Dem Wetter trotzen an der Düppelwache

Hallo liebe Leserinnen und Leser. Heute schreib ich mal wieder einen Beitrag für Euch. Diesmal über unseren Blitzbesuch, am Sonntag den 29.08.2021, bei dem 1. Polizeirevier von Kiel, auch bekannt als Düppelwache.

An diesem recht grauen Tag zwang ich mich diesmal allein dazu zu unserem Zeichentreffen zu fahren obwohl es am Morgen noch kräftig geregnet hatte. In den vorangegangenen Wochen hatten sich Melanie und ich, wegen des vermeintlich schlechten Wetters, etwas rar gemacht und so hatte ich an diesem Morgen ein schlechtes Gewissen, wieder nicht zu erscheinen. Ich setzte mich nach dem Frühstück auf mein Fahrrad und fuhr los. Die grobe Richtung wusste ich, jedoch war ich lange nicht in Düsternbrook unterwegs und habe unseren Zeichenort erstmal großräumig eingekreist, bis ich endlich dahin fand. Zur Überraschung der schon anwesenden Mitzeichner aus einer seltsamen Richtung.

Die 1. Polizeistation Kiel im Stadtteil Düsternbrook

Jutta hatte es sich schon bequem gemacht, Gundula und Michaela trafen kurz nach ihr ein. Ein Glück gibt es einen großen Fahrradabstellbereich direkt an der Kreuzung vor der Düppelwache, denn jeder traf heute mit dem Rad ein.

Ich suchte mir nach einer kurzen Einführungsrunde dann einen Platz mit interessanter Ansicht des 1. Polizeireviers. Leider direkt unter einem regennassen Baum! Was tut man nicht alles für die perfekte Perspektive. 😉 Jedenfalls tropfte es unaufhörlich, von den vom Wind bewegten Ästen, herunter. Meine Mitzeichner verteilten sich in Rufweite rund um die Kreuzung. Die Meisten von ihnen nicht unter den vielen Bäumen. Ich fand es während dem Zeichnen erstaunlich, was hier an einem Sonntagmittag so los war. Zumal das Wetter nicht dazu einlud, vor die Tür zu gehen. Es war hinter der Regenfront kühl und zugig geworden. Etwa eine halbe Stunde nachdem ich mit meiner Bleistiftskizze begonnen hatte, traf auch noch Benita ein und machte die mutige, vermeintlich wetterfeste Gruppe für diesen Tag komplett.

Die Perspektiven und die verspielten Elemente an dem Gebäude der Düppelwache sowie die davor stehenden obligatorischen Polizeiautos machten die Vorskizze für mich schon so komplex, dass ich danach gerade noch so zum ersten Farbauftrag mit meinen Aquarellfarben gekommen bin. Der Baum malte in derzeit mit, indem er immer mal wieder ein paar Tropfen auf mein Skizzenbuch fallen ließ. Ich konnte es jedoch so begrenzen, dass zu erkennen war, was es werden sollte. Die sketchigen Linien mit meinen Finelinern von Pigmamicron fehlten zu diesem Zeitpunkt noch. Meinen Mitzeichnerinnen jedoch wurde es nach etwas über einer Stunde zu ungemütlich. Recht hatten sie! Es war nass, kalt und zugig. Ich hatte das zwar eine Weile verdrängt, merkte es jedoch auch in den Gliedern, nachdem ich mich aus meinem „Flow“, von meinem Stuhl, gelöst hatte. Ich ging zu ihnen, um unsere Bilder zusammen zu legen, bevor sich alle in die Wärme und Trockenheit unserer Wohnungen zurückzogen. Kurz zuvor kamen noch Bekannte von Michaela zufällig vorbei, welche uns beim Zeichnen über die Schulter geschaut hatten. So kamen wir noch zu einem der wenigen kompletten Gruppenfotos der letzten Zeit und ich hab nebenbei noch einen interessanten Fakt über die Kreuzung aufgeschnappt, die von den Ansässigen als „Murmelbahn“ bezeichnet wird. Hier laufen Sternförmig alle Abwasserkanäle der umliegenden Straßen zusammen. Es gibt hier viele Kanaldeckel und man kann ein leises „murmeln“ vom Wasser hören.

Danke an alle mutigen Mitzeichner, die sich zumindest für eine Weile dem Ekelwetter an diesem Tag gestellt haben. Norddeutsche Sketcher sind halt doch härter. Zumindest für eine Stunde. :-p

Mehr als nur Radfahrer: Die Veloroute 10

Einen ungewöhnlicheren Zeichenort hatte ich bisher noch nicht: Die Fahrradstraße „Veloroute 10“ war unser Treffpunkt an diesem Dienstagnachmittag, den 18.08.2020. Schon zu Beginn wusste ich nicht, was ich dort zeichnen soll. Radfahrer sind dort doch viel zu schnell unterwegs! Dennoch fuhr ich zu dem Treffen und wollte mich überraschen lassen. Vielleicht gibt es dort ein Motiv für mich, was ich gar nicht erwarte?

Ich brauchte eine Weile, ehe ich etwas gefunden hatte, während Martin und Monika schon genau wussten, was sie zeichnen wollten. Auch Benita war noch etwas unschlüssig. Doch bald fanden wir alle ein Motiv für uns.

Gut verteilt zeichneten wir an der Veloroute, während einige gefühlte 100 Radfahrer in der Zeit an uns vorbeiradelten. Martin schaffte es sogar, einige in sein Bild einzubauen.

