Auf einen Schwank in die Forstbaumschule

Hallo liebe Leserinnen und Leser. Mit etwas Verspätung berichte ich euch noch gerne von unserem mittäglichen Treffen am 23.02.2020 in der Forstbaumschule.

Nachdem wir im Vorwege noch etwas Überzeugungsarbeit geleistet hatten, wurden wir 7 Zeichner, die sich bei bestem Kieler Schietwedda, diesmal gegen 13:15 Uhr, in der Forstbaumschule trafen. Melanie hatte dort einen Monat im Voraus einen Tisch gebucht, den wir auch fast komplett gefüllt bekamen. Selbst Sonja, die im Vorwege noch schwankte, was für einige Lacher in der WhatsApp Gruppe sorgte, fand sich ein. Sie schwankte natürlich nicht, wie ich in Emojis „😆🥂🥴“ andeutete, weil sie zuviel getrunken hatte, sondern rang um die Entscheidung ob sie zum Zeichnen kommen wolle.

Melanie und ich waren überpünktlich dort und drehten, trotz Regenwetter noch eine klitzekleine Runde durch den Park, bevor wir hinein gingen und auf die ersten Zeichner warteten. Als diese wenige Momente später eintrafen, ließen wir uns zu unserem Tisch führen, der erst noch geräumt werden musste.

Was sich oft schwierig gestaltet, ist die Motivwahl in dieser rustikalen Gastronomie. Es gibt zwar viele schicke Ecken, aber diese sind nicht unbedingt alle von dem Tisch, wo wir diesmal und auch im letzten Jahr gesessen hatten, einsehbar. Auch diesmal versuchte ich wieder die heimelige Stimmung einzufangen. Ich probiere derzeit immer noch etwas Passendes für den „Vordergrund“ zu finden, welcher ja bekanntlich „das Bild gesund macht“ (Ein Spruch den Ulrike Plötz einmal in einem Kurs brachte, welcher mir gut haften geblieben ist). In dem Fall war es eine von den Bedienungen, welche mir passenderweise im richtigen Moment durchs Bild gelaufen ist. Der richtige Moment ist dann, wenn ich die grobe Skizze des Raumes fertig habe und die Zeichnung noch nicht komplett mit Fineliner ausgearbeitet ist. Dazu muss ich sagen, dass ich in solch einem Augenblick natürlich nicht alles einfangen kann. Was gut geht sind Körperhaltung und mit Glück die Mimik. Dinge wie Farbe der Kleidung und weitere Details ergänze ich gerne im Nachhinein, wenn die Bedienung das vierte oder fünfte Mal an mir vorbei läuft.

So zeichnete jeder, was ihm gerade in dem gut gefüllten Gastraum gefiel. Manche zeichneten die schon frühlingshafte Tischdeko, andere die Details des Raumes oder weitere Gäste an den umliegenden Tischen.

Gegen 15 Uhr legten wir die Bilder wie gewohnt zusammen. Seht selbst, was entstanden ist:

Nach dem Zusammenlegen blieben Melanie, Julia und ich noch zum Kaffee und gönnten uns dazu einen Hefekloß bzw. Waffeln mit Vanilleeis und Roter Grütze. Lecker! So ließen wir den Zeichentag entspannt plaudernd ausklingen, bevor wir uns wieder durch den Regen auf den Heimweg machen mussten.

Medizin und Pharmazie erzeichnen

Am Sonntag, den 09.02.2020, machten wir uns trotz des stürmischen Wetters auf zur Medizin- und Pharmaziehistorische Sammlung der Uni Kiel. Dort trafen wir uns um 12 h im Museum und verstauten unsere Sachen in den Spinten. Danach suchte sich jeder sein eigenes Motiv, die einen in der 1. Etage im Bereich der Pathologie, die anderen in der 2. Etage wo es viel Pharmazeutisches zu sehen gibt.

Martin und mich hat es in die Abteilung Pathologie verschlagen, jedoch nicht etwa wegen Leichen (die es hier natürlich nicht zu sehen gab, dafür aber einige Körper- und Weichteile), sondern weil wir in diesem Bereich arbeiten und daher das ein oder andere kennen. Es einmal zu zeichnen, könnte doch interessant sein, oder? (Wer kommt denn schon auf die Idee, seinen Arbeitsplatz oder Arbeitsmaterialien von der Arbeit zu zeichnen? Ich habe es jedenfalls noch nicht gemacht.)

