Nieselpiesel an der Kiellinie

Am Sonntag, den 23.08.2020, war es frisch, windig und immer wieder nass. Dennoch fuhren wir (Martin und ich) mit dem Rad in einer regenfreien Zeit zur Kiellinie runter. Noch während wir fuhren, begann es schon wieder zu pieseln, aber nach Hause wollten wir trotzdem nicht. Einen Versuch war es wert, wenn man schon einmal unterwegs ist.

Am vereinbarten Treffpunkt schauten wir uns um, sahen aber zunächst keinen von unserer Gruppe. „Traute sich keiner bei dem Wetter?“, dachten wir zunächst, doch da kam auch schon Monika. Nach und nach trudelten auch alle anderen ein und fanden uns, trotz der vielen Leute, die hier unterwegs waren.

Nach einem kleinen Plausch suchte sich jeder wie immer sein Motiv und so verteilten wir uns an der Kiellinie, die einen am Wasser, die anderen weiter weg vom Wasser.

Für mich war klar, dass ich am Wasser sitze. Ich als „Wasserliebhaberin“ musste mir automatisch ein Motiv an der Förde suchen. Zum Glück hatte ich einige Tage zuvor einen Aquarellkurs bei Barbara Hirsekorn belegt (Thema Wasserspiegelungen und Boote), sodass ich hier das neu erlernte direkt anwenden konnte und auch wollte. So arbeite ich heute seit längerem wieder einmal mit Aquarellfarben. Bei unseren letzten Urban Sketching-Treffen habe ich ja oft mit Gouache gemalt.

Nachdem ich mein erstes Bild fertig hatte, setzte ich mich an ein zweites. Ich hatte eine Möwe im Blick, die es sich gemütlich gemacht hatte. Doch während ich die erste Farbe setzte, malte der Nieselregen mit und am Ende war es nur noch eine Suppe. „Das muss ich dann wohl zuhause weitermalen“, dachte ich. Aber bis jetzt habe ich das nicht gemacht…

Martin hat sein Bild auch nur halbfertig machen können, denn durch den einsetzenden Regen packten wir unsere Sachen zusammen und versammelten uns, um unsere Bilder noch einmal kurz für ein Foto zusammenzulegen.

Mehr als nur Radfahrer: Die Veloroute 10

Einen ungewöhnlicheren Zeichenort hatte ich bisher noch nicht: Die Fahrradstraße „Veloroute 10“ war unser Treffpunkt an diesem Dienstagnachmittag, den 18.08.2020. Schon zu Beginn wusste ich nicht, was ich dort zeichnen soll. Radfahrer sind dort doch viel zu schnell unterwegs! Dennoch fuhr ich zu dem Treffen und wollte mich überraschen lassen. Vielleicht gibt es dort ein Motiv für mich, was ich gar nicht erwarte?

Ich brauchte eine Weile, ehe ich etwas gefunden hatte, während Martin und Monika schon genau wussten, was sie zeichnen wollten. Auch Benita war noch etwas unschlüssig. Doch bald fanden wir alle ein Motiv für uns.

Gut verteilt zeichneten wir an der Veloroute, während einige gefühlte 100 Radfahrer in der Zeit an uns vorbeiradelten. Martin schaffte es sogar, einige in sein Bild einzubauen.

Ich wählte lieber ein einfacheres Motiv, dass sich nicht bewegt. Dafür saß ich im Schatten auf der „Wiese“ (die noch keine ist, oder keine mehr ist). Blöderweise hatte ich meinen Stuhl vergessen, aber immerhin ein Sitzkissen dabei. Aber so hatte ich eine tiefere Sitzposition, was für mein Bild auch ganz schick war, wenn ich es denn genau so gemalt hätte, wie ich es gesehen hab… irgendwie bin ich mit meiner Horizontlinie doch etwas zu weit nach oben gekommen. Auf meiner Zeichnung sieht das gar nicht mehr nach dieser Perspektive aus. Außerdem habe ich noch das Fahrradstraßenschild ins Bild eingebaut, das stand eigentlich genau hinter der Birke (rechts neben dem dicken Stein).

Am Ende legten wir wie immer wieder unsere Zeichnungen zusammen und seht, was noch so entstandten ist:

Sommer in Holtenau

An einem sonnigen Sonntag, genauer gesagt, den 16.08. trafen wir uns am Schleusengarten in Holtenau.

