Wind und Wasser an der Stickenhörn

Am Sonntag, den 22.08. sind Martin und ich mit dem Rad zum Fähranleger der Holtenauer Fähre gefahren. Auf der Wiker Seite warteten wir auf eben diese und stiegen ein, nachdem sie angelegt hatte. Wir hatten gerade unsere Räder auf der Fähre geparkt, als Christof uns begrüßte, den wir wegen der Maske fast nicht erkannten.

Auf der anderen Seite angekommen fuhren wir gemeinsam mit ihm zum Treffpunkt. Er wusste zwar, wo dieser ist, aber da wir schon einmal dort waren, konnten wir ihm den Weg dorthin zeigen und so konnte er auch die Einfahrt zur Stickenhörn nicht verfehlen.

Trotz dunkler Wolken im Süden trauten wir uns dort nach einem Malplatz zu suchen. Doch der Wind war recht unangenehm und kühl, sodass dies die Platzauswahl einschränkte.

Dennoch fanden wir einen. Dabei stellte sich heraus, dass das kleine Fischerboot zum Liebling einiger Zeichner wurde. Auch ich wählte dieses Boot. Schon bei unserem ersten Besuch hier, war mir klar, dass ich eines der Boote malen würde. Und das Fischerboot rief regelrecht nach mir: „Male mich“. Maritime Motive sind ja ohnehin voll mein Ding. Auch wenn ich mich mit solchen Booten eigentlich eher schwer tue.

Ich hatte gerade die Linien meines Bootes vollendet und machte eine kleine Runde, um bei den anderen vorbeizuschauen (und Fotos für den Blog zu machen), da machten sich die ersten schon auf den Heimweg. Nach einer Stunde war es denen leider zu windig und dadurch zu kalt.

Am Ende waren wir nur noch zu fünft: Martin, Christof, Beate, Sonja und ich. Wir haben bis kurz vor 13 Uhr gezeichnet, um unser Werk zu vollenden (oder so gut wie) und legten anschließend zusammen.

Wir hatten gerade die Fotos gemacht und wollten unsere Bücher einpacken, als es zu regenen begann. Pünktlich zum Feierabend! So hieß es, schnell einpacken und Regenschutz suchen.

Mit Martin fuhr ich dann zurück zur Fähre, während Christof schon vorgefahren war und Sonja und Beate gemeinsam Richtung Bushaltestelle liefen. Beim Anleger der Fähre holten wir Christof ein und die Fähre setzte gerade auf unserer Seite über, sodass wir direkt einsteigen und über den Kanal fahren konnten. Nur noch den Hügel rauf und bald waren auch wir zuhause und weil es zwischenzeitlich mit dem Regen wieder aufgehört hatte, kamen wir sogar recht trocken an.

Bootsfragmente

Bis zu unserem Treffen am Dienstag, den 20.07. hatte ich mein Rad nicht reparieren können, daher kam ich dieses Mal mit dem Bus in die Stadt zum Germaniahafen. Da ich etwas früh dran war, machte ich noch eine Runde um die Hörn (anstatt über die Klappbrücke zu laufen).

Trotz des schlechten Wetters (grau und nicht so warm), war hier reger Betrieb. Martin schlich sich „von hinten“ heran, denn er hatte mich gesehen, als er von der Arbeit kam und fuhr mit dem Rad hinterher. Gemeinsam nahmen wir auf einer Bank am Germaniahafen Platz und warteten sehnsüchtig auf die anderen. Bald kam auch schon Christof und Monika entdeckte ich auch. Doch sie sah uns nicht. Nach einiger Zeit fand sie uns aber und gesellte sich zu uns.

Anschließend suchten wir uns einen schönen Malplatz und verteilten uns in Bootsnähe. Denn, wenn man am Germaniahafen zeichnet, gehört ein Boot/Schiff einfach immer ins Bild, oder?

Am Anfang total unentschlossen (und laut denkend „Was male ich bloß?“), nahm ich Monikas Idee: Male doch ein Detail. Das habe ich dann gemacht. Bei dieser „Detailarbeit“ nutzte ich wieder Aquarellfarben. Irgendwie dachte ich, das sei schicker. Für die weißen Stellen („Highlights“) nutzte ich Gouache, da ich deckend auf die Aquarellfarben malen wollte.

Nach etwa 1 1/2 Stunden wurde uns frisch und so legten wir unsere Bücher zusammen.

Am Anleger in Dietrichsdorf

Auf dieses Treffen habe ich mich schon lange gefreut. Wir hatten hier vor etwa 2 Jahren an genau derselben Stelle gemalt. Seitdem wollte ich immer mal wieder dorthin, um den Blick zu genießen und natürlich auch zu malen.