Bei meinem Rundgang durch die Zimmer kam ich auch in einem kleinen „Raum“, bei dem man einem Diktat (aus dem Bericht der Histologie) lauschen konnte. Doch ich musste schnell weg. Nicht etwa, weil es eklig klang, sondern weil ich am Sonntag nichts von meiner Arbeit hören wollte – 5 Tage reichen schon, irgendwann brauche ich auch einmal eine Pause! Ich höre solche Diktate nämlich auf der Arbeit ziemlich häufig, da ich die Befunde für unsere Ärzte schreibe…

Im Raum nebenan machte ich es mir dann aber mit Martin doch gemütlich und setzte mich an ein paar Zeichnungen der Färbelösungen Giemsa und Eosin, mit denen Martin sicherlich sehr häfig zu tun hat, da er ja in einem Labor arbeitet (und ich nur im Büro).

Anschließend suchte ich mir noch ein zweites Motiv, welches ich in der 2. Etage fand. Dort saßen auch alle anderen und zeichneten fleißig. Für mein zweites Motiv nahm ich das Cappuccino-Book. Durch die braune Färbung konnte ich den weißen Schrank gut hervorheben. Fertig wurde ich allerdings nicht. So habe ich aber unterhalb meiner Zeichnung noch etwas Platz für ein wenig Text…

Gegen 14 uhr legten wir unsere Zeichnungen zusammen. Auch heute, an einem so stürmischen Tag, haben wir wieder viel Spaß gehabt und es sind tolle Zeichnungen dabei entstanden. Danach machten wir uns alle schnell auf den Heimweg, um nicht vom Winde verweht oder vom Regen weggespült zu werden. Für heute war die Ankunft von Sturmtief Sabine angekündigt und das Wetter wurde dann auch richtig mies.

Zeichnen im Dunkeln

An diesem Dienstag, den 21.01.2020, waren wir in der Pumpe. Dieses Mal war es ein recht spätes Sketching-Treffen, da die Kneipe in der Pumpe erst um 18 Uhr öffnete.

Als Martin und ich etwas nach 18 Uhr ankamen, sahen wir auch schon Thomas und Julia. Sie warteten im Eingangsbereich. Gemeinsam suchten wir uns schon einmal einen Platz. Allerdings war es hier recht dunkel, sodass man einen „gut beleuchteten“ Platz suchen musste. Dennoch setzten wir uns hinter die Pumpe Nr. 2 im Zentrum und begannen zu Zeichnen.

Ich wählte einen Blick zum Eingang und sah daher auch, als Monika reinkam. Doch Thomas war schneller und rief schon nach ihr. Schnell fand sie uns dann in „der hintersten Ecke“ sitzen und gesellte sich zu uns.

Zu viert malten wir das mächtige Pumprad, jeder auf seine Weise. Martin war dieses Mal recht früh fertig, sodass er noch ein paar Fotos von uns machte. Bald darauf legten wir aber auch schon unsere Bilder zusammen, um ein Foto davon zu machen.

Am Ende saßen wir noch etwas zusammen und unterhielten uns, bis Martin seine Sachen einpackte und alle damit in Aufbruchstimmung brachte *lach*. Es war wieder sehr schön mit euch und hat mir viel Spaß gemacht! Gerne auch wieder zu solch später Stunde.

Feuerfrei mit Aquarellstift und Dampfpfiff

Hallo liebe Leserinnen und Leser. Heute möchte ich euch von unserem erneuten Besuch im Kieler Maschinen Museum am 19.01.2020 berichten. An diesem Tag fanden dort Vorführungen und Vorträge mit dem Thema „Feuer, Wasser, Dampf – Zur Geschichte der Dampfmaschine, 1. Teil“ statt.

Melanie und ich reisten an diesem kühlen Morgen mit dem Fahrrad an und trafen schon an der Straße beim Anschließen der Fahrräder auf weitere Zeichner. Dabei eine frisch nach Kiel gezogene und interessierte Zeichnerin, welche durch Mundpropaganda zu uns gefunden hat. Wir mussten dann nur etwas Rätseln welche von unseren vielen Susanne’s es denn gewesen ist, die sie zu uns gebracht hat. Gemeinsam gingen wir zum Eingang, wo wir auf weitere Zeichner warteten, die Stück für Stück und überwiegend mit dem Rad, eintrudelten.

Etwas später merkten wir dann, dass sich einige unserer Gruppe schon drinnen ein warmes Plätzchen gesichert hatten. Es war auch heute wegen den Vorführungen wieder sehr voll. Ich flüchtete darum aus der hinteren in die vordere Halle mit der großen Kesselpumpe. Diese hat mich das letzte Mal schon sehr gereizt sie zu zeichnen, doch mir erschienen die Gänge etwas eng. So setzte ich mich diesmal in eine Nische an der Seite mit einem guten Blick auf die Pumpe. Im Laufe der Zeit kamen viele Familien mit ihren Kindern vorbei, welche überwiegend voll des Lobes die Zeichnung bewunderten. Oft kommt dann allerdings gerne auch die Frage, warum ich denn hier male. Im Hinterkopf muss ich dabei immer an den Kommentar eines Vaters denken, der seinem Spross einmal darauf antwortete, dass wir zu arm für einen Fotoapparat wären. Persönlich antworte ich dann immer, dass es mir viel Spaß macht an unterschiedlichen Orten komplizierte Dinge zu zeichnen.

