Mediterranes Flair bei Regenwetter

Liebe Leserinnen und Leser, in diesem Beitrag möchte ich euch von unserem Treffen am 25.10.2020 berichten. Für den Tag hatten wir geplant uns noch einmal zum „goldenen Herbst“ im Botanischen Garten der CAU Kiel zu treffen.

Leider wurde uns schon auf dem Weg zu unserem Treffpunkt klar, dass es wohl schwer werden würde, bei diesem Wetter im Freien zu zeichnen. Allerdings war unser Treffpunkt wohlweislich so gewählt, dass wir einen trockenen Unterschlupf für das typische Herbstwetter hätten. Blöderweise war das damit verbunden, dass wir mit Mund- und Nasenschutzmaske in die zugangsbeschränkten Schau-Gewächshäuser mussten, wo an diesem Tag eine maximale Anzahl von 30 Personen zugelassen war. Da mir das im Vorwege klar war, kam also bei der Auswahl des Zeichenplatzes eigentlich nur das Mediterran-Haus infrage. Die Gänge in den anderen Gewächshäusern, sind leider zu eng, um unter Coronabedingungen keinem anderen Besucher im Wege zu sein.

So machten wir uns nach dem Sammeln vor dem Eingang auf den Weg zum Mediteran-Haus wo wir auch schnell Plätze fanden um zu zeichnen. Über WhatsApp immer in Kontakt mit vielen anderen Gruppenteilnehmern, bekamen wir mit, dass Einige zunächst draußen warten mussten, um eingelassen zu werden oder sich entschlossen gleich draußen unter den Bäumen zu zeichnen.

Die Zeit verging heute beim Zeichnen wie im Fluge und zwischenzeitig konnten wir an diesem Platz auch das Interesse einer weiteren Zeichnerin für unsere Gruppe gewinnen. In etwa gegen 13 Uhr kamen alle, die sich im Mediteranhaus gesammelt hatten, einmal zusammen, um die ihre Werke zu zeigen und sich darüber, mit gebotenem Abstand, auszutauschen.

Nachgereicht wurden noch Werke jener die früher gingen oder direkt im Regen draußen den Herbst eingefangen hatten. Das Herbstlaub ist zu dieser Zeit auch einfach ein verlockendes Motiv und Monika ist eben nicht aus Zucker. 😉

Nach einer kleinen Tour zurück durch die Gewächshäuser, nutzten Melanie und ich noch die Gelegenheit und machten einen wundervoll herbstlichen Spaziergang durch den Außenbereich des Botanischen Gartens. Schade, dass das Wetter heute so unbeständig gewesen ist. Hier trotzdem noch ein paar Herbstimpressionen davon:

Kieler Wetter am Ravensberg

Hallo liebe Leserinnen und Leser, heute möchte ich euch von unserem Treffen am Dienstag den 25.08.2020 auf dem Ravensberg berichten.

Wie üblich machte ich mich nach der Arbeit mit dem Fahrrad auf den Weg zu unserem Treffen. Heute musste ich im Vorfelde noch etwas besorgen. Am Wochenende zuvor rutschten ein paar Kisten von Melanies Schrank (in ihrem Zimmer) und vernichteten unsere alte Zimmerwäschespinne. Daher musste ich mich auf eine Odyssee begeben, um eine neue zu finden. Der große Rossmann, ein Drogeriemarkt an der Ecke Holtenauerstraße/Waitzstraße, war dabei eine Fehlanzeige. Der Haushaltswarenladen am Schauspielhaus hingegen schien vielversprechend. Ich war nur etwas verwundert, als ich dort gebeten wurde, einen MINI Einkaufskorb am Eingang aufzunehmen. Nach kurzem grübeln. wie ich dort eine Wäschespinne hineinbekommen sollte, erschloss sich mir der Grund. Natürlich darf in Coronazeiten nur eine begrenzte Anzahl an Leuten das Geschäft betreten und um nicht ständig zählen zu müssen, wieviele es sind, gibt es nur eine begrenzte Anzahl an Einkaufskörben, welche man dort nehmen kann. Kurz und knapp: Ich wurde dort fündig und konnte mich mit einem süffisanten Grinsen auf eine einhändige Radtour vom Schauspielhaus zum Ravensberger-Wasserturm machen.

Am Spielplatz nördlich des Wasserturmes angekommen, war ich, entgegen meiner Einschätzung, der Erste. Ich schloss mein Fahrrad und die Wäschespinne an und setzte mich mit meinem Zeichenhocker auf die Wiese, um zu warten. Den Blick von hier auf den Wasserturm hatte ich schon gezeichnet, also überlegte ich, was mich heute ansprach. In der Zwischenzeit traf dann auch Melanie dicht gefolgt von Monika und Benita ein. Da es recht bewölkt war und immer mal ein wenig nieselte, war ich an diesem Tage noch nicht so motiviert. Als dann doch der harte Kern da war, überwand ich mich und suchte mir einen mutmaßlich trockenen Platz unter einem Eingangsbereich der RBZ mit Blick auf das Abendgymnasium Ravensberg. Dieses Gebäude ist eine Schule alter Bauart an welche ich tagtäglich auf meinem Weg zur Arbeit vorbei fahre. Sie lockte mich schon länger einmal und bietet aus unterschiedlichsten Perspektiven schöne Motive.