Am 18.07. war es dann endlich soweit! Gemeinsam mit Martin fuhr ich mit dem Rad zum Treffpunkt. Bei einer solchen Strecke planen wir immer etwas mehr Zeit ein, sodass wir dann wieder ein bisschen zu früh da waren. Das nutzten wir, um uns umzuschauen und erste Fotos zu machen.

Noch während wir Fotos machten, kam ein Mann auf uns zu. Da sonst kaum einer am Anleger stand, waren wir uns ziemlich sicher, dass er mit uns zeichnen wollte. Er stellte sich als Christof vor. Von ihm haben wir ja schon einige Zeichnungen gesehen, denn er malte mit uns schon virtuell. Wir freuen uns sehr, dass er sich nun auch zum Draußenzeichnen traut!

Wir plauderten eine Weile und warteten, ob noch andere Zeichner kommen würden. Leider war dies nicht der Fall, sodass wir nur zu dritt zeichneten. Dabei verteilten wir uns um den Platz am Anleger. Martin suchte sich jedoch ein Motiv etwas abseits des Platzes, wie man auf dem folgenden Foto sehen kann.

Ich hatte mir den Blick vom letzten Mal ausgesucht. 2019 saß ich unten auf den Steinen. Dieses Mal wollte ich den Busch ins Bild integrieren und setzte mich daher oben auf die Wiese. Wie 2019 malte ich auch dieses Mal mit Gouache. Ich wollte nämlich beide Bilder am Ende vergleichen. Doch nach 2 Stunden hatte ich noch nicht einmal die Hälfte meines Motivs gemalt. Ich hatte etwas Probleme, die richtige Farbe für den Himmel zu mischen (und auf meiner Palette sah die Farbe irgendwie anders aus, deshalb habe ich dann später auch meinen größeren Kasten verwendet habe – siehe 3. Bild). Ich brauchte Ewigkeiten, bis ich den Himmel hinbekommen habe, sonst wäre ich evtl. viel weiter gekommen.

Auf dem 3. Bild halte ich meine Haare fest: Es war nicht nur windig, sondern meine Haare wurden grün! Die sind nämlich immer wieder in die Mischpalette geflattert und haben dann die Farbe wie ein Pinsel aufgenommen. Scheinbar wollten meine Haare mitmalen. Als ob das Bild dann schneller fertig wäre *lach*

Am Ende haben wir uns dann an meinem Malplatz versammelt (weil ich ja nicht fertig geworden bin) und haben im Grünen unsere Bilder zusammengelegt.

Nachdem Christof gegangen war, überlegte ich noch einen Moment, ob ich mein Bild noch fertig malen sollte. Aber da Martin mit seinem Bild schon fertig war, entschieden wir, dass es für heute mit dem Malen reichen würde. Ich könnte ja das Bild zuhause fertig stellen (was ich allerdings nicht mehr gemacht habe).

So spazierten wir noch bis zur „Alten Mühle“, wo wir auch schon ein paar Mal gemalt haben. Die Beiträge hierzu könnt ihr hier nachlesen: Manche Brücken haben Tücken und Sketchwalk an der Schwentine.

Anschließend schwangen wir uns aufs Rad und fuhren noch ein Stück die Schwentine entlag. Eigentlich wollten wir wirklich nur ein kleines Stück fahren, aber weil es so schön war, fuhren wir bis zum Tiergehege nach Schwentinental/Raisdorf. Dort machten wir noch einen Rundgang und fanden auch hier einige schöne Motive, die man einmal zeichnen könnte. Doch dazu hatten wir keine Lust mehr und so fuhren wir wieder Richtung Kiel. Dabei bemerkte ich, wie mein hinterer Reifen sich merkwürdig anhörte und anfühlte. Ich hatte einen Platten! So mussten wir den restlichen Weg bis nach Hause das Rad schieben. Laut meiner App, mit der ich meine Radtouren immer aufzeichne, sollten das ca. 15 km gewesen sein, die wir da gelaufen sind. Das spürten wir auch, denn unsere Füße waren platt und bekamen Blasen. Nach der unerwarteten Tour waren wir vollkommen k.o.. Zuhause angekommen war ich definitiv nicht mehr motiviert mein Bild zuende zu malen! Dennoch war es ein schöner Sonntag!

Achso: wer jetzt mein Bild vergleichen möchte: Im Beitrag Schwentineblick bei strahlendem Sonnenschein findet ihr mein Motiv in der Mitte (braunes Papier).