Auch diesmal hatten sich alle Sketcher, die zu meiner Freunde in großer Zahl erschienen waren, in alle Ecken und Winkel des Museums verteilt. Als ich mit meinem Motiv fertig war, ging ich eine Runde, um alle Zeichner an das gemeinsame Treffen zum Zusammenlegen zu erinnern. Monika hatte mich die gesamte Zeit wohl gehört, nur nicht gesehen, denn sie zeichnete auf der anderen Seite der „Kesselhalle“. Susanne B., die an einem Stehtisch im Kaffee- und Kucheneck stand, brauchte neue Visitenkarten. Sonja hatte sich geschickt hinter einem Vorführtisch verbarrikadiert und Melanie, welche das Modell der Straßenlokomotive zeichnete, in einer Ecke direkt daneben. Wir sind ja alle brav, ruhig und pflegeleicht, wenn wir in unserem Eck ungestört herumsitzen wollen, um zu zeichnen. Das Pfeifen, Zischen und die Menschenmassen waren heute eine kleine Herausforderung für alle Zeichner. Diese allerdings muss man an solchen Tagen bei solchen Vorträgen und Veranstaltungen wohl auch erwarten.

Beim Zusammenlegen bot sich dann erneut eine breite Palette an Motiven und Zeichenstielen. Im Gegensatz zum letzten Treffen im Maschinenmuseum hatte sich die Gruppe viel mehr verteilt und dadurch auch ganz verschiedene Motive gewählt.

Im Anschluss noch einzelne nachgereichte und zuende gemalte Bilder:

Mir hat dieses Treffen wieder viel Spaß gemacht und allen Kommentaren nach, die ich an diesem Tag hörte, wird auch dies wohl nicht unser letztes Treffen im Maschinenmuseum gewesen sein. Es gibt da noch soooooo viel zu zeichnen. Vielleicht ja auch einmal im Außenbereich bei dem Dampfsägewerk oder in dem kleinen Haus mit dem Uboot-Dieselmotor.

PS: Was ist ein Dampfpfiff einer Dampfpfeife? Die Antwort gibt es hier: klick mich

Tierisch, tierisch!

Am Sonntag, den 15.12. hieß es ab ins zoologische Museum! Gepackt mit bunten Stiften und Skizzenbuch trafen wir uns am Eingang des Museums, bzw. kurz darauf im Eingangsbereich. Drinnen wars schön warm und vor allem windgeschützt.

Nach Zahlung des Eintritts und Verstauung von Jacken und Taschen, bewaffneten wir uns mit Stiften und Skizzenbüchern und machten zunächst einen kurzen Rundgang, ehe wir uns aufteilten. Dabei waren wir alle so gut verteilt, dass ich die anderen erst nach unserer 2-stündigen Sketchingrunde wieder sah. Aber ich war auch ziemlich beschäftigt gewesen. Ich nahm mir nämlich die Strandkrabbe vor und die war gar nicht so einfach, wie ich mir dachte. Also mal schnell ins Buch sketchen war da irgendwie nicht.

Mein Motiv.

Da ich zum Schluss gefragt wurde, hier noch einmal für alle:

Ich habe ausschließlich mit Polychromos (Faber Castell) gearbeitet. Zunächst habe ich mir auf meinem grauen Skizzenbuchpapier (The Graybook, Hahnemühle) mit einem weißen Polychromo die Linien der Krabbe vorsichtig (vor)skizziert. Danach erst bin ich in die Farbe gegangen und habe abwechselnd insgesamt 6 Farben verwendet. Dabei habe ich sie auch immer wieder „gemischt“, indem ich mehrmals über eine Farbe drüber bin (also sozusagen mehrere Schichten übereinandergelegt). Dunkelheiten habe ich mit stärkerem Druck, bzw mit der Verwendung von Schwarz erzeugt. Bei „Glanzstellen“ bin ich außerdem nochmal mit weiß drüber. Wenn ich das nochmal zeigen soll, gebt Bescheid!