Der Eingangsbereich an dem ich saß, schützte nicht so gut vor Wind und Regen, wie ich zunächst angenommen hatte. Zum Glück wurde es nicht mehr als ein wenig Gefiesel und etwas rauerer Wind. Damit kann ich inzwischen umgehen. Solang die Seiten des Sketchbooks mit Klammern gut gesichert sind, passiert auch fast nichts außer, dass der Regen manchmal mit malt. So vertieft, wie ich während des Zeichnens und Colorierens war, bekam ich kaum mit, dass sich die Anderen recht früh versammelten und zum Zusammenlegen und auf einen Aufbruch drängten. Ich schwang, nach einer WhatsApp Erinnerung von Melanie, nur noch ein paar wenige male den Pinsel und spurtete zurück zu unserem Treffpunkt am Spielplatz, wo Monika und Melanie gezeichnet hatten. Trotz dem dieses Jahr garnicht so üblichem Schietwedda und meiner anfänglichen Demotivation haben wir alle ganz ansehnliche Bilder an diesem Tag zustande gebracht.

Beim Alten Mann aufs Meer schauen

Ich möchte euch noch von unserem Treffen am Dienstag den 25.02.2020 im „Der Alte Mann“ berichten. Dies ist ein kleines Café / Restaurant, welches sich in der alten Fischhalle beim Schifffahrtsmuseum befindet.

An diesem Dienstag hetzte ich bei strömendem Regen von meiner Arbeit durch die halbe Innenstadt zu unserem Treffpunkt. Dort erwartete mich ein warmer, trockener Platz und, so hoffte ich, Kaffee und Kuchen. Von der Brücke zwischen NDR und Museum aus konnte ich schon ein paar Zeichner am Fenster sitzen sehen, allerdings war der Tisch schon voll besetzt und alle waren eifrig am Zeichnen.

Als ich mich umguckte, merkte ich erst, dass die umliegenden Tische auch schon von unserer Gruppe in Beschlag genommen wurden, worauf ich mich direkt zu den Zeichnern setzte. Was mich direkt beim Betreten angelacht hatte, war ein lecker Käsekuchen, wozu natürlich ein Cappucino nicht fehlen durfte. Beides war schnell bestellt und geliefert. 🙂

Mein Motiv war für mich schnell klar. Es musste ein Bild mit Blickrichtung Ostufer und den Kränen der German Naval Yards werden (ehemals HDW). Nun fehlte mir nur noch etwas/jemand für den Vordergrund. Da kam es mir recht gelegen, dass sich jemand von unserer Gruppe erbarmte, um vor mir (Rücken-) Modell zu sitzen. Nachdem ich nur den Hintergrund mit dem Blick aus dem Fenster auf die Kräne coloriert hatte, stellte ich allerdings fest, dass der Vordergrund weiß in weiß gar nicht zur Geltung kam. So entschied ich mich dazu, während es draußen grau in grau war und in Strömen regnete, auch im Vordergrund noch ein paar Farbakzente zu setzen.

Diesmal wurde es nur ein kurzes Zeichnen für mich, denn die Anderen waren alle schon eine halbe Stunde vor mir da und wollten dementsprechend auch schon früher wieder aufbrechen.

Im Anschluss an das Zusammenlegen colorierte ich noch etwas nach. Einzig Julia, welche nach mir zu uns gestoßen war, blieb noch etwas länger, um ihr Bild ebenfalls auszuarbeiten.

Auf einen Schwank in die Forstbaumschule

Hallo liebe Leserinnen und Leser. Mit etwas Verspätung berichte ich euch noch gerne von unserem mittäglichen Treffen am 23.02.2020 in der Forstbaumschule.

Nachdem wir im Vorwege noch etwas Überzeugungsarbeit geleistet hatten, wurden wir 7 Zeichner, die sich bei bestem Kieler Schietwedda, diesmal gegen 13:15 Uhr, in der Forstbaumschule trafen. Melanie hatte dort einen Monat im Voraus einen Tisch gebucht, den wir auch fast komplett gefüllt bekamen. Selbst Sonja, die im Vorwege noch schwankte, was für einige Lacher in der WhatsApp Gruppe sorgte, fand sich ein. Sie schwankte natürlich nicht, wie ich in Emojis „😆🥂🥴“ andeutete, weil sie zuviel getrunken hatte, sondern rang um die Entscheidung ob sie zum Zeichnen kommen wolle.

Melanie und ich waren überpünktlich dort und drehten, trotz Regenwetter noch eine klitzekleine Runde durch den Park, bevor wir hinein gingen und auf die ersten Zeichner warteten. Als diese wenige Momente später eintrafen, ließen wir uns zu unserem Tisch führen, der erst noch geräumt werden musste.

