Virtualsketching -Ziegelteich

Am Sonntag den 14.11.2021 haben sich einige Zeichner unserer Gruppe zusammen daran gemacht und im Rahmen eines „Virtual Sketchings“ Bilder zum Thema Ziegelteich in Kiel nachgezeichnet.

Hier findet ihr die Bilder wenn ihr euch auch nochmal versuchen wollt: Virtual Sketching – Ziegelteich

Hier sind die gesammelten Werke unseres „online Treffens“:

Danke an alle Teilnehmer und vor allem Danke an Martin für die Bilder!

Architektur und Perspektive

Am Dienstag, den 14.09.2021 traf sich unsere Gruppe an der Kreuzung Schauenburger Straße/Adolfstraße. Dort gab es wieder viel Architektur und Perspektive zu Zeichnen.

Unsere Dienstagsnachmittagstreffen sind ja meistens nicht so stark besucht. Zuerst waren wir nur zu zweit.

Die Ecke Schauenburger-Adolfstrasse hat schon so ihren besonderen Reiz, mit dem schönen Eckgebäude und der Fassade der Oberfinanzdirektion gegenüber.

Das Licht war am späten Nachmittag nicht mehr ganz so günstig. Viel Schatten, und es wurde auch schon langsam frisch.

Dann kamen noch zwei Unerschrockene dazu, da waren wir dann zu viert.

Es gelang uns dann doch noch die letzten Sonnenstrahlen einzufangen und die Bilder bekamen einen schönen herbstlichen Anstrich.

Zweimal die Fassade des Finanzamtes, noch teilweise im Sonnenlicht (von Susanne und Jutta), und zweimal das Eckhaus (von Linda und Benita) hauptsächlich im Schatten, mit einigen Lichtspritzern.

Die zeitliche Begrenzung erfolgte nach gut einer Stunde durch kalte Füsse und leichtes Frösteln.

Es wird Herbst. Mal sehen wie lange wir noch am späten Nachmittag draußen zeichnen können.

Auf jeden Fall hat es Spaß gemacht!

Benita

Vielen Dank an Susanne, Benita und Linda für die Bilder und den Beitrag. Ihr habt auch Fotos? Dann sendet sie uns doch gerne per Whatsapp oder Email zu.

Diese Bilder sind entstanden:

Zeichnen zwischen Blumen- und Gartenstraße

So idyllisch sich die Straßenbezeichnungen anhören, so schwierig waren die sich dort bietenden Motive. Zwar war der Blick auf die schönen alten Backsteinhäuser hin zur Legienstraße wunderschön, aber wie es mit Bauwerken so ist: PERSPEKTIVE. Alleine das Wort löst schon bei einigen regelrecht Kammerflimmern aus, aber am 03.08. haben sich mit Melanie, Martin, Benita, Julia, Renate, Hella und Monika B. sieben tapfere Sketcher*innen der Aufgabe gestellt. Das schöne Gebäude Blumenstraße 2-4, im Kieler Sprachgebrauch auch „Die Blume“ genannt, ist eingetragen in die Liste der Kulturdenkmale in Kiel-Damperhof und dient als Kriminalpolizeistelle. Die Namensgebung der Straße erfolgte bereits 1905 in Anlehnung an die schon vorhandene Gartenstraße. Wie schön damals gebaut wurde, entdeckt man oft erst, wenn man sich beim Zeichnen intensiv mit dem Objekt befasst; im Vorbeigehen nimmt man das oft gar nicht wahr.
Es waren wieder zwei schöne gemeinsame Malstunden. Auch wenn während des Zeichnens angesichts der schwierigen Aufgabe viel geseufzt und geschimpft wurde, so waren letztlich doch alle mit ihren Werken zufrieden.

Monika

Vielen Dank an Monika für den Beitrag sowie Martin für die Bilder. Ihr habt auch Fotos? Dann sendet sie uns doch gerne per Whatsapp oder Email zu.

Diese Bilder sind entstanden:

Einblicke in den Düvelsbeker Weg

Am Dienstag, den 10.08. haben wir, Benita, Jutta, Julia, Martin und ich, uns auf der Grünfläche vor dem Juwelier am Belvedere getroffen. Zum Mittag befürchteten wir schon, es würde ins Wasser fallen, da es so heftig schüttete. Aber zum Glück verzog sich die Regenwolke und wir hatten einen schönen sonnigen Nachmittag/Abend.