Schon bei der Ankunft dort, war mir viel zu heiß. Da wo Schatten war, war nicht das passende Motiv und da wo Sonne war, war die Aussicht schön. Doch die Hitze schreckte mich ab. Auch Martin lief hin und her. Irgendwie war kein guter Platz um diese Uhrzeit und bei dieser Hitze zu finden.

Nach einer Weile fanden wir dann doch noch unser Motiv und setzten uns in den Schatten der Bäume, mit dem Blick zur kleinen Schleuse, der Schleuseninsel und einigen Booten.

Von hier aus konnten wir auch die anderen sehen, die sich direkt am Eingang der Schleuseninsel platziert hatten.

Während ich mein Motiv Stück für Stück zeichnete und gerade das Segelboot etwas Farbe bekommen hatte, startete der Kapitän den Motor und ich begann schneller zu malen und mich nur auf das Boot zu konzentrieren. Meine Zeichnung war gerade so fertig, als er mit seinem Boot davon fuhr. Immerhin winkte er uns noch einmal zu.

Bald darauf kamen wir wieder zusammen und platzierten unsere Zeichnungen in der Nähe.

Eisschmelze vs. Urban Sketching

Am 11.8. war das Zeichentreffen auf dem Blücherplatz geplant. Schon vor dem Treffen war dem WhatsApp-Austausch zu entnehmen, dass einige nicht kommen würden, insbesondere haben wohl die hohen Temperaturen und die feuchtwarme Luft abgeschreckt. Und so waren wir mit Michaela, Julia, Sonja und mir nur zu viert und haben uns erstmal zu einem Eis bzw. Eiskaffee entschlossen. Unseren Platz in dem „Café oben“ haben wir dann auch gar nicht mehr verlassen, sondern uns von dort unsere Motive gesucht. Was gab es da zu sehen? Rundherum die schönen alten Häuser mit den herrlichen Fassaden, aber auch das Café selbst oder die Blumen rund um die Tische sowie Autos auf dem Parkplatz. Eigentlich alles ganz unspektakulär, aber man kann ja aus allem mit der eigenen zeichnerischen Handschrift etwas machen und letztlich ist das ja auch die Idee, die hinter dem urban sketching steckt. Den Gedanken, vor Verzehr den Eisbecher zu malen, erübrigte sich angesichts der Temperaturen: so schnell wie die „Eisschmelze“ konnten wir gar nicht zeichnen. Das Ergebnis zeigt: Drei Zeichnerinnen haben sich für ganz unterschiedliche Motive entschieden: Michaela für die Pflanzen, Julia für eine Ansicht im Cafébereich und ich habe mich mal an den Autos versucht. Sonja hat sich eine „Auszeit“ genommen, aber das darf angesichts der tropischen Temperatur ja auch mal sein.

Monika

Vielen Dank an Monika für das Bild und den Beitrag. Ihr habt auch Fotos? Dann sendet sie uns doch gerne per Whatsapp oder Email zu.

Diese Zeichnungen sind entstanden:

Sonntagszeichnen vor der Forstbaumschule

Am Sonntag, 9.8. fanden sich auf der großen Wiese vor der Forstbaumschule nach und nach insgesamt zehn Zeichner/innen ein. Wie immer ging es zunächst auf Motivsuche, insbesondere lockten die Sonnenschirme auf der Terrasse des Lokals – ein idealer Hingucker für jedes Bild. Aber auch das Gebäude selbst, so wunderbar unter den alten Bäumen gelegen, bot sich sofort als Motiv an. Hier dann wieder die Schwierigkeit, das viele unterschiedliche Grün zu Papier zu bringen. Schließlich hatten sich alle für ein Motiv entschieden und wir verteilten uns, um an diesem wunderbar sonnigen Vormittag unter den Schatten spendenden Bäumen ans Werk zu gehen. Beim späteren Zusammenlegen der Bilder konnten wir wieder feststellen, welch unterschiedliche Perspektiven und Motive unser heutiger Malplatz bot und selbst die achtlos weggeworfene Bierflasche und Blechdose (natürlich nicht von uns!!!) fand Eingang in Sonjas Skizzenbuch und auch, dass tlw. sogar auch die Mitmaler selbst mitgemalt wurden zeigt doch, dass wir uns mittlerweile auch an schwierigere Motive rantrauen. Nicht alle Bilder sind vor Ort fertig geworden, einige brauchten zu Hause noch einer farbigen Überarbeitung. Insgesamt war es ein schöner Maltag in entspannter Atmosphäre und die Ergebnisse spiegeln das ja auch wieder.

