.

Wir informieren euch sobald sich die Lage beruhigt hat über neue Termine. Des weiteren könnt ihr gerne über Facebook und unsere Whatsapp-Gruppe auf dem Laufenden Bleiben.

Im kalten Keller von Kiel

Am vergangenen Sonntag den 08.03.2020 waren ein paar Sketcher zum vereinbarten Treffpunkt im Stadtmuseum „Warleberger Hof“.

Es ist schon schwierig Bleistiftzeichungen gut sichtbar aufs Foto zu bekommen und ein scharfes Bild zu machen. Wir waren zu fünft und haben uns alle im Keller aufgehalten. Mein Exponat stand im „Leichenkeller“

Katja

Vielen Dank an Katja für die Bilder. Ihr habt auch Fotos? Dann sendet sie uns doch gerneper Whatsapp oder Email zu.

Diese Bilder sind entstanden:

Zeichnen wie in der Schule

Am Dienstag, den 03.03.2020 trafen wir uns im mmhio, um dort zu zeichnen. Bisher hatte ich das Lokal nur von außen gesehen, wenn ich mal bei Boesner einkaufen war. Aber dieses Mal wollten wir dort drinnen zeichnen. Da ich etwas später kam, traf ich Martin am Eingang und gemeinsam gingen wir hinein. Er entdeckte schon recht früh unsere Gruppe und lief auf sie zu, während ich mich noch umschaute und bemerkte, wie groß das hier eigentlich ist. Mir kam es von außen viel kleiner vor.

So suchten wir uns einen Platz. Auch wenn noch viele frei waren, mussten wir schauen, wo wir uns hinsetzten, um ein schönes Motiv vor Augen zu haben. Danach holten wir uns eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken und begannen in unser Skizzenbuch zu zeichnen.

Beim weiteren Umschauen fiel mir dann auf, dass einige wie in der Schule an ihren Tischen saßen und so aussahen, als würden sie an eine Tafel nach „vorn“ schauen. Auch Thomas hatte einen besonderen Platz: Eine alte Schulwerkbank.

Auch wenn einige in dieselbe Richtung schauten, so hatte am Ende jeder doch ein anderes Bild gezeichnet, wie man auf den folgenden Bildern sehen kann.

Kühler (Kieler) Umschlag

Am vergangenen Sonntag, den 01.03.2020 waren ein paar Sketcher zum vereinbarten Treffpunkt auf dem alten Markt.

Schade, dass es draußen auf dem alten Markt zu kühl war. Da gab es wunderbare Motive. Wir haben in der Burger Bank mit Blick auf das mittelalterliche Treiben gesessen, aber von oben herab gab der Blick nicht allzuviel her. Aber wie immer haben wir uns wacker geschlagen.

Ich finde jedenfalls, dass gute Ergebnisse entstanden sind. Julia, oben rechts, hat am meisten vom bunten Treiben einfangen können. Dafür hat sie die sportliche Übung, die Skizze im Hocken vor bzw. hinter dem Fenster anzulegen, in Kauf genommen.

Monika

Vielen Dank an Monika für das Foto und den Text. Ihr habt auch Fotos? Dann sendet sie uns doch gerne per Whatsapp oder Email zu.

Diese Bilder sind entstanden:

Beim Alten Mann aufs Meer schauen

Ich möchte euch noch von unserem Treffen am Dienstag den 25.02.2020 im „Der Alte Mann“ berichten. Dies ist ein kleines Café / Restaurant, welches sich in der alten Fischhalle beim Schifffahrtsmuseum befindet.

An diesem Dienstag hetzte ich bei strömendem Regen von meiner Arbeit durch die halbe Innenstadt zu unserem Treffpunkt. Dort erwartete mich ein warmer, trockener Platz und, so hoffte ich, Kaffee und Kuchen. Von der Brücke zwischen NDR und Museum aus konnte ich schon ein paar Zeichner am Fenster sitzen sehen, allerdings war der Tisch schon voll besetzt und alle waren eifrig am Zeichnen.