Hier die verwendeten Farben (wenn ihr die Krabbe nachmalen wollt):

  • weiß (101)
  • beigerot (132)
  • Ocker gebrannt (187)
  • Chromgelb dunkel (109)
  • Pompejanischrot (191)
  • Schwarz (199)

Nach 1 1/2 Stunde merkte ich dann, dass es schon recht spät war. Ich wollte doch unbedingt noch eine Qualle malen! Also beendete ich meine Krabbe und setzte mich dann zu der auserkorenen Ohrenqualle.

Das „Original“ und meine Skizze.

Für die Qualle hatte ich nun nicht mehr ganz so viel Zeit, daher ist diese nicht ganz so gut ausgearbeitet. Diese ist eher eine Skizze! 😉

Hier habe ich mit nur 3 Farben gemalt: Weiß, Ocker und Indigo. Mir war das Grau (des Papiers) nicht dunkel genug, weshalb ich noch das Indigo benutzte. So kommt sie noch besser zur Geltung finde ich, aber ich hätte sie so gerne noch fertig gezeichnet…!

Martins Motiv.

Während ich im Raum neben der Tiefsee zeichnete, war Martin ein Stück weiter oben und skizzierte das Pottwal-Skelett. Nachdem er dieses fertig hatte, holte er uns alle ab. Wir trafen uns also gegen 14 Uhr, um alle Bilder noch einmal zusammenzulegen. Das machten wir dann in einem der unteren Räume (beim Eingangsbereich).

Dabei wurde viel besprochen sowie Ideen und Techniken ausgetauscht, wie man auf den Fotos sehen kann.

Es war wieder einmal eine schöne Runde und ich bedanke mich bei allen, die dabei waren. Es war wieder schön mit euch und ich hoffe, ihr seid auch im neuen Jahr wieder dabei. Ich freue mich, dass wir eine so aktive Gruppe sind und hoffentlich auch lange bleiben. Ich werde wahrscheinlich nur noch am Dienstag (17.12.) dabei sein können, dann erst wieder im neuen Jahr. Ich wünsche euch allen schöne Weihnachten und einen guten Rutsch.

Zum Scan meiner beiden Bilder könnt ihr auch auf meinem Blog vorbei schauen:

Herbstliche Pflanzenpracht

oder: Wie man den Herbst genießen kann ohne, dass das Wetter mitzeichnet. Wir haben dem herbstlichen Neuen Botanischen Garten Kiel, am Sonntag den 27.10.2019, erneut einen Besucht abgestattet.

In Kiel kennt man das vom Herbst nicht anders. Regen und Sonnenschein wechseln hier an der Küste oft in schnellem Tempo. Auch dieser Sonntag hat dabei keine Ausnahme gemacht und uns mit beidem beglückt. Der beste Ort, um dann zu zeichnen und zu malen ist irgendwo im Warmen, Trockenen und windgeschützt. Für uns Urban Sketcher sollte es dann natürlich auch noch ein schönes Motiv vor Ort sein. Gewünscht wurde erneut ein Besuch im Botanischen Garten und dieser bietet eine Fülle von Motiven in seinen Gewächshäusern, welche alle drei Punkte erfüllen können (Zumindest wenn man nicht gerade während einer künstlichen Beregnung im Tropenhaus zeichnet)

An diesem Sonntag wurde gewählt und Melanie und ich machten einen kleinen Umweg mit dem Rad über unser Wahllokal zum Neuen Botanischen Garten der CAU Kiel. Wir kamen schnell und trocken durch den Morgen und konnten sogar noch einen kleinen Herbstspaziergang durch den herbstlich und teils Halloween-mäßig geschmückten Garten machen. Dabei sammelten wir schon allerlei Mitzeichner ein, die sich ebenfalls eingefunden hatten. Zum Start gegen 11 Uhr waren wir schon eine recht große Gruppe und sogar zwei Neulinge waren dabei.

Ich wollte unbedingt einmal die Gewächshäuser selbst zeichnen, jedoch dabei nicht im Freien bleiben, denn es war heute windig und es wurden vereinzelte Schauer gemeldet. Darum fand ich schnell im Vorraum zu den Gewächshäusern ein schönes Motiv in einer herbstlich geschmückten Bank, welche dort vor dem Fenster zum Innenhof stand. Verspätet trafen noch die ein oder anderen Mitzeichner ein und verteilten sich vor der Tür oder in den Gewächshäusern. Die arme Renate erwischte es dabei dann echt blöd. Sie fand das Motiv (eine Vogelscheuche mit Kürbissen) vor dem Eingang ganz toll. Jedoch setzte, kurz nachdem sie sich zum Zeichnen hingesetzt hatte, ein Regenschauer ein und sie musste schnell flüchten.

