Alle meine Entchen…

Am Sonntag, dem 21.08.2022 waren wir um 13.30 Uhr am Bootshafen zum Sketchen verabredet.

Diesmal etwas später als sonst üblich, da wir das 16. Kieler Entenrennen zumindest aus einiger Entfernung miterleben wollten.

Mit einer weiteren Sketcherin war ich schon etwas früher vor Ort eingetroffen. So konnten wir uns schon einmal abseits vom Besucherandrang umschauen und ein passendes Motiv aussuchen.Ein für das gewählte Motiv passendes schattiges, einigermaßen ruhiges Plätzchen, wo ich mich mit meinem Malhocker niederlassen konnte, musste natürlich auch gefunden werden.

Ich entschied mich, mein Kreativ-Lager etwas abseits vom Trubel, an einer Häuserecke aufzuschla-gen, und begann mit Glasfeder und Tinte das leuchtend orange Feuerwehrfahrzeug zu sketchen, das es mir angetan hatte und das später die 9300 Enten zu Wasser lassen würde.

Eine Mitsketcherin entschied sich für das gleiche Motiv allerdings aus einer anderen Perspektive und ließ sich im gegenüberliegendem Restaurant nieder.

Immer wieder kamen interessierte Leute auf mich zu, um mir über die Schulter zu schauen.

Zeitweise entwickelten sich daraus ganz unterhaltsame, angenehme Gespräche wie so oft, wenn wir in der Öffentlichkeit zeichnen.

Und in ein solch angeregtes Gespräch vertieft bemerkte ich nicht, wie sich am Sack mit den Enten der Schnellverschluß löste und die 9300 gelben Entchen statt im Wasser auf dem Asphalt landeten.

Oh je…. Doch dank des fleißigen Einsatzes von Feuerwehr und THW hatten die Entchen schnell wieder zurück in den Sack gefunden und das Entenrennen konnte mit fünfminütiger Verspätung gestartet werden.

Zu diesem Zeitpunkt hatten ich und eine Mitsketcherin das erste Motiv fertig gezeichnet.

Die Suche nach anderen Sketchern gestaltete sich schwierig, da einfach zu viele Menschen unterwegs waren. Später stellten wir fest, dass wohl noch drei weitere Sketcher vor Ort waren.

Beate

Vielen Dank an Beate, Maria und Stefan für die Bilder und Beate den Beitrag. Ihr habt auch Fotos? Dann sendet sie uns doch gerne per Whatsapp oder Email zu.

Diese Bilder sind entstanden:

Schwentinemündung und die alte Brücke

Am 22.05.2022 habe ich mich mit Martin per Rad auf dem Weg zur Schwentine gemacht. Denn an diesem Sonntag wollten wir uns dort zum Zeichnen und Malen treffen.

Als wir eintrafen, entdeckten wir auch schon die ersten ZeichnerInnen und parkten unsere Räder ganz in der Nähe. Wie immer warteten wir auf den Rest der Gruppe und verteilten uns anschließend, um die Motive passend ins Skizzenbuch malen zu können. Dabei saß ein Teil auf der rechten Seite der Brücke, bei der Schwentinetalfahrt und der andere Teil auf der linken Seite mit Blick auf die „Alte Mühle“.

Wie man auf den Fotos sieht, konnten wir hier auch gut die zahlreichen Bänke nutzen, wenn man keinen eigenen Hocker dabei hatte.

Ich platzierte mich allerdings zwischen zwei Bänken, da ich von dort aus einen guten Blick auf die alte Schwentinebrücke und die Rückseite vom Café Luna hatte. Das Backsteingebäude hat mich an diesem Tag einfach zu sehr angesprochen. Auch wenn ich gerne die „Alte Mühle“ mal gemalt hätte (das habe ich nämlich auch noch nicht!).

Nachdem ich mein erstes Bild fertig war, blieben mir noch etwa 30 Minuten bis zum Zusammenlegen, also entschied ich mich wenigstens noch ein kleines Motiv zu malen. Dabei kamen mir die Enten in den Sinn, die immer mal wieder ans Ufer kamen, aber nicht lange blieben. So hieß es: Schnell sein. Daher malte ich für dieses Motiv mit Gouache, denn dann konnte ich auch nachträglich noch den Erpel malen.

Ich war noch nicht ganz fertig, da versammelten sich alle schon und packten ihre Skizzenbücher auf eine Bank neben mir. Auch die Enten kamen vorbei, um einen Blick darauf zu werfen, waren aber schnell wieder verschwunden.

