Zwischen „Kieler Venedig“ und Zirkuszelt

Hallo liebe Leserinnen und Leser, in folgendem Beitrag will ich euch noch von unserem Dienstagstreffen am 14.06.2022 beim Lorenzendamm berichten. An diesem herrlichen Nachmittag wollten wir uns eigentlich auf der Wiese dort treffen. Allerdings war die Wiese besetzt. In blau. Die Aufbauarbeiten für die Kieler Woche waren auch hier schon in vollem Gange. Hier wurde gerade an der Bühne und den umliegenden Zelten des Muddi Markt gearbeitet. Melanie und ich waren auch heute wieder etwas früh dran, da wir uns direkt nach der Arbeit auf den Weg hierher gemacht hatten. Es dauerte aber nicht lange und die ersten Mitzeichner trudelten auch ein. Zu dem Zeitpunkt hatten wir unsere Stühle schon ausgepackt und uns erstmal nahe der Bushaltestelle auf ein kleines Stück freie Wiese gesetzt. Diese war allerdings alles andere als wirklich „frei“. Sie wurde schon lange und ausgiebig, von den hier weidenden Kanadagänsen, als Klo benutzt.

Als dann gegen 17 Uhr viele unserer Mitzeichner langsam kribbeln in den Fingern bekamen, suchten wir uns alle ein Plätzchen und eine Perspektive die uns gefiel. Da ich hier schon einmal die Aussicht auf die Kieler Oper und den Rathausplatz gemalte hatte, entschied ich mich an diesem Tag das große Blau Zelt und das Gewusel darum herum zu malen. Denn dies ist schließlich die vergänglichste Ansicht an diesem Platz. Die meisten Gebäude hier laufen einem eben nicht schnell weg oder stehen nur für eine Woche. Als ich allerdings die Ansicht mit dem Bleistift angelegt hatte, war mein Blatt gerade einmal zur hälfte belegt. Was mach ich nur mit dem Himmel? Ich entschied mich, statt Wolken, hier noch einmal das Zelt, nur mit mehr Details, einzufügen.

Heute gab es einen Aufbruch in zwei Phasen. Den ersten Mitzeichnerinnen war die kühle Briese an diesem Abend nach einer Stunde schon zu frisch und so machte ich ein erstes Bild schon gegen 18 Uhr. Ein zweites entstand dann gegen 19 Uhr als wir dann mit den verbliebenen Zeichnern zum Schluss noch einmal die Bilder zusammen legten.

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Ein idyllisches Plätzchen in der Stadt

Am Dienstag, den 4. August trafen wir uns im Ratsdienergarten. Auch an diesem Tag reisten so ziemlich alle mit dem Rad an.

In der Nähe des Denkmals Klaus Groth (ein bedeutsamer niederdeutscher Lyriker und Schriftsteller) verteilten wir uns, allerdings nicht zu weit auseinander, da recht viele die Sonne nutzen wollten. Im Schatten war es recht kühl und zudem wehte der Wind…

Ich saß am Ufer des kleinen Kiels und bemerkte vom Wind nicht viel. Darum war es für mich dort auch angenehm zu sitzen (viele beklagten, es sei zu kalt… ich schätze mal, dass diejenigen einfach an einem ungünstigen Ort saßen).

Auch heute packte ich wieder meine Gouachefarben aus und machte mich zunächst an ein kleines Motiv, da ich mich nicht so recht entscheiden konnte, was ich denn eigentlich malen soll. So verlockend es auch war, die anderen Zeichner am Ufer des kleinen Kiels zu zeichnen, oder die Blässhühner, so entschied ich mich doch dagegen. Allein die Blässhühner waen viel zu agil, als dass man sie zeichnen könnte (wobei es einige unter uns gibt, die das können! Hut ab!).

Mein erstes Motiv war also die Blume direkt am Ufer (kennt jemand den Namen des Gewächses?) und die umher schwirrende Hummel, die allerdings auch viel zu schnell unterwegs war, um sie wirklich zeichnen zu können.

Danach wagte ich mich noch an ein „größeres“ Motiv, da ich noch bis zum Zusammenlegen mehr als 1 Stunde Zeit hatte. So ist es dann doch noch der Kleine Kiel und der Blick aufs andere Ufer geworden. Und ja, ich habe gegen die Sonne gemalt, aber ganz viele Sonnen habe ich dennoch nicht gesehen (ich hab schließlich nicht direkt in die Sonne geschaut!).

Nachdem ich für das 2. Motiv auch nur recht wenig Zeit brauchte, wollte ich dann aber kein neues (3.) mehr anfangen. Das war auch gut so, denn nachdem ich noch eine Runde bei den anderen schauen war, legten wir auch schon zusammen.

Auch heute sind wieder viele tolle Zeichnungen entstanden, seht selbst:

PS. Interessanterweise hat aber keiner das Denkmal gemalt… (woran das wohl gelegen haben mag?)

Schneller Sketch im Hiroshimapark

Liebe Leserinnen und Leser, etwas verspätet möchte ich euch heute von unserem Treffen im Hiroshimapark auf dem Steg im kleinen Kiel berichten. Es war diesen Dienstag, wie auch am vergangenen Sonntag, noch sehr durchwachsenes und kühles Wetter. Über den Tag verteilt regnete es immer wieder und ich rechnete im Voraus schon fast damit, dass wir uns statt des Parks doch noch ein Café in der Nähe suchen müssten.

Blick über den kleinen Kiel zur Oper und dem Rathaus – Zeichner auf dem Steg

Da ich jetzt immer bis 16 Uhr arbeite, kam ich dann etwas später auch am kleinen Kiel an. Aus der Ferne sah ich schon einige Zeichner auf dem Steg sitzen. Zum Glück war die Sonne herausgekommen und solange man sich warm angezogen hatte und vom Schatten fern hielt, war es trotz den vergleichsweise kalten Temperaturen, auszuhalten. Also setze ich mich dazu und zeichnete schnell drauflos.

Wir waren zwischenzeitig 5 Mutige, die sich bei diesem Wetter ins Freie gewagt hatten. Während dem Zeichnen stellten wir fest, dass es ein Gutes hat, bei ungemütlichen Temperaturen draußen zu zeichnen: Man sieht zu, dass man schnell fertig wird! Wegen eben dieser Temperaturen wurde aus diesem Dienstag Nachmittag also nur ein kurzes Treffen. Die Ergebnisse jedoch haben darunter nicht gelitten.

PS: Auf den Bildern sieht das Wetter viel besser aus als es sich anfühlte. Ich war bloß froh, dass es nicht angefangen hat zu regnen!