Interessant was man so alles mitbekommt, wenn man einfach nur still in solch einem Eingangsbereich sitzt und lauschend vor sich hin zeichnet. Mein Highlight des Tages war dabei eine Dame die mit ihrer „Privat-Ente, Arnold“ Gassi ging und diese im Eingangsbereich abgesetzt hat. Arnold tat dann, was zum erstauenen der anderen Gäste und der kuchenausgebenden Studenten, eine Ente eben manchmal tut. Sie hat sich mit einem kräftigen: „NAK NAK NAK!“ lautstarkt beschwert. Besonders die sich überall einmischenden Omis und die Studentin, welche schauen kam, was da los ist, haben mich sehr erheitert. Später setzte sich noch Melanie zu mir und malte auch einen kleinen Ausschnitt der Kürbis Deko auf der Bank.

Gegen 13 Uhr ging Melanie noch eine kleine Runde um nach den anderen Zeichnern zu schauen und sie langsam für das Zusammenlegen zu uns zu holen. Da es vor der Tür zu windig und im Eingangsbereich zu dunkel war, entschieden wir uns in den Innenhof zu gehen. Derzeit strahlte die Sonne auch schön zwischen den Wolken hindurch. Nur der Wind war auch hier erstaunlich kräftig, was das Fotografieren nicht besonders einfach gemacht hat. Gegen Ende mussten wir sogar dem Bild von Thomas nachjagen. Gut das es an einer Bank hängen blieb, bevor es total vom Winde verweht wurde! Nur Susanne hat es leider verpasst, sie war so sehr ins Zeichnen vertieft, dass sie es trotz Melanie’s Bescheidgeben nicht rechtzeitig zum Zusammenlegen geschafft hat. Dafür hat sie uns das Bild noch bei Whatsapp geteilt.

Im Anschluss blieben noch einige um mit uns zusammen Kaffee zu trinken und Kuchen zu essen. Im Eingangsbereich wird glücklicherweise von Studenten, Vereinsmitgliedern des Freundeskreises Botanischer Garten e.v. oder Angestellten des Botanischen Gartens, Getränke und Kuchen zum kleinen Preis ausgegeben. So saßen wir noch in gemütlicher Runde etwa eine Stunde beisammen und plauschten nett im Trockenen. Sobald wir uns danach auf den Heimweg machten, fing es allerdings an zu Regnen. Tja nicht nur der April macht was er will.

Auch wenn wir nass wurden, war es wieder ein schöner gemeinsamer Tag mit unserer Gruppe im Botanischen Garten.

Herbstliche DESIGNTAGE Kiel

Hallo liebe Leserinnen und Leser, in diesem Beitrag soll es um unser Treffen zu den DESIGNTAGEN Kiel 2019 am Samstag den 28.09.2019 , im Alten Botanischen Garten, gehen.

Ich reiste früh an diesem Tag an, denn wir wollten uns um 11 Uhr vor dem Eingang zum Topfhaus treffen. Dort angekommen, blieb mir sogar noch etwas Zeit einen kleinen Spaziergang um das frisch renovierte Topfhaus zu machen. Als ich wieder am Eingang ankam, entdeckte ich Sonja, die auch direkt nach mir eingetroffen war. Kurz darauf wurden wir von Herr Bohnsack (aka Farbgourmet), unserem Gastgeber von Hugo Hamann, begrüßt und uns wurde ein Fähnchen (welches uns als Urban Sketcher ausweisen sollte) und ein Geschenkbeutel mit Zeichenblock und Stiften überreicht.

Nach einem kurzen Plausch suchten wir uns dann ein Motiv. Eigentlich hatte ich überlegt, dass ich von dort oben doch gut die HDW Kräne und die Förde zeichnen könnte. Die gut wachsende Vegetation machte dem allerdings einen Strich durch die Rechnung. Es wurde schnell klar, dass es an diesem schönen Tag der Pavillon, welcher an der höchsten Stelle des Alten Botanischen Gartens steht, sein würde.

Sketchen im Alten Botanischen Garten am Pavillon

Aus unserer Gruppe von anfänglich 3 Sketchern wurden gegen Mittag sogar bis zu 12 als eine Gruppe aus Eckernförde für eine schnelle Runde Sketchen dazu stieß. Über den ganzen Tag kam es zu vielen netten Unterhaltungen, Fragerunden und interessierten Anfragen. Gegen 14 Uhr legten wir verbliebenen Zeichner einmal die Bücher zusammen.