Wie bei jedem Treffen, warteten wir auch dieses Mal noch einen Moment, ehe wir uns verteilten. Martin blieb jedoch an unserem Treffpunkt, um mögliche verspätete Zeichner „abzufangen“. Jutta und Benita nahmen sich den nahegelegenen Spielplatz vor, ich hingegen setzte mich auf den Grünstreifen in der Mitte der Straße (Düvelsbeker Weg) und Julia saß ebenfalls in der Straße, jedoch ein Stück weiter unten.

Tief versunken in meine Arbeit verging die Zeit wie im Fluge. Das einzige, was mich auf dieser „Insel“ störte, war der Lärm der Autos auf der gepflasterten Straße. Ich dachte, hier wäre weniger los. Das traf wohl aber nicht für diese Uhrzeit zu.

Doch auf einer „Insel“ zu sitzen, fällt auch auf. So wurde ich von einem netten Mann angesprochen, der mich dort sitzen sah. Als er dann sah, dass ich zeichne, wunderte er sich und fragte mich, warum ich ausgerechnet dieses Haus wählte, es zu zeichnen. Mir gefällt das Haus, vor allem der turmartige Teil. Der Mann erzählte, dass er dort wohne und war begeistert von meinem Bild. Er erzählte mir auch, dass man die bunten Verzierungen unter den Fenstern erst viel später anbrachte, als es renoviert wurde. Nur, was es genau darstellen sollte, das konnten wir nur vermuten. Vielleicht Radieschen?

Nach etwa 1 1/2 Stunden fand ich, dass mein Bild fertig war und suchte ich die anderen auf. So legten wir dann gegen 19 Uhr unsere Bücher zusammen und freuten uns über die Ergebnisse. Selbst der nette Herr schaute sich die tollen und verschiedenen Ergebnisse an. Aber von meinem Bild war er so begeistert, dass ich es für ihn noch einmal hielt, damit er ein Foto machen konnte.

Nachdem wir uns von allen verabschiedet hatten, liefen wir zur Forstbaumschule. Dort hatten wir einen Tisch reserviert, denn wir hatten etwas besonderes zu feiern: Unseren Hochzeitstag. Denn vor genau 1 Jahr haben wir geheiratet. Dabei haben wir festgestellt, dass wir letztes Jahr viel besseres (und wärmeres) Wetter hatten.

Kunstkurzkur in Bad Pyrmont

Am Sonntag den 14.03.2021 haben sich einige Zeichner unserer Gruppe zusammen daran gemacht und im Rahmen eines „Virtual Sketchings“ Bilder aus Bad Pyrmont nachgezeichnet.

Hier findet ihr die Bilder wenn ihr euch auch nochmal versuchen wollt: Link

Hier sind die gesammelten Werke unseres „online Treffens“:

Danke an alle Teilnehmer und vor allem Danke an Sonja für die Bilder!

Virtueller Urlaub in Andalusien

Am Sonntag den 07.03.2021 haben sich einige Zeichner unserer Gruppe zusammen daran gemacht und im Rahmen eines „Virtual Sketchings“ Bilder aus Cárdiz in Andalusien nachgezeichnet.

Hier findet ihr die Bilder wenn ihr euch auch nochmal versuchen wollt: Link

Hier sind die gesammelten Werke unseres „online Treffens“:

Danke an alle Teilnehmer und vor allem Danke an Yvonne für die Bilder!

Kieler Architektur und Perspektiven

Am Sonntag den 13.12.2020 haben sich einige Zeichner unserer Gruppe zusammen daran gemacht und im Rahmen eines „Virtual Sketchings“ Bilder von Gebäuden aus Kiel zwischen Belvedere und Schrevenpark nachgezeichnet.

Hier findet ihr die Bilder wenn ihr euch auch nochmal versuchen wollt: Link

Hier sind die gesammelten Werke unseres „online Treffens“:

Danke an alle Teilnehmer. Ich finde es sind trotz herrausfordernder Motive, viele schöne Bilder zustand gekommen.