Als ich mich umguckte, merkte ich erst, dass die umliegenden Tische auch schon von unserer Gruppe in Beschlag genommen wurden, worauf ich mich direkt zu den Zeichnern setzte. Was mich direkt beim Betreten angelacht hatte, war ein lecker Käsekuchen, wozu natürlich ein Cappucino nicht fehlen durfte. Beides war schnell bestellt und geliefert. 🙂

Mein Motiv war für mich schnell klar. Es musste ein Bild mit Blickrichtung Ostufer und den Kränen der German Naval Yards werden (ehemals HDW). Nun fehlte mir nur noch etwas/jemand für den Vordergrund. Da kam es mir recht gelegen, dass sich jemand von unserer Gruppe erbarmte, um vor mir (Rücken-) Modell zu sitzen. Nachdem ich nur den Hintergrund mit dem Blick aus dem Fenster auf die Kräne coloriert hatte, stellte ich allerdings fest, dass der Vordergrund weiß in weiß gar nicht zur Geltung kam. So entschied ich mich dazu, während es draußen grau in grau war und in Strömen regnete, auch im Vordergrund noch ein paar Farbakzente zu setzen.

Diesmal wurde es nur ein kurzes Zeichnen für mich, denn die Anderen waren alle schon eine halbe Stunde vor mir da und wollten dementsprechend auch schon früher wieder aufbrechen.

Im Anschluss an das Zusammenlegen colorierte ich noch etwas nach. Einzig Julia, welche nach mir zu uns gestoßen war, blieb noch etwas länger, um ihr Bild ebenfalls auszuarbeiten.

Auf einen Schwank in die Forstbaumschule

Hallo liebe Leserinnen und Leser. Mit etwas Verspätung berichte ich euch noch gerne von unserem mittäglichen Treffen am 23.02.2020 in der Forstbaumschule.

Nachdem wir im Vorwege noch etwas Überzeugungsarbeit geleistet hatten, wurden wir 7 Zeichner, die sich bei bestem Kieler Schietwedda, diesmal gegen 13:15 Uhr, in der Forstbaumschule trafen. Melanie hatte dort einen Monat im Voraus einen Tisch gebucht, den wir auch fast komplett gefüllt bekamen. Selbst Sonja, die im Vorwege noch schwankte, was für einige Lacher in der WhatsApp Gruppe sorgte, fand sich ein. Sie schwankte natürlich nicht, wie ich in Emojis „😆🥂🥴“ andeutete, weil sie zuviel getrunken hatte, sondern rang um die Entscheidung ob sie zum Zeichnen kommen wolle.

Melanie und ich waren überpünktlich dort und drehten, trotz Regenwetter noch eine klitzekleine Runde durch den Park, bevor wir hinein gingen und auf die ersten Zeichner warteten. Als diese wenige Momente später eintrafen, ließen wir uns zu unserem Tisch führen, der erst noch geräumt werden musste.

Was sich oft schwierig gestaltet, ist die Motivwahl in dieser rustikalen Gastronomie. Es gibt zwar viele schicke Ecken, aber diese sind nicht unbedingt alle von dem Tisch, wo wir diesmal und auch im letzten Jahr gesessen hatten, einsehbar. Auch diesmal versuchte ich wieder die heimelige Stimmung einzufangen. Ich probiere derzeit immer noch etwas Passendes für den „Vordergrund“ zu finden, welcher ja bekanntlich „das Bild gesund macht“ (Ein Spruch den Ulrike Plötz einmal in einem Kurs brachte, welcher mir gut haften geblieben ist). In dem Fall war es eine von den Bedienungen, welche mir passenderweise im richtigen Moment durchs Bild gelaufen ist. Der richtige Moment ist dann, wenn ich die grobe Skizze des Raumes fertig habe und die Zeichnung noch nicht komplett mit Fineliner ausgearbeitet ist. Dazu muss ich sagen, dass ich in solch einem Augenblick natürlich nicht alles einfangen kann. Was gut geht sind Körperhaltung und mit Glück die Mimik. Dinge wie Farbe der Kleidung und weitere Details ergänze ich gerne im Nachhinein, wenn die Bedienung das vierte oder fünfte Mal an mir vorbei läuft.

So zeichnete jeder, was ihm gerade in dem gut gefüllten Gastraum gefiel. Manche zeichneten die schon frühlingshafte Tischdeko, andere die Details des Raumes oder weitere Gäste an den umliegenden Tischen.