Ich brauchte dann erstmal eine Pause und guckte mich im Topfhaus in den Räumen der Firmen um, welche zu den DESIGNTAGEN ihre Werke präsentierten. Darunter waren viele Möbel, Schmuck und Inneneinrichtungsgegenstände. Auch Hugo Hamann hatte einen kleinen Raum für die Vorführung der Ölmalerei von Mario Götting reserviert. Im Anschluss an meinen Rundgang brauchte ich erstmal einen heißen Kaffee und ein Stückchen Pizza zum Aufwärmen. Während ich so auf die Pizza wartete, fand ich eine tolle Perspektive um das Topfhaus zu zeichnen. So setzte ich mich zwischen den Getränkewagen und den Pizzabus und zeichnete von dort das Treiben vor dem Eingang des Topfhauses. Inzwischen war auch endlich Melanie eingetroffen, welche bei Monika einen Kurs belegt hatte, der bis in den Nachmittag ging. Ute hat sie von dort dankenswerterweise mit dem Auto mitgebracht und so schlossen sich beide auch noch für einen kurzen Sketch der Gruppe an.

Nachmittags sind so noch diese Werke entstanden.

Gegen 17 Uhr machte ich noch mit Melanie zusammen einen kleinen Rundgang und wir tranken noch etwas, bevor wir uns dann gegen 18 Uhr auf den Heimweg machten. Ich fand es einen gelungenen Tag. Es war allerdings auch sehr anstrengend, so lange zu zeichnen. Als wir daheim ankamen, war ich fix und fertig. Damit war das Wochenende bei den DESIGNTAGEN aber noch nicht beendet, am nächsten Tag sollte es noch weiter gehen.

Davon mehr in Melanies Beitrag zum Sonntag den 29.09.2019.

Motivschwemme am Germaniahafen

Hallo liebe Leserinnen und Leser. Am Sonntag den 25.08.2019 trafen wir uns bei der Hörn am Germaniahafen.

Es herrschte wunderbares Sommerwetter und Melanie und ich reisten mit dem Fahrrad an. Dort angekommen konnten wir direkt eine neue Zeichnerin in unserer Runde begrüßen. Nachdem wir noch eine Weile auf weitere Nachzügler gewartet hatten, suchten wir uns ein Plätzchen im Schatten der Kaimauer.

Dort zeichneten einige in Richtung der Hochhäuser am Germaniahafen, andere wiederum die Traditionssegler, die Hörnbrücke oder in Richtung des Bahnhofes. Motive gab es hier viele.

Ich hatte mir vorgenommen die Hörnbrücke zu zeichnen und just in dem Moment in dem ich beginnen wollte, wollte auch ein Schiff den Innenhafen verlassen und die Brücke wurde hoch geklappt. Diesen Moment fing ich in Windeseile mit dem Bleistift ein, leider nicht ohne das mir einige perspektivische Fehler passierten. Ärgerlich! Jedoch mit etwas Farbe in der Zeichnung kommt es kaum zur Geltung. Bei diesem Treffen habe ich mich viel unterhalten und so kam es, dass die Brücke nur einen Schuss Rot bekam, bevor wir uns dann auch schon zum Zusammenlegen trafen. Rückblickend habe ich es so endlich einmal geschafft nur 10% Farbe ins Bild zu bringen. Sonst bin ich eher Komplettist.

Beim Zeichnen und Unterhalten verging die Zeit wie im Fluge und so war es schnell 13 Uhr. Die Sonne kam um die Ecke und es herrschte Aufbruchstimmung. Wir schafften es noch vor der Bilderbuchkulisse unsere Werke zusammen zu legen. Seht was an diesem Sonntag Mittag so entstanden ist:

PS: Bitte entschuldigt, dass die Beiträge so spät erst erschienen. Melanie und ich sind gerade im Urlaub und in der Woche davor hatten wir noch viel um die Ohren.

Im Wald an der Förde

Am Sonntag waren wir im Park der Forstbaumschule und haben uns dort zunächst vor dem Restaurant versammelt. Als wir eintrafen, wartete man bereits. Stück für Stück kamen aber noch mehr, sodass wir nicht die letzten waren. Wir waren mal wieder eine recht große Gruppe und ein neues Gesicht war auch dabei.

Leider habe ich vergessen, mal ein Gruppenbild von uns allen zu machen! Denn am Schluss waren nur noch wenige beim Zusammenlegen der Bilder dabei. (Wir hatten leider vergessen zu sagen, wann und wo wir uns nochmal zum zusammenlegen treffen wollten…)

Weil es recht frisch war, sind einige etwas früher gegangen, andere wiederum haben wir völlig aus den Augen verloren und sind erst viel später zu uns gekommen. Zum Glück wollten wir noch unsere Bilder fertig malen, sonst hätten wir auch die beiden nicht mehr getroffen.