Monika

Vielen Dank an Monika für die Bilder und den Beitrag. Ihr habt auch Fotos? Dann sendet sie uns doch gerne per Whatsapp oder Email zu.

Diese Bilder sind entstanden:

Ein idyllisches Plätzchen in der Stadt

Am Dienstag, den 4. August trafen wir uns im Ratsdienergarten. Auch an diesem Tag reisten so ziemlich alle mit dem Rad an.

In der Nähe des Denkmals Klaus Groth (ein bedeutsamer niederdeutscher Lyriker und Schriftsteller) verteilten wir uns, allerdings nicht zu weit auseinander, da recht viele die Sonne nutzen wollten. Im Schatten war es recht kühl und zudem wehte der Wind…

Ich saß am Ufer des kleinen Kiels und bemerkte vom Wind nicht viel. Darum war es für mich dort auch angenehm zu sitzen (viele beklagten, es sei zu kalt… ich schätze mal, dass diejenigen einfach an einem ungünstigen Ort saßen).

Auch heute packte ich wieder meine Gouachefarben aus und machte mich zunächst an ein kleines Motiv, da ich mich nicht so recht entscheiden konnte, was ich denn eigentlich malen soll. So verlockend es auch war, die anderen Zeichner am Ufer des kleinen Kiels zu zeichnen, oder die Blässhühner, so entschied ich mich doch dagegen. Allein die Blässhühner waen viel zu agil, als dass man sie zeichnen könnte (wobei es einige unter uns gibt, die das können! Hut ab!).

Mein erstes Motiv war also die Blume direkt am Ufer (kennt jemand den Namen des Gewächses?) und die umher schwirrende Hummel, die allerdings auch viel zu schnell unterwegs war, um sie wirklich zeichnen zu können.

Danach wagte ich mich noch an ein „größeres“ Motiv, da ich noch bis zum Zusammenlegen mehr als 1 Stunde Zeit hatte. So ist es dann doch noch der Kleine Kiel und der Blick aufs andere Ufer geworden. Und ja, ich habe gegen die Sonne gemalt, aber ganz viele Sonnen habe ich dennoch nicht gesehen (ich hab schließlich nicht direkt in die Sonne geschaut!).

Nachdem ich für das 2. Motiv auch nur recht wenig Zeit brauchte, wollte ich dann aber kein neues (3.) mehr anfangen. Das war auch gut so, denn nachdem ich noch eine Runde bei den anderen schauen war, legten wir auch schon zusammen.

Auch heute sind wieder viele tolle Zeichnungen entstanden, seht selbst:

PS. Interessanterweise hat aber keiner das Denkmal gemalt… (woran das wohl gelegen haben mag?)

Ein Sommertag in Molfsee

Normalerweise haben wir unseren Wochenendtermin am Sonntag. Doch dieses Mal legten wir den Maltag auf Samstag, da für Sonntag schon wieder „schlechteres“ Wetter vorhergesagt wurde.

So trafen wir uns also um 11 Uhr am Fahrradständer neben dem Eingang vom Freilichtmuseum in Molfsee, da fast alle mit dem Rad gekommen sind. Gemeinsam liefen wir dann zum Eingang, holten uns ein Ticket (manche hatten oder nahmen eine Jahreskarte) und wir versammelten uns auf der Wiese am Eingang.

Wir warteten noch etwas auf einige Nachzügler und besprachen den heutigen Ablauf. Da es ein Ganztagsmaltag sein sollte, sollten alle flexibel sein können und so gaben wir keinen Treffpunkt für ein Zusammenlegen vor, sondern jeder könnte gehen, wann er/sie wollte und stellt sein Bild einfach in die WhatsApp Gruppe. Darum gibt es dieses Mal kein Gemeinschaftsbild.

Noch gemeinsam starteten wir unsere Runde, denn wir wollten alle in den hinteren Bereich des Freilichtmuseums.

Mit Martin setzte ich mich in den Schatten eines Hauses, denn in der Sonne war es einfach viel zu heiß.

Da hat uns Monika wohl, total in der Arbeit vertieft, erwischt.

Ich wollte unbedingt die Mühle malen, Martin hatte wieder ein Panorama-Bild im Visier.

Martin im Schatten beim Zeichnen

Noch während wir zeichneten, kamen ein paar Schafe vorbei, die wir auch direkt ins Bild einbauten. Später besuchte uns Monika, nachdem sie die Nase von den Ziegen voll hatte (Zitat: „Es roch dort etwas streng“), welche sie gezeichnet hat.

