Eingenordete Kirche bei steifer Brise

Hallo liebe Leserinnen und Leser, mit kleiner Verspätung möchte ich euch noch von unserem Treffen am 07.06.2020 im Anscharpark berichten.

Der Tag begann mit blauem Himmel und sah (zumindest vom heimischen Erdgeschossbalkon in Richtung Hinterhof) aus, als wolle er recht schön werden. Angereist bin ich mit Melanie erneut mit dem Fahrrad. Für uns ist es einfach zum Anscharpark zu gelangen. Wir müssen das Rad nur den Hügel in Richtung zentrale Wik herunter rollen lassen. Dort angekommen, entdeckten wir auch schnell das erste bekannte Gesicht aus Vor-Corona-Zeiten.Wie immer trudelten dann auch mehr und mehr weitere Zeichner unserer Gruppe ein.

Den Anscharpark wollten wir ursprünglich erst eine Woche später besuchen, doch am Freitag vor dem Termin hat uns dankenswerterweise Sonja darauf hingewiesen, dass ausgerechnet an dem Sonntag eine Bombenräumung am Holsteinstadion stattfinden sollte, wodurch unser eigentlich designierter Zeichentreffpunt, der Nordfriedhof, direkt im Sperrbereich lag. So kamen wir also in den Genuss, uns eine Woche früher in dem ruhigen Anscharpark zu treffen. Dieser Park bietet viel freie Fläche um ausreichenden Abstand zu wahren und ist außerdem nicht so stark besucht, wie etwa der Schrevenpark im Zentrum von Kiel. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass es hier sehr viele alte Gebäude aus der Kaiserzeit gibt, als das ganze Gelände noch ein Marinelazarett war.

Ich habe viele der Gebäude inzwischen schon bei vorherigen Treffen oder erst kürzlich bei einem Virtualsketching zu Lockdownzeiten gezeichnet, so suchte ich mir an diesem Tag mal eine andere spannende Perspektive. Schnell stellte ich fest, dass sie echt kniffelig war. Ich neige dazu, gern alles zu zeichnen, was in meinem Blickfeld ist. Leider verschätze ich mich dann und wann auch mal bei der Größe von Gebäuden und müsste manchmal „anbauen“, um alles auf die Seite in meinem Sketchbook zu bekommen. Aus der Not habe ich in den letzten Monaten eine Tugend gemacht und nutze nun gern dieses Stilelement, indem ich einen Rahmen ziehe, den ich mit Teilen meines Motives überschreite. Ich finde, das lockert das Bild auf und hält mich davon ab, die komplette Fläche zu colorieren. Woran ich jetzt noch arbeiten muss, ist, das Bild mit all seinen schwierigen Perspektiven auch in der Zeit unserer Treffen fertig zu bekommen. Bei dem Treffen im Anscharpark hat es bei mir nur für das Linieren und das typisch norddeutsche Ziegelrot gereicht.

Martins Zeichnung in Linien

Im Laufe unseres Treffens trudelten noch mehr Zeichner ein. Trotz Corona verirrten sich auch einige interessierte Anwohner und Touristen in meine Nähe, um mir neugierig über die Schulter zu schauen. Normal neige ich ja gerne dazu, diesen Leuten zu zeigen, was ich hier so treibe, doch mich beschleicht in der momentanen Zeit schon ein mulmiges Gefühl, wenn mir manch einer zu nah auf die Pelle rückt. Mir ist da leider die Schnauze nicht so gewachsen, wie anderen Mitzeichnern, die letztens sehr nähebedürftige Leute lautstark auf Abstand brachten.

Was ich allerdings ganz gern mag, sind Leute, die auf Abstand bleiben und immer mal ein bisschen über die Geschichte ihres Viertels, das Motiv oder Gebäude zu erzählen haben. Auch an diesem Tag hatte ich einen netten älteren Herren, der nebenbei im Gespräch ein Detail erwähnte, welches mir nie so recht aufgefallen ist. Auf meinem Motiv an diesem Tag ist im Hintergrund die Petruskirche zu sehen. Besagter Herr erzählte mir, dass es die einzige Kirche sei, welche nicht wie üblich geostet wurde. *Der Bauherr Großadmiral Tirpitz ordnete auf Anregung des Garnison-Bauinspektors Adalbert Kelm an, die Kirche zur Verbesserung der städtebaulichen Wirkung entgegen den sonst üblichen Regeln, nicht zu osten, sondern zu norden. Dem preußischen Militär sind halt die christlichen Normen schnurz gewesen, wenn es um die Optik gehen sollte.