Dennoch haben wir wieder eine Fülle von verschiedenen Zeichnungen zusammen bekommen.

Und so sehen nun unsere Bilder fertig coloriert aus (wir waren bis 13:30 Uhr noch vor Ort!).

Zwischen Kriegerdenkmal und Ostseekreuzfahrern

Moin liebe Leserinnen und Leser. Heute berichte ich euch von unserem Zeichnertreffen am Sonntag den 02.06.2019 im Schlosspark. Melanie und ich radelten an diesem Tag zu unserem Treffpunkt.

Als wir eintrafen hatte sich schon eine größere Gruppe an Zeichnern eingefunden und war teils schon ins Skizzieren vertieft. Ich brauchte allerdings erst einen Moment mich zu orientieren und überlegte zusammen mit Melanie, was wir denn hier eigentlich gerne zeichnen wollen. Für mich war es das Kreuzfahrtschiff AIDAbella. Wenn man schon mal hier zeichnet und Eines da ist, dann muss man es auch gleich mal mitnehmen, so dachte ich. Also gingen wir vom Kriegerdenkmal, bei dem wir uns trafen, in Richtung Kunstgalerie. Dort ließen wir uns nach etwas Auskundschaften der Blickachsen im Schatten nieder.

Nun verteilten sich viele Zeichner quer im Park. Allerdings brannte die Sonne so heiß vom Himmel, zu dieser Mittagsstunde, dass es nur im Schatten wirklich lange genug auszuhalten war.

Melanie zeichnete wie die Weltmeisterin auf kleinem Format, ich vertiefte mich in meinen Blick über die Fußgängerbrücke in Richtung Cruise Terminal Ostseekai. Leider kam die Sonne langsam herum, so das ich zwischenzeitig dem Schatten nach eilen musste, um nicht gebraten zu werden. Beim Sketchen hole ich mir in letzter Zeit oft einen Sonnenbrand weg.

Wenn ich mich in eine Zeichnung vertiefe vergeht die Zeit wie im Fluge. Also war es „mir nichts dir nichts“ kurz vor 13 Uhr und wir machten uns auf den Weg zurück zu unserem Treffpunkt am Kriegerdenkmal. Dort sahen wir erst wieviele Zeichner sich noch eingefunden hatten. Insgesamt waren wir wohl so an die 12 Stück, zu diesem ersten „richtigen“ Sommer-Treffen (mit passendem Wetter).

Zeichner am Kriegerdenkmal

Dementsprechend war auch eine beachtliche, bunte Vielfalt an Werken zustande gekommen. Wir legten sie alle auf dem Kriegerdenkmal zusammen und tauschten uns noch viel über die Zeichnungen aus. Soweit ich es heraushören konnte, waren wieder alle sehr zufrieden mit ihren Werken. Ich freue mich nun auf viele folgende Treffen, bei so schönem Wetter, an einem schattigen Plätzchen 😉

Zwischen Hirsch und Schwein

Heute waren wir im Tiergehege Tannenberg. Zum Glück spielte das Wetter gut mit, die Sonne strahlte und wir konnten endlich einmal draußen zeichnen!

Zunächst trafen wir uns an der Bushaltestelle und warteten schon recht früh auf alle Zeichner und Zeichnerinnen. Alle paar Minuten traf jemand ein. Viele kamen mit dem Rad, auch wir (Martin und ich). Schnell erkannten wir, dass es auch dieses Mal wieder eine große Runde werden würde, was uns wirklich sehr freute!

Als 10 nach 11 fast alle eingetrudelt waren, liefen wir zum Eingang des Tiergeheges, schlossen unsere Räder an und vereinbarten den Treffpunkt, an welchem wir unsere Bilder zum Schluss ausbreiten wollten. Denn dort stehen Bänke und Tische. Perfekt also für unsere abschließende Besprechung!

Gemütlich liefen wir weiter ins Gehege hinein, zu den Wildschweinen. Dort verteilten wir uns und jeder suchte sich ein für sich passendes Motiv.

Bei den Wildschweinen musste man schnell sein, da diese nach kurzer Zeit das Weite suchten und leider nicht mehr zurück kamen. Allerdings trabte kurz darauf hinter mir die Mufflonherde vorbei, sodass ich mir diese als nächstes Motiv wünschte. Also folgten Martin und ich der Herde.

Hier hielt ich viel die Posen der Tiere fest, da diese sich wirklich schnell bewegten. Danach setzten sich alle hin und ich konnte leider nur noch sitzende Tiere zeichnen. Bei dieser Zeichnung wollte ich von vornherein sehr skizzenhaft zeichnen und habe daher auch nur eine gemischte Farbe (Lichter Ocker und ganz wenig Umbra gebrannt) verwendet.