Wie Motten um das Licht

Hallo liebe Leserinnen und Leser, heute möchte ich über unser Zeichnertreffen in der Schleusenausstellung des Maritimen Viertels von Kiel am Sonntag den 18.10.2020 berichten.

Wir trafen uns bei Sonnenschein aber leicht kalten Temperaturen am Eingang zum Hinterhof an der ehemaligen Technischen Marineschule, Arkonastraße 1 in der Wik. Dort ist das Museum untergebracht, in dem wir uns heute treffen wollten. Der Wind war an diesem Tag eisig und wir waren schon langsam auf Kieler-Winter-Schmuddelwetter eingestellt. Melanie und ich kamen mit dem Fahrrad und waren gespannt, wieviele Mitzeichner heute wohl kämen. Nach und nach trudelten immer mehr, mit Maske bewaffnet, ein und mir wurde schon Bange, ob wir denn darin auch genug Platz finden würden. Es ist ja derzeit nicht ganz einfach mit einer größeren Gruppe, mit ausreichend Abstand und ohne andere Museumsbesucher zu stören, einen Platz zu finden. Da ich selbst das Museum in diesen Räumlichkeiten noch nicht besucht hatte, hoffte ich also darauf, dass es irgendwo ein paar ruhige Ecken für uns geben würde.

Ich kannte die Schleusenausstellung noch von dem Museum des Wasser und Schifffahrtsamtes auf der Schleuseninsel. Da dieses Museum wegen Sichereheitsbedenken aber schließen musste („Restricted Area“), hat die Schleusenausstellung eine neue Heimat in der Maschinenhalle der Technischen Marineschule gefunden.

Allein der Zugang zum Hinterhof durch einen Dreifach-Torbogen ist schon zeichnenswert mit den Bögen und in Stein gehauenen Symbolen. Meine Überlegung sich dazu in eine windstille Ecke zu setzen, hat später auch eine unserer Mitzeichnerinnen verwirklicht. Ich jedoch ging mit den Anderen ersteinmal eine Runde in die Ausstellung hinein. Dabei durchquert man nach einem kleinen Flur zunächst die Vorlesungs- und Maschinenhalle mit einem festinstallierten Motor sowie ein Schwerlastkran, die einen großen Zugang zum Innenhof hat. Dort wurde auch der Matrosenaufstand 1918 aufgeführt, ein großes Kapitel Kieler Geschichte, welches zum Sturz der Monarchie in Deutschland führte.

Dahinter gibt es zwei Durchgänge zu weiteren Hallen. In einer davon ist die Schleusenausstellung untergebracht, welche histotisches Wissen rund um den Nord-Ostsee-Kanal vermittelt. Dort kann man viele Modelle von Abschnitten des Kanals und maritime Gegenstände bestaunen. Hinter diesem Raum gibt es noch einen Weiteren, wo viele Modelle von Gebäuden aus dem „alten“ Kiel in mühevoller Kleinarbeit gebaut und ausgestellt werden. Kiel galt seit dem Kaiserreich als wichtiger Standort der Kriegsmarine und wurde daher im zweiten Weltkrieg in großen Teilen in Schutt und Asche gelegt. Dabei verlor die Stadt etwa 90% seiner alten Architektur. Hier in dieser Ausstellung kann man in alten Filmaufnahmen und eben angesprochenen Modellen erahnen, welcher architektonische Schatz dabei verloren ging. In einer Unterhaltung mit einem Mitarbeiter des Museums bekam ich so einiges zu dem alten Kiel und den Modellen erzählt und lauschte lange Zeit fasziniert, bis ich mich darauf besann wozu wir heute eigentlich hier waren.

Ich suchte also meine Mitzeichner und mir danach auch ein Plätzchen „am Feuer“. Die meisten von ihnen hatten es sich nämlich an einem „elektronischen Leuchtfeuer“, der Laterne, welche einmal auf einer Boje angebracht war, in großem Halbkreis gemütlich gemacht. So zeichnete ich die Schaar von Zeichnern die alle mit dem derzeit üblichen Corona-Abstand von 1,50m herum saßen mitsamt dem Leuchtfeuer in der mir verbliebenen Stunde.