Gegen 15 Uhr legten wir die Bilder wie gewohnt zusammen. Seht selbst, was entstanden ist:

Nach dem Zusammenlegen blieben Melanie, Julia und ich noch zum Kaffee und gönnten uns dazu einen Hefekloß bzw. Waffeln mit Vanilleeis und Roter Grütze. Lecker! So ließen wir den Zeichentag entspannt plaudernd ausklingen, bevor wir uns wieder durch den Regen auf den Heimweg machen mussten.

Zwischen Filmrolle und Bar

Vergangenen Dienstag, den 18.02.2020, trafen wir uns wieder einmal im Studio Kino zum Zeichnen.

Als ich zum Kino abbog, sah ich auch schon Monika und gemeinsam gingen wir in den Café- bzw. Barbereich des Kinos. Dort suchten wir uns einen gemütlichen Platz und packten unsere Zeichensachen aus. Einige Minuten später gesellte sich auch noch Martin zu uns, während wir schon unsere Motive im Blick hatten und zeichneten.

Bei Kaffee und Kakao genossen wir den Blick auf das Treiben unten auf dem Dreiecksplatz und die Gespräche der Leute rings um uns.

Gegen Ende kamen auch weitere Gäste, denn bald begannen die Vorstellungen. Sie füllten die leeren Plätze und brachten mit ihren Gesprächen Schwung in die Bude. Doch wir brachen auf, denn wir hatten unsere Zeichnungen schon fertig.

Panoramablick und wartende Menschen

Am vergangenen Sonntag, den 16.02.2020 waren ein paar Sketcher zum vereinbarten Treffpunkt am Norwegenkai.

Vielen Dank an Monika für das Bild und den ausführlichen Bericht. Ihr habt auch Fotos? Dann sendet sie uns doch gerne per Whatsapp oder Email zu.

Sturm und Regen über Kiel – aber die Kieler Sketcher sind wetterfest und lassen sich davon nicht abschrecken. Zur gewohnten „Sonntagszeit“ um 11.00 Uhr war im Norwegenterminal wenig Betrieb, denn die mit der 10-Uhr-Fähre angekommenen Passagiere hatten das Schiff bereits verlassen und nur wenige der Fahrgäste für die 14-Uhr-Abfahrt waren schon eingetroffen. So war der Bereich recht übersichtlich, so dass wir sechs Malerinnen und Maler – Sigrid, Ute, Vera, Kim, Thomas und ich –uns nicht verfehlen konnten und zudem sozusagen „freie Platzwahl“ mit Blick über den Hafen auf das Westufer hatten. Die großen Scheiben boten dort einen wunderbaren Panoramablick – heute allerdings wirkte alles ziemlich grau in grau. Wie das gemeinsame Foto zeigt, haben wir uns dann auch nicht nur auf die Außenansicht konzentriert, sondern auch auf die auf das Einchecken wartenden Passagiere, die bei dem Sturm wohl eine äußerst bewegte Reise vor sich hatten. Wenn man meint, wartende Menschen sitzen still, so ist das ein Irrtum – irgendwie sind sie immer in Bewegung, entweder die Köpfe, Arme und Hände oder die Füße. Das bedeutete, die Menschen zügig zu zeichnen.
Wir alle waren diesmal dann auch recht schnell mit unseren Bildern fertig, denn bereits nach einer guten Stunde konnten wir schon das Foto unserer Werke machen. Die restlichen Arbeiten, wie das Colorieren, wird dann zu Hause erfolgen.

Monika

Diese Zeichnungen sind entstanden:

Medizin und Pharmazie erzeichnen

Am Sonntag, den 09.02.2020, machten wir uns trotz des stürmischen Wetters auf zur Medizin- und Pharmaziehistorische Sammlung der Uni Kiel. Dort trafen wir uns um 12 h im Museum und verstauten unsere Sachen in den Spinten. Danach suchte sich jeder sein eigenes Motiv, die einen in der 1. Etage im Bereich der Pathologie, die anderen in der 2. Etage wo es viel Pharmazeutisches zu sehen gibt.

Martin und mich hat es in die Abteilung Pathologie verschlagen, jedoch nicht etwa wegen Leichen (die es hier natürlich nicht zu sehen gab, dafür aber einige Körper- und Weichteile), sondern weil wir in diesem Bereich arbeiten und daher das ein oder andere kennen. Es einmal zu zeichnen, könnte doch interessant sein, oder? (Wer kommt denn schon auf die Idee, seinen Arbeitsplatz oder Arbeitsmaterialien von der Arbeit zu zeichnen? Ich habe es jedenfalls noch nicht gemacht.)