Melanie und Sonja vor ihrem Motiv

Leider zog der Himmel im Verlauf des Treffens immer mehr zu. Teils bekam ich ein paar Tropfen ab, welche mich allerdings nicht aus der Ruhe brachten. Jedoch kam eine steife kalte Brise auf, wodurch es immer kälter an den Fingern wurde. Als ich hörte, dass ein Teil der Zeichner schon gepackt hatte und aufbrechen wollte, trommelte ich schnell noch Melanie und Sonja zusammen, die verbissen ihre Zeichnungen vollenden wollten. Zusammen gingen wir zu unserem Treffpunkt auf der Wiese vor dem Atelierhaus, um dort unsere Bücher zusammen zu legen. Auch wenn es zuletzt etwas ungemütlich war, fand ich es wieder ein gelungenes Treffen und einen tollen Platz in Kiel, wenn man schwierige Architektur mag.

Quellenangabe: *Texpassage aus dem Wikipediaeintrag zur Petruskirche 2020-06-17: https://de.wikipedia.org/wiki/Petruskirche_(Kiel)

Idyllisch, krumm und schön

Letzten Sonntag (11.08.2019) trafen wir uns einmal in Schönkirchen. Treffpunkt war der Teich in der Dorfmitte.

Martin und ich, wir reisten mit den Fahrrädern an, wie so viele auch. Wir hatten auch echt Glück mit dem Wetter, auch wenn’s etwas windig war.

Am Teich angekommen trafen wir auf die ersten Sketcher, die schon fleißig zeichneten. Kurz darauf kamen weitere und wir verteilten uns anschließend.

Martin und mich zog es zunächst an die schöne Kirche (von Schönkichen), Hella folgte uns nach einiger Zeit.

Als es schon fast 13 Uhr war, hatten wir die Kirche gerade so auf Papier gebannt. Dann mussten wir wieder zurück zum Treffpunkt. Gemeinsam schauten wir unsere tollen Werke am Hörn-Huus an und machten Fotos. Anschließend beschlossen wir, eine Runde Kaffee trinken zu gehen und danach noch weiter zu zeichnen.

Also gingen wir zum Dorfteich-Café und bestellten Kaffee, Cappuccino, Heiße Schokolade und Kuchen Es gab sogar Kuchen. Auf Monikas Bemerkung hin entschieden sich Martin und ich für „Mohni“ den Mohnkuchen des Hauses. Hmmm, der war lecker! Allerdings mussten uns ein paar schon verlassen, sodass wir nur noch eine kleinere Runde waren.

Nach der gemütlichen Kaffeepause machen wir uns zu fünft zum Gildehaus. Dort zeichneten wir das krumm und schiefe reetbedeckte Haus. Hier war es so still, man hörte weder Autos auf der nahegelegenen Straße fahren noch Menschen miteinander plaudern. Maximal ein paar Vögel zwitscherten.

Auch wir Zeichner waren so auf unsere Bilder konzentriert, dass wir erst beim Zusammenlegen schwatzten. Dann war der tolle Tag fast schon wieder vorbei und wir machten uns alle auf den Rückweg, wir mussten ja noch ca. 45 Minuten mit dem Rad zurück.

Interessante Rückansicht

Ich möchte euch heute von unserem Zeichnertreffen am Dienstag den 16.07.2019 bei der Ansgarkirche berichten.

Ich kam nach der Arbeit direkt mit dem Fahrrad zum Treffen. Schon als ich vom Knooper Weg in die Waitzstraße bog, sah ich die ersten Zeicher, welche sich seitlich der Kirche ein Plätzchen gesucht hatten. Schnell stellte ich mein Fahrrad ab und drehte eine kleine Runde um die Kirche. Danach suchte ich mir selbst einen Platz an dem Parkplatz schräg hinter der Kirche in der Waitzstraße. Dort hatte ich noch einen recht guten Blick auf den markanten Turm. Später wurde es mir dort allerdings zu heiß und ich ging zu den Anderen, welche es sich bei dem Gemeindehaus und auf dem Rasen hinter der Kirche bequem gemacht hatten. Dort fing ich noch eine zweite Skizze an.