Martin zeichnete nur die sitzenden Mufflons. Aber auch diese finde ich sehr gelungen!

Eifrig wird gezeichnet, bevor die Finger erfrieren.

Beim nächsten Motiv (Damwild) saßen wir etwas im Schatten und ein kühles Lüftchen wehte (kaum merklich). So mussten wir recht schnell zeichnen, da es schnell kalt an den Fingern wurde.

Wer genau hinsieht, entdeckt wahrscheinlich sogar noch ein paar Mitzeichner zwischen den Bäumen.

Auch hier wollte ich nur eine Farbe verwenden und verschiedene Posen zeichnen, was mir allerdings nicht so gut gelang, da alle saßen und eines ständig den Kopf bewegte. Außerdem legte ich hier die Farbfläche nicht so locker an, wie beim vorherigen Bild. Das muss ich wohl noch etwas üben.

Zum Schluss trafen wir uns wieder am Eingang bei den Fahrrädern und bestaunten die tollen Bilder, die wieder einmal entstanden sind!

Wir machten sogar mal wieder ein Gruppenbild. Vielen Dank dafür.

Zeichner im Glaskasten – Sonntags im Schifffahrtsmuseum

Hallo, heute berichte ich euch von unserem Treffen am Sonntag den 10.03.2019 im Schifffahrtsmuseum. Da Melanie und Ich an diesem Tag vor unserem Treffen zum Brunch am Bootshafen verabredet waren, stießen wir etwas verspätet zur sonntäglichen Zeichenrunde.

Schon von weitem konnten wir die bekannten Gesichter im „Glaskasten“ erkennen. Das Schiffahrsmuseum hat an den Ecken große Panoramafenster, von denen aus man einen super Blick auf die Museeumsbrücke und die gegenüberliegende Werft hat. Hinter diesen saß schon ein Großteil unserer Gruppe, um das zu diesem Zeitpunkt relativ gute Wetter zu nutzen und etwas vom Hafen einzufangen. Spitzbübisch schlichen wir uns nun garnicht so leise an um entgegen aller guter Sitten einmal am Fenster zu klopfen und in die überraschten Gesichter zu gucken. 😉

Blick von der Museumsbrücke auf das Kieler Schifffahrtsmuseum.

Endlich drinnen angekommen gesellten wir uns zu den anderen Zeichnern, in einen gut gefüllten Raum. Einige hatten sich ihre Motive nicht nur im Hafen sondern auch in den Vitrinen des Museums gesucht. Ganz anders die liebe Monika, die heute nun endlich einmal die Chance bekam zu tuen was sie schon immer tuen wollte: Einen Bagger zeichnen! Dieser wurde gut sichtbar zur Sanierung der Kaimauer in idealer Zeichendistanz eingesetzt.

Später beim Zusammenlegen der Zeichnungen wurde wieder deutlich, dass das Schifffahrtsmuseum immer wieder für jeden Geschmack viele tolle Motive bieten kann. Seien es alte nautische Geräte, Uniformen, Schiffsmodelle, Architektur oder eben die Sicht aus dem Fenster auf den Hafen.

Nachtrag Norwegenkai

Hallo liebe Leser. Ich heiße Martin und möchte euch noch einmal über einen schönen Sonntag den 10.02.2019 am Norwegenkai berichten.

Da meine Verlobte Melanie (merquana) nicht anwesend war, hat sie mir gerade gezeigt, wie auch ich mich hier als Autor betätigen kann. Ich möchte Euch zeigen, was wir schönes an diesem wetterlich nicht ganz so schönen Tag geschafft haben.

Es war eine ganze Reihe von Alteingesessenen, aber auch lange nicht gesehenen oder noch nicht dabeigewesenen gekommen, um an einem Tag mit typischem Kieler „Schietweda“, an diesem schönen, warmen und trockenen Ort zu zeichnen. Durch die großen Panoramafenster hat man einen tollen Blick auf den Hafen und die Hörnbrücke. Wer lieber Leute zeichnet, kam hier ebenfalls zu seinen Motiven und konnte jede Menge Norweger oder deutsche Touristen verewigen, oder kennenlernen.

Am Ende konnten wir in großer Runde von 9 Sketchern unsere Werke gemeinsam bewundern und besprechen und ich hatte das Gefühl, dass jenes Treffen allen Spaß gebracht hat.

Ich hoffe Viele bei Gelegenheit einmal wieder treffen zu können. Besonders jetzt wo es unverhofft so früh warm wird, ohne gefühlt richtig Winter geworden zu sein, können wir sicher bald auch wieder draußen Zeichnen ohne das uns die Finger abfrieren.