Nach unserem 1. Bild ging es dann Richtung Meierei/Maierei, wo wir uns ebenfalls in den Schatten setzten. Da kam auch Benita zu uns. Zu dritt hocken wir unter den Bäumen. Während Benita und Martin sich an der Meierei versuchten, nahm ich lieber die bunte Eingangstür.

Melanies Bild von der Tür eines Bauernhauses.

Dort saßen wir eine Weile, doch wir merkten, dass uns so langsam die Luft ausgeht und wir eine Pause brauchten. Also stellten wir das jeweilige Bild fertig und packten so langsam zusammen.

Martins Bild von der Maierei

Mit Martin lief ich dann gemütlich zum Eingang/Ausgang und gönnten uns auf dem Weg dahin noch ein leckeres EIZ 😍 (ja, die haben das dort wirklich so geschrieben!).

Dann liefen wir den äußeren Weg weiter Richtung Ausgang.

An unseren Rädern angekommen, schienen wir wohl die letzten unserer Gruppe gewesen zu sein (es war zwischen 5, halb 6). Jedenfalls habe ich niemanden mehr gesehen 😜

So fuhren wir dann mit dem Rad nach Hause, wo wir uns ein leckeres Abendessen machten und dann vorm Fernseher einschliefen.

Abschließend möchte ich noch sagen, dass es ein sehr schöner Tag mit euch war, auch wenn wir die meiste Zeit wohl eher einzeln gesessen haben. Die tollen Fotos, die ihr uns geschickt habt, geben aber ein Gefühl von Gemeinschaft, weil die Motive ja in Molfsee stehen und wir wissen, dass ihr da wart. 😁

Hier noch die Bilder, welche an diesem Tag entstanden sind und über die WhatsApp-Gruppe mit uns geteilt wurden:

Monatsrückblick: Juli

Hier folgt ein Beitragsrückblick über den vergangenen Monat. Werft doch noch einmal einen Blick in die letzten Treffen hinein. Für manche Treffen gibt es keine Beiträge, da diese wegen des schlechten Wetters ausgefallen sind.

12.07.2020 – Farbkleckse und Friedhofsgrün

19.07.2020 – Malerischer Ausblick

21.07.2020 – Steife Brise an der Hörn

26.07.2020 – Lonesome Sketcher

28.07.2020 – Mal Sonne, mal Wolken

gesammelte Werke

Mal Sonne, mal Wolken

Da hat sich wohl das Wetter im Monat geirrt? Denn so wechselhaft, wie es eigentlich im April sein sollte, war es am vergangenem Dienstag (28.07.2020). Doch als ich mit dem Rad unseren Treffpunkt, den Hiroshimapark, erreichte, schien glücklicherweise mal die Sonne.

Da hier in Kiel so vieles mit dem Rad besser und schneller zu erreichen ist, kamen auch die anderen mit dem Rad.

In der Nähe des Springbrunnens hatten wir einen tollen Blick auf den Rathausturm, weshalb wir direkt an dieser Stelle blieben und uns einen Platz auf der Wiese zwischen den Gänsen suchten.

So saßen wir alle in einer „Ecke“, zwar gut verteilt, aber doch zusammen, und zeichneten, jeder auf seiner Weise, den Rathausturm. Manche wagten sich sogar noch an ein zweites Motiv.

Susanne wollte eigentlich nur vorbei schauen, ob wir auch fleißig wären, doch sie setzte sich zu uns, um ebenfalls zu zeichnen. Schön, dass wir dich dazu noch motivieren konnten!

Martin mit seltsam gehaltenem Sketchbook

Trotz dunkler Wolken blieb es trocken, sodass wir bis zum Schluss zeichnen konnten und dann wieder unsere Bilder zusammenlegten. Vielen Dank für diesen tollen Zeichen-Nachmittag!

Malerischer Ausblick

Wieder an einem Sonntag, nämlich den 19.07.2020, trafen wir uns zum Zeichnen. Dieses Mal ging es an die Förde, zum Schleswig-Holsteinischen Landtag. Auf der Wiese haben wir es uns an diesem warmen, aber grauen Tag gut verteilt gemütlich gemacht.

Ich versuchte mich an dem Blick über der Förde zu den Kränen (HDW, bzw. German Naval Yards) und wollte dabei etwas Aquarelliges und ohne Finelinerlinien machen. Leider gelang es mir nicht so wie gewünscht und so gab ich auf.

Ich genoss an diesem Tag lieber das Liegen auf der Wiese und beobachtete die Möwen, bis wir unsere Bilder zusammenlegten.