Das sind alles Werke, die in den zwei Stunden an der Schwentine entstanden sind:

Herbstliche Pflanzenpracht

oder: Wie man den Herbst genießen kann ohne, dass das Wetter mitzeichnet. Wir haben dem herbstlichen Neuen Botanischen Garten Kiel, am Sonntag den 27.10.2019, erneut einen Besucht abgestattet.

In Kiel kennt man das vom Herbst nicht anders. Regen und Sonnenschein wechseln hier an der Küste oft in schnellem Tempo. Auch dieser Sonntag hat dabei keine Ausnahme gemacht und uns mit beidem beglückt. Der beste Ort, um dann zu zeichnen und zu malen ist irgendwo im Warmen, Trockenen und windgeschützt. Für uns Urban Sketcher sollte es dann natürlich auch noch ein schönes Motiv vor Ort sein. Gewünscht wurde erneut ein Besuch im Botanischen Garten und dieser bietet eine Fülle von Motiven in seinen Gewächshäusern, welche alle drei Punkte erfüllen können (Zumindest wenn man nicht gerade während einer künstlichen Beregnung im Tropenhaus zeichnet)

An diesem Sonntag wurde gewählt und Melanie und ich machten einen kleinen Umweg mit dem Rad über unser Wahllokal zum Neuen Botanischen Garten der CAU Kiel. Wir kamen schnell und trocken durch den Morgen und konnten sogar noch einen kleinen Herbstspaziergang durch den herbstlich und teils Halloween-mäßig geschmückten Garten machen. Dabei sammelten wir schon allerlei Mitzeichner ein, die sich ebenfalls eingefunden hatten. Zum Start gegen 11 Uhr waren wir schon eine recht große Gruppe und sogar zwei Neulinge waren dabei.

Ich wollte unbedingt einmal die Gewächshäuser selbst zeichnen, jedoch dabei nicht im Freien bleiben, denn es war heute windig und es wurden vereinzelte Schauer gemeldet. Darum fand ich schnell im Vorraum zu den Gewächshäusern ein schönes Motiv in einer herbstlich geschmückten Bank, welche dort vor dem Fenster zum Innenhof stand. Verspätet trafen noch die ein oder anderen Mitzeichner ein und verteilten sich vor der Tür oder in den Gewächshäusern. Die arme Renate erwischte es dabei dann echt blöd. Sie fand das Motiv (eine Vogelscheuche mit Kürbissen) vor dem Eingang ganz toll. Jedoch setzte, kurz nachdem sie sich zum Zeichnen hingesetzt hatte, ein Regenschauer ein und sie musste schnell flüchten.

Interessant was man so alles mitbekommt, wenn man einfach nur still in solch einem Eingangsbereich sitzt und lauschend vor sich hin zeichnet. Mein Highlight des Tages war dabei eine Dame die mit ihrer „Privat-Ente, Arnold“ Gassi ging und diese im Eingangsbereich abgesetzt hat. Arnold tat dann, was zum erstauenen der anderen Gäste und der kuchenausgebenden Studenten, eine Ente eben manchmal tut. Sie hat sich mit einem kräftigen: „NAK NAK NAK!“ lautstarkt beschwert. Besonders die sich überall einmischenden Omis und die Studentin, welche schauen kam, was da los ist, haben mich sehr erheitert. Später setzte sich noch Melanie zu mir und malte auch einen kleinen Ausschnitt der Kürbis Deko auf der Bank.

Gegen 13 Uhr ging Melanie noch eine kleine Runde um nach den anderen Zeichnern zu schauen und sie langsam für das Zusammenlegen zu uns zu holen. Da es vor der Tür zu windig und im Eingangsbereich zu dunkel war, entschieden wir uns in den Innenhof zu gehen. Derzeit strahlte die Sonne auch schön zwischen den Wolken hindurch. Nur der Wind war auch hier erstaunlich kräftig, was das Fotografieren nicht besonders einfach gemacht hat. Gegen Ende mussten wir sogar dem Bild von Thomas nachjagen. Gut das es an einer Bank hängen blieb, bevor es total vom Winde verweht wurde! Nur Susanne hat es leider verpasst, sie war so sehr ins Zeichnen vertieft, dass sie es trotz Melanie’s Bescheidgeben nicht rechtzeitig zum Zusammenlegen geschafft hat. Dafür hat sie uns das Bild noch bei Whatsapp geteilt.