Bei meinem Rundgang durch die Zimmer kam ich auch in einem kleinen „Raum“, bei dem man einem Diktat (aus dem Bericht der Histologie) lauschen konnte. Doch ich musste schnell weg. Nicht etwa, weil es eklig klang, sondern weil ich am Sonntag nichts von meiner Arbeit hören wollte – 5 Tage reichen schon, irgendwann brauche ich auch einmal eine Pause! Ich höre solche Diktate nämlich auf der Arbeit ziemlich häufig, da ich die Befunde für unsere Ärzte schreibe…

Im Raum nebenan machte ich es mir dann aber mit Martin doch gemütlich und setzte mich an ein paar Zeichnungen der Färbelösungen Giemsa und Eosin, mit denen Martin sicherlich sehr häfig zu tun hat, da er ja in einem Labor arbeitet (und ich nur im Büro).

Anschließend suchte ich mir noch ein zweites Motiv, welches ich in der 2. Etage fand. Dort saßen auch alle anderen und zeichneten fleißig. Für mein zweites Motiv nahm ich das Cappuccino-Book. Durch die braune Färbung konnte ich den weißen Schrank gut hervorheben. Fertig wurde ich allerdings nicht. So habe ich aber unterhalb meiner Zeichnung noch etwas Platz für ein wenig Text…

Gegen 14 uhr legten wir unsere Zeichnungen zusammen. Auch heute, an einem so stürmischen Tag, haben wir wieder viel Spaß gehabt und es sind tolle Zeichnungen dabei entstanden. Danach machten wir uns alle schnell auf den Heimweg, um nicht vom Winde verweht oder vom Regen weggespült zu werden. Für heute war die Ankunft von Sturmtief Sabine angekündigt und das Wetter wurde dann auch richtig mies.

Ein Haus mit Geschichte

Am Dienstag, den 28.01.2020 trafen wir uns im alten Kieler Rathaus.

Als ich etwas verspätet eintraf, waren fast alle schon am Zeichnen. So setzte ich mich zu ihnen auf die bequemen schwarzen Stühle. Ich wollte den Stuhl etwas verschieben, doch er schien mir zu schwer, also bewegte ich ihn nicht mehr. Als auch Susanne einen Stuhl nehmen wollte, stellten wir fest, dass die Stühle angeschraubt waren. Also zeichnete ich das, was ich direkt vor meiner Nase hatte (die Tür und das Bild in der Steinwand). Susanne lief noch etwas genervt und grummelnd durch die Gegend, bis sie ihr Motiv gefunden hatte. Bald darauf kam auch Martin, begrüßte uns und ging auch schon eine Etage höher.

Das von mir gezeichnete Motiv im Stein findet man in der Wartezone: Es ist ein Sandsteinrelief mit dem Titel „Bürger bauen eine neue Stadt“ von Fritz During und Alwin Blaue, 1957. Auch einige Andere haben sich dieses Relief als Motiv herausgesucht.

Doch ich bin recht unzufrieden mit meinem Bild, sodass ich mich an ein zweites begann: Es sollten die „unverrückbaren Stühle“ werden, die man angeschraubt hatte. Einfach weil ich es lustig fand. Aber auch hier stellte ich fest, dass dies einfach nicht mein Tag zum Zeichnen war oder ich mir die falschen Motive gesucht hatte. Noch grummelnd schaute ich bei den Anderen vorbei, was diese so zeichneten. Erst bei Susanne, dann ging ich eine Etage höher und stattete Martin einen Besuch ab.

In der Rotunde im 2. OG findet man „Die Schwerttänzerin“, eine Bronzeplastik von Adolf Brütt, 1896. Diese hatte Sonja gezeichnet. Und ich war ganz überrascht sie hier zu sehen, da ich sie bei meiner Ankunft gar nicht getroffen hatte. Wahrscheinlich ist sie hier schon die ganze Zeit gewesen. An einer anderen Ecke saß Martin. Er zeichnete die Rotunde inklusive der Schwerttänzerin.