Im Anschluss, als wir es geschafft hatten, alle zusammen zu rufen, trafen wir uns dann in dem Vorlesungssaal, nur um festzustellen, dass die dezentrale Beleuchtung dort absolut schlecht zum fotografieren ist. Denn es warf Schatten aus allen Richtungen auf unsere Sketchbooks. Also zogen wir wieder um in die Schleusenausstellung. Wir können von Glück sagen, dass zu der Zeit im Museum nicht soviel los war. Schließlich bekam ich dann doch noch ein einigermaßen gelungenes Bild unserer Werke hin.

Nach dem Zusammenlegen ging langsam wieder jeder seiner Wege und ich bekam von den Museumsmitarbeitern noch auf den Weg, dass wir gerne wieder kommen dürfen, sofern es die Lage zulässt. Es wäre sogar möglich, einzelne Modelle vom Alten Kiel auf den großen Tisch im Vorlesungssaal zu stellen, wo wir sie dann von allen Seiten zeichnen könnten. Ich fand dies einen gelungenen Zeichentag mit vielen neuen Impressionen und einem neuen Geheimtipp für die kalte Jahreszeit.

Architektur und Stadtverkehr

Heute waren wir wieder draußen zeichnen. Es war zwar kühl und als ich zum Treffpunkt zum fuhr, begann es auch noch zu regnen. Nur gut, dass ich mich warm angezogen und auch eine Regenjacke an hatte, während ich durch den Nieselregen zum Dreiecksplatz radelte.

Doch noch während der Fahrt wurde es weniger und als ich angekommen bin, war auch schon alles vorbei.

Bevor ich einen Parkplatz für mein Rad suchte, schaute ich mich um, wo denn die anderen steckten. Ein paar warteten bereits auf der Wiese unter einem Baum. So versammelten uns dort, ehe wir nach Motiven suchten.

Ich hatte heute etwas Schwierigkeiten, ein Motiv auf Anhieb zu finden. Da ich dachte, wir würden bei dem Wetter im Café zeichnen, hatte ich mir schon ein paar Motive „im Kopf ausgemalt“. Also musste ich umdenken. Aber was? Irgendwie sprach mich nichts so richtig an.

Nach gefühlten 10 Minuten Sucherei nahm ich einfach das, was vor meiner Nase lag. Das war dann eben die Kreuzung.

Kaum hatte ich mein Motiv skizziert und die erste Ampel fertig, mischte ich mir die Farben für den Warnbaken zurecht und setzte die erste Fläche.

Da begann es wieder zu tröpfeln und als es immer mehr wurde, packte ich, genauso wie einige andere, meine Sachen zusammen und flüchtete unter den Baum. Dort malte ich das Teil fertig und nach ca. 30-45 Minuten Zeichnen kam das hier heraus:

Da es nun immer Kühler wurde, weil wir uns ja kaum bewegten beim Zeichnen, wollten wir unsere Bilder schon früher zusammen legen.

Auch heute sind wieder tolle Bilder entstanden. Schaut her:

Kunst an der Muthesius

Am Dienstag, 15.09.2020, trafen sich fünf Sketcher an der Muthesius Kunsthochschule im Innenhof beim Pavillon.

Heute waren wir nur zu fünft und es fing schnell an zu bröckeln. Bevor alle abhauten, haben wir zu dritt noch schnell (…) unsere halbfertigen Bilder zusammengelegt…

Benita

Vielen Dank an Benita für die Bilder und den Beitrag. Ihr habt auch Fotos? Dann sendet sie uns doch gerne per Whatsapp oder Email zu.