Ich wählte lieber ein einfacheres Motiv, dass sich nicht bewegt. Dafür saß ich im Schatten auf der „Wiese“ (die noch keine ist, oder keine mehr ist). Blöderweise hatte ich meinen Stuhl vergessen, aber immerhin ein Sitzkissen dabei. Aber so hatte ich eine tiefere Sitzposition, was für mein Bild auch ganz schick war, wenn ich es denn genau so gemalt hätte, wie ich es gesehen hab… irgendwie bin ich mit meiner Horizontlinie doch etwas zu weit nach oben gekommen. Auf meiner Zeichnung sieht das gar nicht mehr nach dieser Perspektive aus. Außerdem habe ich noch das Fahrradstraßenschild ins Bild eingebaut, das stand eigentlich genau hinter der Birke (rechts neben dem dicken Stein).

Am Ende legten wir wie immer wieder unsere Zeichnungen zusammen und seht, was noch so entstandten ist:

Kaffee-Rösterei an der Veloroute

Am Dienstag, den 22.10.2019 waren wir im Loppokaffee, das direkt an der Veloroute liegt und damit für mich super gut zu erreichen ist.

Das Café kannte ich bisher noch nicht, so war es für mich ein Muss bei diesem Treffen dabei zu sein. Durch die gute Erreichbarkeit war es mir möglich 10 Minuten vor dem Treffzeitpunkt loszufahren. Kaum angekommen, sah ich auch schon einige, die zum Zeichnen gekommen sind. Wir warteten noch etwas draußen, bis alle (auch Martin) endlich da waren und suchten uns drinnen einen Platz auf der oberen Etage, da es unten recht voll war und wir als größere Gruppe wohl Platzschwierigkeiten haben würden (schließlich wollten wir zusammen sitzen).

Allerdings bemerkten wir erst jetzt, dass es von hier oben eine etwas außergewöhnliche Perspektive war und es gar nicht so einfach war, das einzufangen.

Dennoch finde ich, dass wir das gut gemeistert haben. Seht selbst, was dieses Mal alles entstanden ist:

Dieses Mal waren auch wieder einige dabei, die seltener dabei sein können und sogar ein neues Gesicht hat zu unserer Gruppe gefunden. Noch einmal ein Herzliches Willkommen und viel Freude auf unseren Treffen.

Am Ende wurde dann auch wieder fleißig gestempelt, bevor es für alle nach Hause ging.

PS: Die heiße Schokolade war echt super lecker (Zartbitter-Schoki)!

Zwischen Hirsch und Schwein

Heute waren wir im Tiergehege Tannenberg. Zum Glück spielte das Wetter gut mit, die Sonne strahlte und wir konnten endlich einmal draußen zeichnen!

Zunächst trafen wir uns an der Bushaltestelle und warteten schon recht früh auf alle Zeichner und Zeichnerinnen. Alle paar Minuten traf jemand ein. Viele kamen mit dem Rad, auch wir (Martin und ich). Schnell erkannten wir, dass es auch dieses Mal wieder eine große Runde werden würde, was uns wirklich sehr freute!

Als 10 nach 11 fast alle eingetrudelt waren, liefen wir zum Eingang des Tiergeheges, schlossen unsere Räder an und vereinbarten den Treffpunkt, an welchem wir unsere Bilder zum Schluss ausbreiten wollten. Denn dort stehen Bänke und Tische. Perfekt also für unsere abschließende Besprechung!

Gemütlich liefen wir weiter ins Gehege hinein, zu den Wildschweinen. Dort verteilten wir uns und jeder suchte sich ein für sich passendes Motiv.

Bei den Wildschweinen musste man schnell sein, da diese nach kurzer Zeit das Weite suchten und leider nicht mehr zurück kamen. Allerdings trabte kurz darauf hinter mir die Mufflonherde vorbei, sodass ich mir diese als nächstes Motiv wünschte. Also folgten Martin und ich der Herde.

Hier hielt ich viel die Posen der Tiere fest, da diese sich wirklich schnell bewegten. Danach setzten sich alle hin und ich konnte leider nur noch sitzende Tiere zeichnen. Bei dieser Zeichnung wollte ich von vornherein sehr skizzenhaft zeichnen und habe daher auch nur eine gemischte Farbe (Lichter Ocker und ganz wenig Umbra gebrannt) verwendet.

Martin zeichnete nur die sitzenden Mufflons. Aber auch diese finde ich sehr gelungen!

Eifrig wird gezeichnet, bevor die Finger erfrieren.

Beim nächsten Motiv (Damwild) saßen wir etwas im Schatten und ein kühles Lüftchen wehte (kaum merklich). So mussten wir recht schnell zeichnen, da es schnell kalt an den Fingern wurde.

Wer genau hinsieht, entdeckt wahrscheinlich sogar noch ein paar Mitzeichner zwischen den Bäumen.

Auch hier wollte ich nur eine Farbe verwenden und verschiedene Posen zeichnen, was mir allerdings nicht so gut gelang, da alle saßen und eines ständig den Kopf bewegte. Außerdem legte ich hier die Farbfläche nicht so locker an, wie beim vorherigen Bild. Das muss ich wohl noch etwas üben.

Zum Schluss trafen wir uns wieder am Eingang bei den Fahrrädern und bestaunten die tollen Bilder, die wieder einmal entstanden sind!

Wir machten sogar mal wieder ein Gruppenbild. Vielen Dank dafür.