Als ich wieder herunter kam, waren einige am Aufbrechen, sodass wir nur noch mit den letzten ein gemeinsames Foto von den Zeichnungen machen konnten.

Ist Pinselschwingen auch Wassersport?

Hallo liebe Leserinnen und Leser. Am Sonntag den 26.01. trafen wir uns im Sportforum der CAU Kiel, wovon ich hier berichten will.

An diesem Morgen bot Susanne uns per WhatsApp an, Melanie und mich mit dem Auto mit zu nehmen. Da es die letzten Tage schlechtes Wetter war und wir ansonsten mit dem Fahrrad angereist wären, ließen wir uns da nicht zweimal fragen. Gesagt getan, kamen wir zeitgleich mit ihr, an unsere Bushaltestelle an, wo sie uns auflesen wollte. Während der Fahrt merkten wir schon, dass es heute wohl doch ein sonniger Tag werden würde.

Am Sportforum angekommen, machten wir uns direkt auf den Weg in die Halle. Schon bei den Fahrradständern liefen wir den ersten Mitzeichnern über den Weg. Die Sonne war zwar schön, der Wind jedoch hätte einem jegliches Zeichnen hier draußen nach nur kurzer Zeit vermiest. So gingen wir also nach drinnen, wo wir im Aufenthaltsbereich zwischen den Hallen auf weitere Nachzügler warteten. Unsere Gruppe verunsichterte die Kassiererin der dortigen Schwimmhalle wohl so sehr, dass sie nach einer Weile leicht genervt fragte: „Wollen sie langsam mal rein? Ich müsst sonst einmal wohin!“

So suchten wir uns dann beim Schlendern entlang der Ränge, mit einem Blick in die Hallen, einen Platz zum Zeichnen. In den meisten Sporthallen war heute kurz nach 11 Uhr noch nicht soviel los. In der Volleyballhalle war allerdings für meinen Geschmack zuviel los. Dann entdeckte ich die Tischtennisspieler in der Nähe der Kletterwand. Diese hatte ich in vorangegangenen Treffen noch nicht gezeichnet und so ließ ich mich dort nieder.

Nachdem ich diese Ecke eingefangen hatte, drehte ich mich zur Kletterwand um und zeichnete dort noch einen anderen Ausschnitt. Die Kletterwand macht mir besonders viel Freude mit den relativ langsamen, jedoch immer wieder interessanten Posen der Sportler, welche man beim Aufstieg beobachten kann. Zwischenzeitig bekam ich netterweise noch einen Kaffee ausgegeben. Vielen Dank dafür 😉

In der angrenzenden Halle hatten unterdessen die Röhnradfahrer angefangen sich aufzuwärmen und führten im Laufe der Zeit immer mehr interessante Kunststücke allein oder zu zweit mit ihren Sportgeräten auf. Ich staune immer wieder, was man für waghalsige und intressante Stunts man mit diesem mir recht unbekannten Sportgerät anfangen kann und wie sie es schaffen, sich dabei nicht ernsthaft zu verletzen. Unsere Neuste im Bunde (Pia), hat sich dabei direkt an ein paar Bewegungsskizzen versucht. Gar nicht so einfach, aber die Ergebnisse konnten sich sehen lassen.

Als ich meine beiden Zeichnungen beendet hatte, war kaum Zeit für etwas anderes. So ging ich eine Runde und versammelte die verbliebenen Sketcher, welche sich auf den Rängen der verschiedenen Hallen verteilt hatten, für unser abschließendes Zusammenlegen. Wie nicht anders zu erwarten, sind dabei wieder wundervoll verschiedene Blickwinkel und Techniken zusammengekommen. Viele bunte Kletterwände aber auch sehr bewegte Volleyballbilder und sogar etwas Sportgerät von den Turnern. Das Sportforum ist immer wieder ein toller Treffpunkt für die kalten und windigen Tage.

Feuerfrei mit Aquarellstift und Dampfpfiff

Hallo liebe Leserinnen und Leser. Heute möchte ich euch von unserem erneuten Besuch im Kieler Maschinen Museum am 19.01.2020 berichten. An diesem Tag fanden dort Vorführungen und Vorträge mit dem Thema „Feuer, Wasser, Dampf – Zur Geschichte der Dampfmaschine, 1. Teil“ statt.