Farbkleckse und Friedhofsgrün

Am vergangenen Sonntagmorgen, den 12.07.2020, blickten wir zunächst in einen recht blauen Himmel und erhofften uns gutes Wetter für unser Zeichentreffen. Doch leider zog es sich immer weiter zu. Da es aber nicht regnete, machten wir uns wie geplant auf den Weg zum Südfriedhof.

Kaum waren wir dort, sahen wir schon einige Zeichner, die warteten und weitere kamen nach und nach hinzu. Als wir bereits eine recht große Gruppe waren, begann es nun doch etwas zu regnen. Doch es war nur eine einzige „schwarze“ Wolke, sodass wir nach dem kurzen Regenschauer uns auf den Weg zu den „schönen“ Motiven machten.

Diese fanden wir in der Nähe des Haupteingangs. Schöne verzierte Grabsteine, schicke kleine und große Mausoleen und natürlich auch die schön gestalteten Gräber.

Ich musste zunächst eine kleine Runde machen, damit ich mich überhaupt für irgendein Motiv entscheiden konnte. Das war gar nicht so einfach. Und dann kam auch noch die Sonne hervor und brachte alles zum Leuchten. Für was also sollte ich mich entscheiden?

Da sich viele auf die eine Seite des Hügels setzten und zeichneten, zog es ich mich auf die andere Seite. Martin war gleicher Meinung, genauso wie Julia und Renate.

Als es nach etwa mehr als 1 Stunde schon wieder vom Himmel tröpfelte, hatte ich gerade meine Farbe aufs Papier gebracht und Martin setzte sich vor die Tür eines Mausoleums, um sein Bild trocken zu halten.

Auf der Suche nach einem 2. Motiv lief ich noch eine Runde durch den Friedhof und fand jede Menge weitere Motive. Doch diese würde ich nicht in 10-15 Minuten zu Papier bekommen, also lief ich weiter und entdeckte dabei ein kleines Eichhörnchen (siehe Video).

Dann war es auch schon 13 Uhr und wir versammelten uns so langsam wieder am Eingang, um unsere Bilder zusammen zu legen.

Monatsrückblick: Juni

Hier folgt ein Beitragsrückblick über den vergangenen Monat. Werft doch noch einmal einen Blick in die letzten Treffen hinein. In diesem Monat haben wir uns nur sonntags getroffen.

07.06.2020 – Eingenordete Kirche bei steifer Brise

14.06.2020 – Filmreif sketchen auf dem Nordfriedhof

21.06.2020 – Wohlfühlen trotz schwieriger Architektur

28.06.2020 – Wolken ignorieren im Botanischen Garten

filmreif Sketchen

Wohlfühlen trotz schwieriger Architektur

Nachdem die Kieler Gruppe sich vorigen Sonntag auf dem Nordfriedhof getroffen hat, war jetzt der Parkfriedhof Eichhof unser Treffpunkt. Vor ca. einem Jahr haben wir uns schon einmal hier getroffen und uns diese grüne Oase im Stadtgebiet Kronshagen/Kiel nochmal ausgesucht. Mit 39 ja ist der Eichhof lt.Wikipedia der größte Friedhof und zugleich Parkfriedhof Schleswig-Holsteins. Im Jahr 2003 wurde der gesamte Friedhof in das Denkmalbuch des Landes Schleswig-Holstein eingetragen.

Die Sonne schien und so haben sich zehn Zeichner/innen auf den Weg gemacht, Treffpunkt war die Wiese vor der Kapelle. Diese wurde von vielen dann auch als Motiv gewählt, obwohl sie von der Architektur her doch eine ziemliche Herausforderung war. Insbesondere bei den vielen gotischen Rundbogenelementen konnte man sich ziemlich vertun, aber letztlich sollen unsere Skizzen ja nicht in Konkurrenz mit der Kamera stehen und – alte Sketcherweisheit: Das Auge sieht sich alles zurecht. Wie man dem „Gruppenskizzenfoto“ entnehmen kann, haben sich einige auch andere Motive ausgesucht, so zum Beispiel alte Grabsteine, Baumstämme mit interessanten Rinden oder einfach einen Weg mit Sonnenlichteinfall. Die ruhige Atmosphäre auf dem Friedhof, der Sonnenschein und das Vogelgezwitscher trugen zu den Wohlfühlmomenten beim Zeichnen bei.

Monika

Vielen Dank an Monika für die Bilder und den Beitrag. Ihr habt auch Fotos? Dann sendet sie uns doch gerne per Whatsapp oder Email zu.