Einige gingen zwischendurch zu einer der umliegenden Eisdielen, um sich bei dem doch noch recht gut gewordenen Wetter abzukühlen. Gegen 18 Uhr kamen wir dann zusammen, um unsere Ausbeute zu präsentieren. Wie immer, ist auch an diesem Tag eine bunte Mischung verschiedener Stile und Herrangehensweisen zusammengekommen. Ich hoffe jeder konnte von diesem sonnigen Spätnachmittag etwas mitnehmen und freue mich auf weitere schöne Treffen. Hier seht ihr unsere Werke:

Zu Besuch in Lüneburg

Am Sonntag haben wir, Martin und ich, einen kleinen Ausflug nach Lüneburg gemacht. Dort fand nämlich ein Sketching-Treffen statt. Zusammen mit Hamburger und Lüneburger Zeichnern verteilten wir uns in der Altstadt. So saßen an die 20 Leute in den Straßen und Gassen und zeichneten.

Nur die Anwohner wunderten sich „findet hier ein Wettbewerb statt?“, doch wir klärten sie auf.

Nach einer kurzen Pause in einem Café ging es weiter auf Motivsuche, bis die meisten in den Rathausgarten gingen. Einige hatten sich leider zwischenzeitlich schon verabschiedet.

Gegen 17 Uhr machten wir uns dann auch auf den Weg, aßen in Hamburg Abendessen und waren gegen 20/21 zuhause.

Diese Bilder sind dabei entstanden:

Sonntagstermin: Forstbaumschule

Am Sonntag treffen wir uns in der Forstbaumschule. Dieses Mal erst um 13:30 Uhr, da ich einen Tisch für uns bestellt habe und wir vorher keinen mehr bekommen. Wer also um die Uhrzeit kommen mag, kann gerne kommen. Wir freuen uns auf euer Kommen!

Je nach Wetterlage können wir auch die Kirche bei der Forstbaumschule zeichnen.

Bringt also gutes Wetter mit! 🙂

Bis dahin, Melanie

Rückmeldung erwünscht! Sonntagssketch Forstbaumschule

Für den kommenden Sonntag haben wir uns überlegt, dass wir zur Forstbaumschule gehen. Damit wir ausreichend Platz haben, möchte ich gern einen Tisch reservieren. Dazu müsste ich jedoch wissen, wieviele kommen wollen. Ich bitte daher um eine kurze Rückmeldung, wer kommen möchte (und evtl. Jemanden mitbringt), damit wir genügend Plätze zur Verfügung haben.

Wenn gutes Wetter ist, können wir evtl. (Kurz) auch draußen zeichnen (-> Kirche) und anschließend drinnen.

Treffen wollen wir uns ab 11 Uhr IN der Forstbaumschule. Infos darüber folgen aber noch.

Deshalb: wer kommen mag, schickt mir hier eine kurze Nachricht! Dann kümmere ich mich um den Rest und gebe Bescheid, ob wir einen Platz bekommen.

E-Mail an: info@merquana.eu

Vielen Dank!

Liebe Grüße Melanie

Süßes im Schokodeern

… genossen wir am vergangenen Dienstag. Denn dieses Mal trafen wir uns in dem Café an der Kreuzung Waitz- bzw. Holtenauer Straße.

Bereits von draußen suchten wir uns einen geeigneten Platz, da sich gegenüber die Ansgarkirche befindet und diese mit ihren Verzierungen und Details am Turm und am Portal zum Zeichnen einlädt.

Dieses Mal waren wir ein paar Minuten zu früh dran, nutzten aber die Chance aber, um einen guten Fensterplatz zu ergattern und die restliche Tages-Helligkeit zum Zeichnen der Kirche auszukosten. Aber bei all den Details wurde es dann doch zu schnell dunkel.

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Mittlerweile hatten sich noch mehr Sketcher eingefunden und wir nutzten den großen Tisch in der Mitte sowie zwei kleinere. Dieses Mal waren wir nämlich zu 11t! Da reichte ein Tisch einfach nicht mehr aus.

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Die Motive waren mal wieder breit gefächert. Jeder fand etwas anderes zum Zeichnen.

img_3420-1.jpgMan hätte denken können, dass wir gar nicht alle in dem Café gezeichnet haben. Und doch war es so. So sieht man mal wieder wieviel verschiedene Sichtweisen und Blickwinkel es allein in einem großen Raum geben kann.

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Auf ins Schokodeern!

Am Dienstag treffen wir uns im Schokodeern ab 16 Uhr.

Vom Schokodeern hat man eine gute Sicht auf die Ansgarkirche gegenüber. Man kann aber auch die im Café sitzenden Menschen gut zeichnen.

Wir freuen uns auf euer kommen!

PS. Morgen sind wir in der Nikolaikirche ab 11 Uhr!