Diese Bilder sind entstanden:

Sonntagszeichnen im Innenhof der Oberfinanzdirektion

Benita hatte diese Idee, ansonsten hätte wohl niemand gewusst, welch ein Juwel der Backsteinbauten sich hier verbirgt. Für die architektonisch-begeisterten Zeichner ein wahrer Leckerbissen, zumal der gesamte Gebäudekomplex sehr gut erhalten ist, was sicherlich erhebliche Kosten verursacht hat. Die Oberfinanzdirektionen sind eine Mittelbehörde der Landesfinanzverwaltungen in Deutschland. Sie steuert und unterstützt Finanzämter und andere Behörden wie beispielsweise Bauämter.
Bei strahlendem Spätsommerwetter trafen sich heute, am 13.09.2020, insgesamt 12 Zeichnerinnen – diesmal waren keine Männer vertreten – und es hat etwas gedauert, bis alle das sie ansprechende, aber auch umsetzbar erscheinende Motiv fanden. Eine Rolle spielte auch der heftige Wind, der sich im Innenhof, wo man eigentlich eine windgeschützte Ecke vermuten sollte, fing und um uns rum wirbelte. Wie die Bilder zeigen, haben sich doch viele an die Architektur gemacht, aber auch die PKW-Ladesäule oder die Fahrräder gaben gute Motive ab. Solch ungewöhnliche Motive bereichern auf jeden Fall unser Gruppenbild. Sonja hatte sich ziemlich zum Schluss noch mit einer schönen Tür beschäftigt, die sie dann später gepostet hat. Die Zeit verging ziemlich schnell und es ist nicht auszuschließen, dass man sich dort noch einmal trifft, um „um die Ecke herum“ noch weitere Motive zu finden.

Monika

Vielen Dank an Monika für die Bilder und den Beitrag sowie Sonja und Benita für ihre Bilder. Ihr habt auch Fotos? Dann sendet sie uns doch gerne per Whatsapp oder Email zu.

Diese Bilder sind entstanden:

Architektur am Lessingplatz

Am Dienstag, den 01.09.2020, trafen wir uns auf dem Lessingplatz beim Café Freistil. Hier auf der Wiese hatten wir ausreichend Platz und konnten uns gut verteilen.

Viele bekannte Gesichter waren wieder dabei, aber es gab auch ein paar neue Interessierte, die zunächst ersteinmal zuschauten.

In der Sonne war es noch schön angenehm warm, doch als der Schatten der Häuser auf die Wiese wanderte, wurde es auch hier so langsam frisch und es fühlte sich schon etwas herbstlich an. Der Sommer ist wohl nun vorbei…

Hier seht ihr wieder ein paar Bilder von unserem Treffen sowie all unsere Zeichnungen auf einem Blick. Viel Spaß beim Anschauen!

Wohlfühlen trotz schwieriger Architektur

Nachdem die Kieler Gruppe sich vorigen Sonntag auf dem Nordfriedhof getroffen hat, war jetzt der Parkfriedhof Eichhof unser Treffpunkt. Vor ca. einem Jahr haben wir uns schon einmal hier getroffen und uns diese grüne Oase im Stadtgebiet Kronshagen/Kiel nochmal ausgesucht. Mit 39 ja ist der Eichhof lt.Wikipedia der größte Friedhof und zugleich Parkfriedhof Schleswig-Holsteins. Im Jahr 2003 wurde der gesamte Friedhof in das Denkmalbuch des Landes Schleswig-Holstein eingetragen.

Die Sonne schien und so haben sich zehn Zeichner/innen auf den Weg gemacht, Treffpunkt war die Wiese vor der Kapelle. Diese wurde von vielen dann auch als Motiv gewählt, obwohl sie von der Architektur her doch eine ziemliche Herausforderung war. Insbesondere bei den vielen gotischen Rundbogenelementen konnte man sich ziemlich vertun, aber letztlich sollen unsere Skizzen ja nicht in Konkurrenz mit der Kamera stehen und – alte Sketcherweisheit: Das Auge sieht sich alles zurecht. Wie man dem „Gruppenskizzenfoto“ entnehmen kann, haben sich einige auch andere Motive ausgesucht, so zum Beispiel alte Grabsteine, Baumstämme mit interessanten Rinden oder einfach einen Weg mit Sonnenlichteinfall. Die ruhige Atmosphäre auf dem Friedhof, der Sonnenschein und das Vogelgezwitscher trugen zu den Wohlfühlmomenten beim Zeichnen bei.

Monika

Vielen Dank an Monika für die Bilder und den Beitrag. Ihr habt auch Fotos? Dann sendet sie uns doch gerne per Whatsapp oder Email zu.

Eingenordete Kirche bei steifer Brise

Hallo liebe Leserinnen und Leser, mit kleiner Verspätung möchte ich euch noch von unserem Treffen am 07.06.2020 im Anscharpark berichten.