Melanie und ich reisten an diesem kühlen Morgen mit dem Fahrrad an und trafen schon an der Straße beim Anschließen der Fahrräder auf weitere Zeichner. Dabei eine frisch nach Kiel gezogene und interessierte Zeichnerin, welche durch Mundpropaganda zu uns gefunden hat. Wir mussten dann nur etwas Rätseln welche von unseren vielen Susanne’s es denn gewesen ist, die sie zu uns gebracht hat. Gemeinsam gingen wir zum Eingang, wo wir auf weitere Zeichner warteten, die Stück für Stück und überwiegend mit dem Rad, eintrudelten.

Etwas später merkten wir dann, dass sich einige unserer Gruppe schon drinnen ein warmes Plätzchen gesichert hatten. Es war auch heute wegen den Vorführungen wieder sehr voll. Ich flüchtete darum aus der hinteren in die vordere Halle mit der großen Kesselpumpe. Diese hat mich das letzte Mal schon sehr gereizt sie zu zeichnen, doch mir erschienen die Gänge etwas eng. So setzte ich mich diesmal in eine Nische an der Seite mit einem guten Blick auf die Pumpe. Im Laufe der Zeit kamen viele Familien mit ihren Kindern vorbei, welche überwiegend voll des Lobes die Zeichnung bewunderten. Oft kommt dann allerdings gerne auch die Frage, warum ich denn hier male. Im Hinterkopf muss ich dabei immer an den Kommentar eines Vaters denken, der seinem Spross einmal darauf antwortete, dass wir zu arm für einen Fotoapparat wären. Persönlich antworte ich dann immer, dass es mir viel Spaß macht an unterschiedlichen Orten komplizierte Dinge zu zeichnen.

Auch diesmal hatten sich alle Sketcher, die zu meiner Freunde in großer Zahl erschienen waren, in alle Ecken und Winkel des Museums verteilt. Als ich mit meinem Motiv fertig war, ging ich eine Runde, um alle Zeichner an das gemeinsame Treffen zum Zusammenlegen zu erinnern. Monika hatte mich die gesamte Zeit wohl gehört, nur nicht gesehen, denn sie zeichnete auf der anderen Seite der „Kesselhalle“. Susanne B., die an einem Stehtisch im Kaffee- und Kucheneck stand, brauchte neue Visitenkarten. Sonja hatte sich geschickt hinter einem Vorführtisch verbarrikadiert und Melanie, welche das Modell der Straßenlokomotive zeichnete, in einer Ecke direkt daneben. Wir sind ja alle brav, ruhig und pflegeleicht, wenn wir in unserem Eck ungestört herumsitzen wollen, um zu zeichnen. Das Pfeifen, Zischen und die Menschenmassen waren heute eine kleine Herausforderung für alle Zeichner. Diese allerdings muss man an solchen Tagen bei solchen Vorträgen und Veranstaltungen wohl auch erwarten.

Beim Zusammenlegen bot sich dann erneut eine breite Palette an Motiven und Zeichenstielen. Im Gegensatz zum letzten Treffen im Maschinenmuseum hatte sich die Gruppe viel mehr verteilt und dadurch auch ganz verschiedene Motive gewählt.

Im Anschluss noch einzelne nachgereichte und zuende gemalte Bilder:

Mir hat dieses Treffen wieder viel Spaß gemacht und allen Kommentaren nach, die ich an diesem Tag hörte, wird auch dies wohl nicht unser letztes Treffen im Maschinenmuseum gewesen sein. Es gibt da noch soooooo viel zu zeichnen. Vielleicht ja auch einmal im Außenbereich bei dem Dampfsägewerk oder in dem kleinen Haus mit dem Uboot-Dieselmotor.

PS: Was ist ein Dampfpfiff einer Dampfpfeife? Die Antwort gibt es hier: klick mich

Auf den Spuren der Holstenbrücke

Frohes Neues noch liebe Leserinnen und Leser. Die ersten Wochen dieses Jahres begannen sehr stressig für Melanie und mich, wodurch wir nun erst dazu kommen, die Beiträge über die Treffen zu Beginn dieses Jahres zu schreiben. Ich hoffe, ihr verzeiht uns das.

Das erste Dienstagstreffen fand am 07.01.2020 im Warleberger Hof statt. Dort wird noch bis zum 13.09.2020 die Ausstellung „Die Kieler Holstenbrücke“ gezeigt. Dieses Treffen kam auf Anregung von Sonja zustande, die von der Ausstellung in den Kieler Nachrichten gelesen hatte.