Was sich oft schwierig gestaltet, ist die Motivwahl in dieser rustikalen Gastronomie. Es gibt zwar viele schicke Ecken, aber diese sind nicht unbedingt alle von dem Tisch, wo wir diesmal und auch im letzten Jahr gesessen hatten, einsehbar. Auch diesmal versuchte ich wieder die heimelige Stimmung einzufangen. Ich probiere derzeit immer noch etwas Passendes für den „Vordergrund“ zu finden, welcher ja bekanntlich „das Bild gesund macht“ (Ein Spruch den Ulrike Plötz einmal in einem Kurs brachte, welcher mir gut haften geblieben ist). In dem Fall war es eine von den Bedienungen, welche mir passenderweise im richtigen Moment durchs Bild gelaufen ist. Der richtige Moment ist dann, wenn ich die grobe Skizze des Raumes fertig habe und die Zeichnung noch nicht komplett mit Fineliner ausgearbeitet ist. Dazu muss ich sagen, dass ich in solch einem Augenblick natürlich nicht alles einfangen kann. Was gut geht sind Körperhaltung und mit Glück die Mimik. Dinge wie Farbe der Kleidung und weitere Details ergänze ich gerne im Nachhinein, wenn die Bedienung das vierte oder fünfte Mal an mir vorbei läuft.

So zeichnete jeder, was ihm gerade in dem gut gefüllten Gastraum gefiel. Manche zeichneten die schon frühlingshafte Tischdeko, andere die Details des Raumes oder weitere Gäste an den umliegenden Tischen.

Gegen 15 Uhr legten wir die Bilder wie gewohnt zusammen. Seht selbst, was entstanden ist:

Nach dem Zusammenlegen blieben Melanie, Julia und ich noch zum Kaffee und gönnten uns dazu einen Hefekloß bzw. Waffeln mit Vanilleeis und Roter Grütze. Lecker! So ließen wir den Zeichentag entspannt plaudernd ausklingen, bevor wir uns wieder durch den Regen auf den Heimweg machen mussten.

In Kiel braucht man Gummistiefel

Dank Sonja konnten wir uns am 12.01.2020 im „the niu Welly“ treffen. Sie war so lieb und hat, nachdem sie den Vorschlag für das Treffen dort gemacht hat, alles dafür geregelt. An dieser Stelle noch einmal vielen lieben Dank für deine Mühe und Organisation!

So kamen wir also an diesem verregneten Sonntag im Barbereich des Hotels zusammen und warteten bis alle angekommen waren. Danach erhielten wir drei Zimmerschlüssel und durften uns im 4. Stock die Zimmer ansehen.

Der erste Hingucker in der Etage war schon der Teppich im Flur. Dort sah man „Schattenmenschen mit Regenschirmen“. Und das Licht war so positioniert, dass man seinen eigenen Schatten über die Schattenfigur drüberlegte. So wirkte es wie der eigene Schatten. Passend dazu Regentropfen, oh Verzeihung, ich meine natürlich die Ringe von ihnen. So hatte man das Gefühl, man würde durch eine Pfütze laufen. Gummistiefelabdrücke gab es natürlich auch noch dazu. Allein der Teppich spiegelt das Motto dieses Hotels wieder. Und draußen regnete es wirklich. Wie passend!

Wir begaben uns in eines der Zimmer und entdeckten noch mehr Maritimes. Eine Tapete mit Fischen, frei nach der Bauernweise: „Wenn der Fisch im Wasser empor springt gibt es Regenwetter.“ Alles war in einem schönen maritimen Blau gehalten. Auch im Bad gibt es jede Menge zu sehen, unter anderem Kieler Sehenswürdigkeiten und sogar eine Erklärung, was „Welly“ bedeutet! (Klickt aufs Foto mit dem Gummistiefel)

Für mich war schnell klar, ein Zimmer möchte ich Zeichnen! Und so setzte ich mich mit Martin in eines der kleinen Zimmer und wir zeichneten das Bett, die Lampen, die Tapete.

Ein anderer Teil unserer Gruppe nahm das größere Zimmer und ein Teil malte im Barbereich. Hier könnt ihr einen kleinen Einblick in die Zimmer bekommen:

Nachdem wir unser erstes Bild fertig hatten, gingen wir in den Barbereich zu den anderen. Auch dort wurde noch fleißig gezeichnet, denn dort gibt es viele schöne Motive zu entdecken. Von den Gummistiefeln mit Pflanzen drin, über die Lampen bis zum Spiderschwein über dem Tresen. Auch wir begannen je ein weiteres Bild zu zeichnen. Kurze Zeit später wollten jedoch die ersten aufbrechen und wir legten alle Bilder einmal zusammen. Auch dieses Mal sind wieder so viele schöne und verschiedene Motive entstanden.

Danach machten sich die meisten auf den Heimweg. Doch Sonja, Martin und ich blieben noch etwas, um unsere begonnenen Bilder fertig zu stellen. Die Ergebnisse seht ihr hier:

Ihr wollt auch mal ins niu Welly? Dann schaut hier vorbei oder seht es euch vor Ort an.

Link zum Hotel: the niu Welly und zur Facebook-Seite.