Der Tag begann mit blauem Himmel und sah (zumindest vom heimischen Erdgeschossbalkon in Richtung Hinterhof) aus, als wolle er recht schön werden. Angereist bin ich mit Melanie erneut mit dem Fahrrad. Für uns ist es einfach zum Anscharpark zu gelangen. Wir müssen das Rad nur den Hügel in Richtung zentrale Wik herunter rollen lassen. Dort angekommen, entdeckten wir auch schnell das erste bekannte Gesicht aus Vor-Corona-Zeiten.Wie immer trudelten dann auch mehr und mehr weitere Zeichner unserer Gruppe ein.

Den Anscharpark wollten wir ursprünglich erst eine Woche später besuchen, doch am Freitag vor dem Termin hat uns dankenswerterweise Sonja darauf hingewiesen, dass ausgerechnet an dem Sonntag eine Bombenräumung am Holsteinstadion stattfinden sollte, wodurch unser eigentlich designierter Zeichentreffpunt, der Nordfriedhof, direkt im Sperrbereich lag. So kamen wir also in den Genuss, uns eine Woche früher in dem ruhigen Anscharpark zu treffen. Dieser Park bietet viel freie Fläche um ausreichenden Abstand zu wahren und ist außerdem nicht so stark besucht, wie etwa der Schrevenpark im Zentrum von Kiel. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass es hier sehr viele alte Gebäude aus der Kaiserzeit gibt, als das ganze Gelände noch ein Marinelazarett war.

Ich habe viele der Gebäude inzwischen schon bei vorherigen Treffen oder erst kürzlich bei einem Virtualsketching zu Lockdownzeiten gezeichnet, so suchte ich mir an diesem Tag mal eine andere spannende Perspektive. Schnell stellte ich fest, dass sie echt kniffelig war. Ich neige dazu, gern alles zu zeichnen, was in meinem Blickfeld ist. Leider verschätze ich mich dann und wann auch mal bei der Größe von Gebäuden und müsste manchmal „anbauen“, um alles auf die Seite in meinem Sketchbook zu bekommen. Aus der Not habe ich in den letzten Monaten eine Tugend gemacht und nutze nun gern dieses Stilelement, indem ich einen Rahmen ziehe, den ich mit Teilen meines Motives überschreite. Ich finde, das lockert das Bild auf und hält mich davon ab, die komplette Fläche zu colorieren. Woran ich jetzt noch arbeiten muss, ist, das Bild mit all seinen schwierigen Perspektiven auch in der Zeit unserer Treffen fertig zu bekommen. Bei dem Treffen im Anscharpark hat es bei mir nur für das Linieren und das typisch norddeutsche Ziegelrot gereicht.

Martins Zeichnung in Linien

Im Laufe unseres Treffens trudelten noch mehr Zeichner ein. Trotz Corona verirrten sich auch einige interessierte Anwohner und Touristen in meine Nähe, um mir neugierig über die Schulter zu schauen. Normal neige ich ja gerne dazu, diesen Leuten zu zeigen, was ich hier so treibe, doch mich beschleicht in der momentanen Zeit schon ein mulmiges Gefühl, wenn mir manch einer zu nah auf die Pelle rückt. Mir ist da leider die Schnauze nicht so gewachsen, wie anderen Mitzeichnern, die letztens sehr nähebedürftige Leute lautstark auf Abstand brachten.

Was ich allerdings ganz gern mag, sind Leute, die auf Abstand bleiben und immer mal ein bisschen über die Geschichte ihres Viertels, das Motiv oder Gebäude zu erzählen haben. Auch an diesem Tag hatte ich einen netten älteren Herren, der nebenbei im Gespräch ein Detail erwähnte, welches mir nie so recht aufgefallen ist. Auf meinem Motiv an diesem Tag ist im Hintergrund die Petruskirche zu sehen. Besagter Herr erzählte mir, dass es die einzige Kirche sei, welche nicht wie üblich geostet wurde. *Der Bauherr Großadmiral Tirpitz ordnete auf Anregung des Garnison-Bauinspektors Adalbert Kelm an, die Kirche zur Verbesserung der städtebaulichen Wirkung entgegen den sonst üblichen Regeln, nicht zu osten, sondern zu norden. Dem preußischen Militär sind halt die christlichen Normen schnurz gewesen, wenn es um die Optik gehen sollte.