So traf sich unsere Gruppe im Eingangsbreich des Stadtmuseums. Zunächst machten wir einen kleinen Rundgang durch die Räumlichkeiten des Museums, um uns einen geeigneten Platz zum Zeichnen zu suchen. Die Ausstellung zeigt allerdings überwiegend alte Fotos und Bilder von Kiel, rund um die Holstenbrücke. Wenn man jetzt also nicht direkt ein Bild abzeichnen möchte, war also die Frage für uns Urban Sketcher: „Was zeichnen wir denn jetzt hier eigentlich?“

Ich entschied mich dafür, die Atmosphäre der Ausstellungsräume mit einer Vitrine und dem ein oder anderen Zeichner darin einzufangen. Andere Zeichner versuchten sich an Bildern und Details der Raumdekoration, wie dem Stuck. Ein paar von unserer Gruppe konnten sich mit dem heutigen Treffpunkt leider gar nicht anfreunden und gingen nach einer Besichtigung der Ausstellung heim.

Rückblickend war es ein ruhiges Treffen. Wir waren beim Zusammenlegen nur noch 4 Zeichner die tapfer durchgehalten hatten.

Im Anschluss ging ich selbst noch etwas in der Ausstellung stöbern, wobei ich interessanterweise zwei Bilder fand, welche vor 60 bzw. 90 Jahren in Kiel entstanden und mich stark an das erinnerten, was wir heute selbst als „urban sketching“ betreiben.

Oase der Ruhe in der Vorweihnachtszeit

Hallo liebe Leserinnen und Leser. Ich hoffe ihr konntet die Weihnachtstage auch gut verbringen und startet frisch und voller Elan in das nächste Jahr. Ich will euch noch von unserem Treffen am Sonntag vor Weihnachten, dem 22.12.2019 berichten. An diesem 4ten Advents-Sonntag haben wir uns eine Pause zum verschnaufen im neuen Loppokaffee im Jungfernstieg 22 gegönnt.

Da es sich dorthin per Bus Sonntags ganz besonders schlecht anreisen lässt, wählte ich mein Fahrrad, um pünktlich zu unserem Treffen zu kommen. Mit Handschuhen, Schal und Mütze eingemurmelt ließ es sich auch ganz gut aushalten. Der Winter hat uns ja in Sachen Schnee und Glätte bisher in Kiel verschont. Ich kam etwas früher an als gedacht, denn das Café öffnete tatsächlich sehr pünktlich um 11 Uhr. Bis dahin konnte ich noch eine Runde um den Block drehen und die sonntägliche Stille Kiels genießen.

Nach meiner Runde um den Block sah ich auch schon die ersten Zeichner warten und aus allen Richtungen zum Café strömen. Gemeinsam wurde es schon irgendwie ein Flashmob im Eingangsbereich des Cafés. Augenscheinlich waren die Barista etwas überrascht über den frühen Ansturm. Glücklicherweise verfügt das Café nicht nur über die Plätze, welche man von der Straße aus sieht, sondern auch über einen weiteren Raum in Richtung Hinterhof. So besetzten wir, nicht ohne uns vorher brav am Tresen ein Heißgetränk zu bestellen, auf einen Schlag das halbe Café.

Melanie und ich waren im Sommer schon einmal hier vorbei gegangen und sie hat dieses Café ursprünglich entdeckt. Damals war es noch ein anderer Betreiber mit anderen Öffnungzeiten. So spielte es uns in die Hände, dass nun eine neue Filiale vom Loppokaffee hier aufgemacht hatte. Gegenüber des Cafés ist die architektonisch intressante Kapelle der Katholisch-Apostolischen Gemeinde. Leider ist die Kapelle selbst anscheinend nicht offen und auch über die Gemeinde an sich lässt sich wenig in Erfahrung bringen. Als Motiv zum Zeichnen macht sie sich durch das Fenster vom Loppokaffee allerdings ganz gut.

Die Zeit verging mit gutem, frischem Kaffee aus Nicaragua und Kenia wie im Fluge. Bis zum Zusammenlegen schaffte ich es nicht ganz mein Bild so auszuarbeiten, wie ich mir das vorgestellt hatte. Nunja ich war nicht der einzige, der nach dem Aufbruch eines Teils der Gruppe, noch etwas sitzen blieb und in Ruhe zuende zeichnete.