Im Anschluss blieben noch einige um mit uns zusammen Kaffee zu trinken und Kuchen zu essen. Im Eingangsbereich wird glücklicherweise von Studenten, Vereinsmitgliedern des Freundeskreises Botanischer Garten e.v. oder Angestellten des Botanischen Gartens, Getränke und Kuchen zum kleinen Preis ausgegeben. So saßen wir noch in gemütlicher Runde etwa eine Stunde beisammen und plauschten nett im Trockenen. Sobald wir uns danach auf den Heimweg machten, fing es allerdings an zu Regnen. Tja nicht nur der April macht was er will.

Auch wenn wir nass wurden, war es wieder ein schöner gemeinsamer Tag mit unserer Gruppe im Botanischen Garten.

Kiel – Venedig an der Förde

Hallo liebe Leserinnen und Leser. Diesen Dienstag den 20.08.2019 hatten wir endlich einmal wieder Glück mit dem Wetter. Das lockte überraschend viele Zeichner an den kleinen Kiel, wo wir uns an diesem Tag verabredet hatten.

Ich hatte das Gefühl, ich käme zu spät. Schon um 16:10 Uhr, als ich von der Arbeit, nach etwa 800 m Fahrt unten am Steg ankam, war kaum ein freier Platz zu finden. So machte ich zunächst ein Bild von den fleißigen Zeichnern und suchte mir erst danach selbst einen Platz.

Für die meisten Zeichner war heute ziemlich klar, was das Motiv ist: Der typische Blick über den kleinen Kiel auf die Kieler Oper und den Rathausturm dahinter. So kam es, dass in der Zeit viele verschiedene Herangehensweisen sich einmal mit ein und dem selben Motiv beschäftigten. Das kommt echt selten vor bei uns.

Während wir also in einer sehr großen Gruppe den Steg belagerten, gab es viele Gespräche und einen regen Austausch. Auch das ist selten, da sich normalerweise alle verteilen und sich unterschiedliche Motive suchen.

Unter anderem kam auch das Gespräch darauf, dass das Rathaus von Kiel dem Campanile de San Marco in Venedig nachempfunden wurde. Hier eine kleine Exkursion zur Rathausgeschichte.

Kurz nach 17 Uhr wollten dann die Ersten auch schon aufbrechen und so legten wir die Bilder schoneinmal zusammen. Diese Gelegenheit nutzte ich nochmal, um ein paar Bilder von der Gruppe zu machen.

Ein Großteil der Gruppe blieb noch bis 18 Uhr, um die Zeichnungen weiter auszuarbeiten oder ein weiteres Motiv zu zeichnen. Diese legten wir dann noch ein zweites Mal zusammen, bevor wir uns auf den Heimweg machten.

Schneller Sketch im Hiroshimapark

Liebe Leserinnen und Leser, etwas verspätet möchte ich euch heute von unserem Treffen im Hiroshimapark auf dem Steg im kleinen Kiel berichten. Es war diesen Dienstag, wie auch am vergangenen Sonntag, noch sehr durchwachsenes und kühles Wetter. Über den Tag verteilt regnete es immer wieder und ich rechnete im Voraus schon fast damit, dass wir uns statt des Parks doch noch ein Café in der Nähe suchen müssten.

Blick über den kleinen Kiel zur Oper und dem Rathaus – Zeichner auf dem Steg

Da ich jetzt immer bis 16 Uhr arbeite, kam ich dann etwas später auch am kleinen Kiel an. Aus der Ferne sah ich schon einige Zeichner auf dem Steg sitzen. Zum Glück war die Sonne herausgekommen und solange man sich warm angezogen hatte und vom Schatten fern hielt, war es trotz den vergleichsweise kalten Temperaturen, auszuhalten. Also setze ich mich dazu und zeichnete schnell drauflos.

Wir waren zwischenzeitig 5 Mutige, die sich bei diesem Wetter ins Freie gewagt hatten. Während dem Zeichnen stellten wir fest, dass es ein Gutes hat, bei ungemütlichen Temperaturen draußen zu zeichnen: Man sieht zu, dass man schnell fertig wird! Wegen eben dieser Temperaturen wurde aus diesem Dienstag Nachmittag also nur ein kurzes Treffen. Die Ergebnisse jedoch haben darunter nicht gelitten.

PS: Auf den Bildern sieht das Wetter viel besser aus als es sich anfühlte. Ich war bloß froh, dass es nicht angefangen hat zu regnen!