Melanie und Sonja vor ihrem Motiv

Leider zog der Himmel im Verlauf des Treffens immer mehr zu. Teils bekam ich ein paar Tropfen ab, welche mich allerdings nicht aus der Ruhe brachten. Jedoch kam eine steife kalte Brise auf, wodurch es immer kälter an den Fingern wurde. Als ich hörte, dass ein Teil der Zeichner schon gepackt hatte und aufbrechen wollte, trommelte ich schnell noch Melanie und Sonja zusammen, die verbissen ihre Zeichnungen vollenden wollten. Zusammen gingen wir zu unserem Treffpunkt auf der Wiese vor dem Atelierhaus, um dort unsere Bücher zusammen zu legen. Auch wenn es zuletzt etwas ungemütlich war, fand ich es wieder ein gelungenes Treffen und einen tollen Platz in Kiel, wenn man schwierige Architektur mag.

Quellenangabe: *Texpassage aus dem Wikipediaeintrag zur Petruskirche 2020-06-17: https://de.wikipedia.org/wiki/Petruskirche_(Kiel)

Oase der Ruhe in der Vorweihnachtszeit

Hallo liebe Leserinnen und Leser. Ich hoffe ihr konntet die Weihnachtstage auch gut verbringen und startet frisch und voller Elan in das nächste Jahr. Ich will euch noch von unserem Treffen am Sonntag vor Weihnachten, dem 22.12.2019 berichten. An diesem 4ten Advents-Sonntag haben wir uns eine Pause zum verschnaufen im neuen Loppokaffee im Jungfernstieg 22 gegönnt.

Da es sich dorthin per Bus Sonntags ganz besonders schlecht anreisen lässt, wählte ich mein Fahrrad, um pünktlich zu unserem Treffen zu kommen. Mit Handschuhen, Schal und Mütze eingemurmelt ließ es sich auch ganz gut aushalten. Der Winter hat uns ja in Sachen Schnee und Glätte bisher in Kiel verschont. Ich kam etwas früher an als gedacht, denn das Café öffnete tatsächlich sehr pünktlich um 11 Uhr. Bis dahin konnte ich noch eine Runde um den Block drehen und die sonntägliche Stille Kiels genießen.

Nach meiner Runde um den Block sah ich auch schon die ersten Zeichner warten und aus allen Richtungen zum Café strömen. Gemeinsam wurde es schon irgendwie ein Flashmob im Eingangsbereich des Cafés. Augenscheinlich waren die Barista etwas überrascht über den frühen Ansturm. Glücklicherweise verfügt das Café nicht nur über die Plätze, welche man von der Straße aus sieht, sondern auch über einen weiteren Raum in Richtung Hinterhof. So besetzten wir, nicht ohne uns vorher brav am Tresen ein Heißgetränk zu bestellen, auf einen Schlag das halbe Café.

Melanie und ich waren im Sommer schon einmal hier vorbei gegangen und sie hat dieses Café ursprünglich entdeckt. Damals war es noch ein anderer Betreiber mit anderen Öffnungzeiten. So spielte es uns in die Hände, dass nun eine neue Filiale vom Loppokaffee hier aufgemacht hatte. Gegenüber des Cafés ist die architektonisch intressante Kapelle der Katholisch-Apostolischen Gemeinde. Leider ist die Kapelle selbst anscheinend nicht offen und auch über die Gemeinde an sich lässt sich wenig in Erfahrung bringen. Als Motiv zum Zeichnen macht sie sich durch das Fenster vom Loppokaffee allerdings ganz gut.

Die Zeit verging mit gutem, frischem Kaffee aus Nicaragua und Kenia wie im Fluge. Bis zum Zusammenlegen schaffte ich es nicht ganz mein Bild so auszuarbeiten, wie ich mir das vorgestellt hatte. Nunja ich war nicht der einzige, der nach dem Aufbruch eines Teils der Gruppe, noch etwas sitzen blieb und in Ruhe zuende zeichnete.