Tierisch, tierisch!

Am Sonntag, den 15.12. hieß es ab ins zoologische Museum! Gepackt mit bunten Stiften und Skizzenbuch trafen wir uns am Eingang des Museums, bzw. kurz darauf im Eingangsbereich. Drinnen wars schön warm und vor allem windgeschützt.

Nach Zahlung des Eintritts und Verstauung von Jacken und Taschen, bewaffneten wir uns mit Stiften und Skizzenbüchern und machten zunächst einen kurzen Rundgang, ehe wir uns aufteilten. Dabei waren wir alle so gut verteilt, dass ich die anderen erst nach unserer 2-stündigen Sketchingrunde wieder sah. Aber ich war auch ziemlich beschäftigt gewesen. Ich nahm mir nämlich die Strandkrabbe vor und die war gar nicht so einfach, wie ich mir dachte. Also mal schnell ins Buch sketchen war da irgendwie nicht.

Mein Motiv.

Da ich zum Schluss gefragt wurde, hier noch einmal für alle:

Ich habe ausschließlich mit Polychromos (Faber Castell) gearbeitet. Zunächst habe ich mir auf meinem grauen Skizzenbuchpapier (The Graybook, Hahnemühle) mit einem weißen Polychromo die Linien der Krabbe vorsichtig (vor)skizziert. Danach erst bin ich in die Farbe gegangen und habe abwechselnd insgesamt 6 Farben verwendet. Dabei habe ich sie auch immer wieder „gemischt“, indem ich mehrmals über eine Farbe drüber bin (also sozusagen mehrere Schichten übereinandergelegt). Dunkelheiten habe ich mit stärkerem Druck, bzw mit der Verwendung von Schwarz erzeugt. Bei „Glanzstellen“ bin ich außerdem nochmal mit weiß drüber. Wenn ich das nochmal zeigen soll, gebt Bescheid!

Hier die verwendeten Farben (wenn ihr die Krabbe nachmalen wollt):

  • weiß (101)
  • beigerot (132)
  • Ocker gebrannt (187)
  • Chromgelb dunkel (109)
  • Pompejanischrot (191)
  • Schwarz (199)

Nach 1 1/2 Stunde merkte ich dann, dass es schon recht spät war. Ich wollte doch unbedingt noch eine Qualle malen! Also beendete ich meine Krabbe und setzte mich dann zu der auserkorenen Ohrenqualle.

Das „Original“ und meine Skizze.

Für die Qualle hatte ich nun nicht mehr ganz so viel Zeit, daher ist diese nicht ganz so gut ausgearbeitet. Diese ist eher eine Skizze! 😉

Hier habe ich mit nur 3 Farben gemalt: Weiß, Ocker und Indigo. Mir war das Grau (des Papiers) nicht dunkel genug, weshalb ich noch das Indigo benutzte. So kommt sie noch besser zur Geltung finde ich, aber ich hätte sie so gerne noch fertig gezeichnet…!

Martins Motiv.

Während ich im Raum neben der Tiefsee zeichnete, war Martin ein Stück weiter oben und skizzierte das Pottwal-Skelett. Nachdem er dieses fertig hatte, holte er uns alle ab. Wir trafen uns also gegen 14 Uhr, um alle Bilder noch einmal zusammenzulegen. Das machten wir dann in einem der unteren Räume (beim Eingangsbereich).

Dabei wurde viel besprochen sowie Ideen und Techniken ausgetauscht, wie man auf den Fotos sehen kann.

Es war wieder einmal eine schöne Runde und ich bedanke mich bei allen, die dabei waren. Es war wieder schön mit euch und ich hoffe, ihr seid auch im neuen Jahr wieder dabei. Ich freue mich, dass wir eine so aktive Gruppe sind und hoffentlich auch lange bleiben. Ich werde wahrscheinlich nur noch am Dienstag (17.12.) dabei sein können, dann erst wieder im neuen Jahr. Ich wünsche euch allen schöne Weihnachten und einen guten Rutsch.

Zum Scan meiner beiden Bilder könnt ihr auch auf meinem Blog vorbei schauen: