Alles Fisch oder was?

An diesem sehr verregneten Dienstag (11.02.2020) fuhr ich mit dem Rad zum Aquarium, da wegen eines Streikes der Bussfahrer keine Busse fuhren.

Als ich dort ankam, kam mir auch schon Susanne entgegen und gemeinsam gingen wir in den Eingangsbereich des Aquariums und warteten noch auf weitere Zeichner. Hella traf einige Zeit später ebenfalls mit dem Rad ein und Martin sagte mir ab. Da sich sonst keiner mehr gemeldet hatte und niemand mehr von unserer Gruppe kam, gingen wir zu dritt in den großen Schauraum des Aquariums.

Zunächst schauten wir uns etwas um, ehe wir „den Platz“ zum Zeichnen gefunden hatten.

In den vielen Aquarien schwammen so viele interessante Meerestiere, dass die Entscheidung schwer fällt. Wir sollten daher unbedingt noch einmal her kommen!

Doch ich wollte von Anfang an die Heringe malen. Dafür hatte ich extra auch mein graues Buch und Polychromos mitgebracht.

Während ich zu Zeichnen begann, besuchte mich ein kleines Mädchen, dass ganz fasziniert meine ersten Striche ins Skizzenbuch beobachtete. Doch es ging ihr nicht schnell genug. Sie stellte immer wieder Fragen wie z. B. Was malst du da? Warum machst du das? Wird das ein Fisch? Erst als ihre Mama und die Großeltern wieder gehen wollten, ließ sie ab von mir.

Nach etwa einer Stunde hatte ich mein Motiv fertig, wobei es nicht ganz so geworden ist, wie ich es mir eigentlich vorgestellt und gewünscht hatte. Der Glanz der Fischschuppen müsste viel kräftiger sein. Mit meiner weißen Farbe kommt das aber irgendwie nicht richtig raus. Vielleicht sollte ich das noch einmal nachbearbeiten?

Das Heringbecken von mir gezeichnet.

Nachdem ich meine zwei Seiten für fertig befunden hatte, lief ich noch einmal eine Runde und beobachtete nicht nur die Fische, sondern auch die anderen zwei Zeichnerinnen:

Zeichnen zwischen Aquarien.

Anschließend suchte ich mir noch ein weiteres Motiv, welches ich in einem der großen Becken mit den Rochen gefunden hatte. So zeichnete ich den Rochen, der die ganze Zeit vollkommen still in einer Ecke lag. Dabei schwamm noch eine Scholle vorbei und die bannte ich auch noch auf Papier. Leider war sie so schnell wieder weg, wie sie erschienen war und so konnte ich ihr keine Farbe mehr geben…

Kaum hatte ich meinen Rochen Farbe gegeben, da kam auch schon Hella bei mir vorbei und fragte, ob wir unsere Bilder zusammenlegen wollen. Also packte ich meine Sachen und gesellte mich zu den beiden.

Auch wenn wir nur zu dritt waren, haben wir doch wieder tolle Zeichnungen geschaffen.

Wenn ihr auch einmal ins Aquarium gehen wollt, dann schaut euch doch auch gerne vorab auf ihrer Webseite um, wo man schon sehr viel Informatives erfährt und einen virtuellen Rundgang machen kann.

Tierisch, tierisch!

Am Sonntag, den 15.12. hieß es ab ins zoologische Museum! Gepackt mit bunten Stiften und Skizzenbuch trafen wir uns am Eingang des Museums, bzw. kurz darauf im Eingangsbereich. Drinnen wars schön warm und vor allem windgeschützt.

Nach Zahlung des Eintritts und Verstauung von Jacken und Taschen, bewaffneten wir uns mit Stiften und Skizzenbüchern und machten zunächst einen kurzen Rundgang, ehe wir uns aufteilten. Dabei waren wir alle so gut verteilt, dass ich die anderen erst nach unserer 2-stündigen Sketchingrunde wieder sah. Aber ich war auch ziemlich beschäftigt gewesen. Ich nahm mir nämlich die Strandkrabbe vor und die war gar nicht so einfach, wie ich mir dachte. Also mal schnell ins Buch sketchen war da irgendwie nicht.

Mein Motiv.

Da ich zum Schluss gefragt wurde, hier noch einmal für alle:

Ich habe ausschließlich mit Polychromos (Faber Castell) gearbeitet. Zunächst habe ich mir auf meinem grauen Skizzenbuchpapier (The Graybook, Hahnemühle) mit einem weißen Polychromo die Linien der Krabbe vorsichtig (vor)skizziert. Danach erst bin ich in die Farbe gegangen und habe abwechselnd insgesamt 6 Farben verwendet. Dabei habe ich sie auch immer wieder „gemischt“, indem ich mehrmals über eine Farbe drüber bin (also sozusagen mehrere Schichten übereinandergelegt). Dunkelheiten habe ich mit stärkerem Druck, bzw mit der Verwendung von Schwarz erzeugt. Bei „Glanzstellen“ bin ich außerdem nochmal mit weiß drüber. Wenn ich das nochmal zeigen soll, gebt Bescheid!

Hier die verwendeten Farben (wenn ihr die Krabbe nachmalen wollt):

  • weiß (101)
  • beigerot (132)
  • Ocker gebrannt (187)
  • Chromgelb dunkel (109)
  • Pompejanischrot (191)
  • Schwarz (199)

Nach 1 1/2 Stunde merkte ich dann, dass es schon recht spät war. Ich wollte doch unbedingt noch eine Qualle malen! Also beendete ich meine Krabbe und setzte mich dann zu der auserkorenen Ohrenqualle.

Das „Original“ und meine Skizze.

Für die Qualle hatte ich nun nicht mehr ganz so viel Zeit, daher ist diese nicht ganz so gut ausgearbeitet. Diese ist eher eine Skizze! 😉

Hier habe ich mit nur 3 Farben gemalt: Weiß, Ocker und Indigo. Mir war das Grau (des Papiers) nicht dunkel genug, weshalb ich noch das Indigo benutzte. So kommt sie noch besser zur Geltung finde ich, aber ich hätte sie so gerne noch fertig gezeichnet…!

Martins Motiv.

Während ich im Raum neben der Tiefsee zeichnete, war Martin ein Stück weiter oben und skizzierte das Pottwal-Skelett. Nachdem er dieses fertig hatte, holte er uns alle ab. Wir trafen uns also gegen 14 Uhr, um alle Bilder noch einmal zusammenzulegen. Das machten wir dann in einem der unteren Räume (beim Eingangsbereich).

Dabei wurde viel besprochen sowie Ideen und Techniken ausgetauscht, wie man auf den Fotos sehen kann.

Es war wieder einmal eine schöne Runde und ich bedanke mich bei allen, die dabei waren. Es war wieder schön mit euch und ich hoffe, ihr seid auch im neuen Jahr wieder dabei. Ich freue mich, dass wir eine so aktive Gruppe sind und hoffentlich auch lange bleiben. Ich werde wahrscheinlich nur noch am Dienstag (17.12.) dabei sein können, dann erst wieder im neuen Jahr. Ich wünsche euch allen schöne Weihnachten und einen guten Rutsch.

Zum Scan meiner beiden Bilder könnt ihr auch auf meinem Blog vorbei schauen: